Mein mit großer Hingabe eingesprochenes Hörbuch zu „Potenziell furchtbare Tage“ (Haymon Verlag, 2024) ist endlich da! Ihr könnt es auf BookBeat (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) hören, oder direkt bei Buchfunk (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) online kaufen. Leitet die Mail auch gerne an Freund:innen weiter, die in diesem Leben noch von meinem Werk zu Anti-Work und Menstrual Health erfahren sollten. Gerade in einer Zeit, in der die Bundesregierung mit der Kürzung von Sozialleistungen „glänzt“ und Menschen in Jobs drängen will, die nicht mehr zum Leben reichen.
Ich sage: Reiche Eltern für alle! Arbeitsverweigerung for future! Und: Her mit der 4-Tage-Woche bei gleichbleibendem Lohn. Fundierte Recherchen reihen sich an sassy Side-Notes und persönliche Essays über Abtreibung, Brain Fog im Supermarkt und Krankenhausaufenthalte in Šibenik (das Kapitel hieß irgendwann Klopapier in der Muschi lol).

Ich hoffe außerdem, dass ich fürs Einsprechen nicht so einen Shitstorm kassiere wie Caro Wahl. Ich schwöre, ich hab mir echt viel Mühe gegeben – aber das Sprechen eines ganzen fucking Hörbuchs (über 9 Stunden Wiedergabezeit) war wohl skills-technisch betrachtet die größte Herausforderung 2025.
WIE SCHWER IST ES?
Die Antwort: sehr schwer. Chapeau an alle, die das beruflich machen.
PS: Wusstet ihr, dass man FüNfundzwanzig und nicht Fümfundzwanzig sagt? Ja, versucht mal, 15 oder 25 „ganz normal“ auszusprechen, und ihr werdet schon sehen! Vielleicht auch als Party-Gag geeignet. Naja, unter Journalisten vielleicht. Egal. Kommen wir zum nächsten Thema.
Verbindlichkeit ist nicht verhandelbar
Es gibt inzwischen für mich eine Sache, die in Beziehungen – egal, welcher Art – nicht verhandelbar ist. Verbindlichkeit.
Es ist mir egal, ob du deine Pläne gerne „offen“ hältst, dass du am liebsten „schaust, wohin dich der Abend treibt“: Wenn du mir deshalb nicht zusagen kannst, wird es nichts mit uns. Das ist keine soziale Exklusion, es ist: Vorbeugung. Es ist Selbstrespekt, es ist: seine Grenzen kennen.
Wir leben in einer Zeit von Krieg, Inflation und Klimakrise – da hab ich keine Lust, mich zusätzlich mit unverbindlichen Konstrukten herumzuschlagen, die im Falle des Falles eh nicht halten. Menschen beschweren sich, dass „keiner mehr Freunde hat“, dass wir keine „Community Spaces“ haben und schaffen es gleichzeitig nicht, zum Geburtstag, zur Party oder zum Friends-Weekend zuzusagen (das: geplant werden muss). Da frag ich: Wollt ihr überhaupt Community, oder wollt ihr Freunde so disposable wie Pappbecher?
Inzwischen nehme ich fehlende Verbindlichkeit nicht mehr persönlich. Ich sehe, dass unverbindliche Menschen oft sich selbst gegenüber nicht verbindlich sein können, ihre Ziele und Werte nicht verfolgen und sich oft selbst anlügen oder schlecht behandeln.
Ich sehe das, und: ich möchte das nicht.
Wer sich selbst nicht gegenüber verbindlich ist – der wird es auch mir gegenüber nicht sein. Das ist keine Einladung für mich, die Lücken zu füllen oder „stärker“ zu sein als die andere Person.
Deshalb zählt neben einem großen ❤️ auch dieser Faktor in Beziehungen. Diese scheinbar „uncoole“ Sache namens Verbindlichkeit, die in weiterer Folge aber auch Respekt, Care und Community-Building zu Folge hat.
Am Samstag habe ich zu mir eingeladen, und keine einzige Person hat mir spontan abgesagt. Es war ein kleiner Meilenstein, zu sehen, dass sich meine innere Veränderung auch in den Beziehungen widerspiegelt, die ich inzwischen führe.
.png?auto=compress&w=800&fit=max&dpr=2&fm=webp)
Dass da Menschen waren, die sich Monate im Voraus committen konnten.
Genau dasselbe Prinzip wende ich auch bei meinen Mentorings und Klassen an.
Ich brauche verbindliche Zusagen, um überhaupt solch eine Klasse konzipieren zu können, die nicht an einer Universität stattfindet. Ich brauche Menschen, die sagen: “Yes, genau das habe ich gesucht – und ich buche jetzt auch bei dir.”
Deshalb hier ein kurzer Reminder für alle, die bislang noch mit dem „Ja“ gewartet haben. Ihr habt nur noch bis morgen Zeit, euch anzumelden. Schreibt mir dafür ein „Ja“ mit eurem Namen und den finanziellen Kapas per Mail an info@jankovska.de (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre).
Wer die Infos gerade nicht parat hat: Hier (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) gibt es nochmal einen Überblick – und im Anschluss zwei Antworten zu FAQs.
FAQ 1: Warum Substack – und nicht Steady?
Der große Unterschied: Substack ist nicht nur ein Newsletter-Tool, sondern auch eine eigene Plattform mit Social-Media-Elementen.

Das heißt: Deine Texte leben nicht nur in den Postfächern deiner Abonnent:innen, sondern können durch den Algorithmus auch Monate später noch einmal ausgespielt werden – an neue Leser:innen, oder weil dich jemand „restackt“ (also teilt).
Auf einem klassischen Blog oder auch auf Steady musst du dich viel stärker selbst um die Reichweite kümmern: Link posten auf Instagram, X oder WhatsApp – und hoffen, dass jemand klickt. Substack nimmt dir einen Teil dieser Distribution ab. Du profitierst von einem integrierten Ökosystem aus Leser:innen, die aktiv nach neuen Stimmen suchen.
FAQ 2: Was ist der Unterschied zum Schreiben auf Instagram?
Instagram ist inzwischen eine Video-First-Plattform. Menschen sind daran gewöhnt, kurze Snippets zu konsumieren, schnell weiterzuscrollen – und bleiben dort. Deine Inhalte verschwinden nach kurzer Zeit im Feed.
Die Conversion-Rate ist frustrierend niedrig: Bei mir persönlich klicken manchmal nur 5–10 Menschen auf meinen Blog-Link, obwohl über 9.000 Menschen folgen. Das heißt: Selbst sehr gute Texte erreichen kaum jemanden, weil Instagram-Nutzer:innen die Plattform schlicht nicht verlassen wollen.
Auf Substack ist es genau umgekehrt: Menschen kommen dorthin, um zu lesen. Sie sind neugierig auf Texte, suchen nach neuen Autor:innen und bleiben eher bei längeren Inhalten. Deine Arbeit hat dort eine ganz andere Wertschätzung – und das macht Substack für Autor:innen zu einer besonderen Plattform.
In dem Sinne,
ich hoffe ich sehe noch ein paar von euch am 13. Oktober!
Eure
Bixe Jankovska