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Meine Silberstreifen am digitalen Firmament: Mastodon (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre), Bluesky (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre), Pixelfed (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre), Vimeo (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)
Ausstellungen und utopischer Thementag in der Kunsthalle Düsseldorf
https://vimeo.com/jankamensky/khd?share=copy&fl=sv&fe=ci (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)Im vergangenen Jahr durfte ich an ein paar schönen Projekten arbeiten von denen ich Dir berichten möchte. Es sind Filme entstanden, die in unter anderem in der Kunsthalle Düsseldorf und Kunsthalle Tübingen ausgestellt werden. Mein künstlerischer Arbeitsprozess hat sich dadurch sehr verändert: seitdem gebe ich den Filmen und mir mehr Zeit während der Gestaltung und in ihrer Länge. Sie bekommen Raum in Ausstellungen, der es zulässt die Filme mit mehr Aufmerksamkeit zu betrachten. Die Emanzipation von Algorithmen und der Gestaltung kurzer Clips in den sozialen Medien fühlt sich befreiend an und lässt mich meine Kunst neu finden. Das tut gut!

Dadurch dass ich die Filme eher auf 10 Minuten, als auf 30 Sekunden anlege (das ist mittlerweile sogar zu lang für Instagram & co.), ist es mir möglich langsamere Aufnahmen und mehr Blickwinkel zu zeigen. Es werden wichtige Details sichtbar, die auf den kleinen Screens der Smartphones und der immer schnelleren Clips der sozialen Medien untergehen. Ich nehme die Vogelperspektive ein, die Makroebene und alles was sich dazwischen befindet. In Ausstellungen und Museen werden die Filme großflächig vorgeführt z.B. per Leinwand und Beamer, wie in Düsseldorf und im Historischen Museum Frankfurt (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) (die dortige Ausstellung geht noch bis zum 01.02.2026). Auf diese Weise wird die Erfahrung der utopischen Verwandlung noch eindrücklicher. Ich erhoffe mir, dass das auch die Aufmerksamkeit fördert, die in vielen digitalen Medien im Alltag oftmals verloren zu gehen scheint.

Die Einladung der Kunsthallen in Düsseldorf und Tübingen sowie der Museen in Frankfurt, Leipzig (Zeitgeschichtliches Forum) und Bonn (Haus der Geschichte), Berlin (Deutsches Technikmuseum) und Luxemburg (Nationales Naturkundemuseum) freut mich auch darum sehr, weil die Ausstellungen es ermöglichen, das utopische Gedankenspiel über einen neuartigen öffentlichen Raum mit einem breiteren Publikum zu spielen. Verschiedene Generationen kommen dorthin – und sie bringen bestenfalls etwas Zeit mit, um sich in Ruhe mit dem Thema auseinanderzusetzen. Welches Geschenk der Besucher*innen, dass sie ihre Zeit den Filmen widmen!
Ich möchte meine Aufmerksamkeit auch zukünftig weiterhin auf die Präsentation meiner Filme im öffentlichen Raum und in Ausstellungen richten. Dort sind die Utopien gut aufgehoben und sie erfahren eine hohe Wertschätzung!
In der Kunsthalle Düsseldorf ist mein Film noch bis zum 1. Februar zu sehen. Den Besuch der Ausstellung (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) empfehle ich Dir sehr – zudem ist es eine letzte Gelegenheit die Kunsthalle vor ihrem Umbau zu besuchen.
Am 24. Februar findet außerdem ein Thementag in der Kunsthalle (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) statt. Was macht eine Stadt lebenswert und für wen ist sie da? Ausgehend vom Düsseldorfer Grabbeplatz wird am Thementag diskutiert, wie sich Stadträume ökologisch und sozial gerecht gestalten lassen. Ich werde auch da sein und um 11:30 Uhr in der Diskussion dabei sein!
https://www.kunsthalle-duesseldorf.de/kalender/2026-01-24-thementag-gruen-bauen-stadt-teilen-utopien-zwischen-stadtplanung-teilhabe-gemeinwohl/ (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)Im Rahmen der Ausstellung habe ich außerdem ein Buch gestaltet, einen Katalog zum Film mit Texten, der in der Kunsthalle und online (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) erhältlich ist. Ich beschäftige mich darin mit dem beweglichen Begriff des Wohin und der erbaulichen Wirkung der Fuge. Eine künstlerische Auseinandersetzung über den Zugang zum utopischen Denken - an der Kunsthalle Düsseldorf und darüber hinaus.

Hier geht’s zur Ausstellung: https://www.kunsthalle-duesseldorf.de/ausstellungen/wohin/ (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)
Das Buch findest Du hier: https://www.kulturkaufhaus.de/de/detail/ISBN-9783000841682/Kamensky-Jan/Utopisches-Verfugen-an-der-Kunsthalle-D%C3%BCsseldorf (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)
„Wie die oft egoistischen Bedürfnisse des Einzelnen oder einer Stadt mit denen der Allgemeinheit planerisch versöhnt werden können – das ist die eigentliche Frage. Der Videokünstler Jan Kamensky bringt das provozierend auf den Punkt. In seinem Animationsfilm verbiegen sich apokalyptisch die Straßen, Ampeln, Zäune und Gebäude gegenüber der Tübinger Kunsthalle und werden von einem langsam überhandnehmenden Grün geschluckt. Die politische Realität in Tübingen dagegen besteht aus zahlreichen Nachverdichtungsprojekten, die das wenige Grün der Stadtteile wegfressen. Die Ausstellung in der Kunsthalle zeigt, dass anderes möglich wäre.“
Deutschlandfunk, | 09. Juni 2025, 17:42 Uhr
Der Beitrag von Christian Gampert lässt sich hier (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) anhören.
Termine
24.01.2026, 11:00 Uhr ⸺ Kunsthalle Düsseldorf, Podiumsdiskussion, Thementag und Ausstellung
11.10.2025 – 01.02.2026 ⸺ Kunsthalle Düsseldorf, Ausstellung
21.11.2024 – 01.02.2026 ⸺ Historisches Museum Frankfurt, Ausstellung
19.03.2024 – 31.01.2027 ⸺ Zeitgeschichtliches Forum Leipzig (danach im Haus der Geschichte Bonn), Ausstellung
Impulse, Empfehlungen & Support
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Über die Dokumentation “Der digitale Tsunami (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)” habe ich Marshall McLuhan kennengelernt. Er gilt als ein Prophet unserer digitalen Gegenwart und Begründer der Medienwissenschaft.
Mit seinem außergewöhnlichen Buch “Das Medium ist die Massage” (sic!) sagt er bereits in den 1960er-Jahren die Entwicklung der Massenmedien voraus und ist damit aktueller denn je. Ja, sic, es wird wirklich so geschrieben: Massage. War wohl ein Satzfehler in der Druckerei, den der humorvolle McLuhan als überzeugender ansah als die korrekte Schreibweise 😄
“Was tust Du, wenn dieser Stromkreis deinen Job macht?”
Marshall McLuhan, 1967
Hier findest Du außerdem ein paar spannende Dokumentationen zum Thema Social Media, Digitalisierung und Broligarchie. Mich haben sie angeregt über die bisherige Nutzung von Plattformen wie Instagram und co. nachzudenken. “Der Algorithmus zu dem…”
Eine große Bitte noch an Dich…
Meine gute Freundin Katja Diehl (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) – Du wirst sie vermutlich schon kennen und ihr Engagement bereits sehr zu schätzen wissen – hat ebenfalls einen Newsletter und bietet noch einiges mehr auf Steady an. Du kannst sie dort super unterstützen! Es wird sehr helfen – Danke Dir :-)
Hier geht’s zu Ihrer Steady-Seite:
Außerdem findest Du sie u.a. auf Mastodon (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)!

Transkription des Briefs
Utopia, Januar ‘26
Zur Begrüßung ein Abschiedsbrief. Aber Hallo.
Eines Morgens in aller Frühe… es muss vor dem trockenen Müsli gewesen sein, etwa um das Jahr 2026, als ich so dachte, vor mich her, ganz leise:
Das ist der Algorithmus zu dem Jan nicht mehr mit muss. Auf der Meta-Ebene konzertierte ich zu konzentrierte Konzern-concerns.
Der Reichweitengürtel wird nu’ spürbar enger geschnürt. Meine Instakilogram purzelten bereits beträchtlich. Der Story des gescheiterten Appnehmversuch der reel-len Nullwertdiöt mit appetithemmender Verrohkost folgte die Entzugskuration der unzufriedenstellenden Content-Fehlproduktion. No contento! Ich bringe kein gram mehr auf die Waage, sondern appliziere instantly in die Appfalltonne. Nach meiner digitalen Geschmacklosigkeit ist das MHD sowieso weit überschritten. Too bad to stay. Ich will keinen Anschluss unter diesem Kummer. Dann lieber netzwerklos in Menlo Dark. Come on, Janský, mitleid my fire: Immerhin bin ich fortan socially zuckerfree und auf diversen sweetstuff umgestiegen. Keine Tech-Brosky, dafür kamen Silberstreifen am sky zum Vorschein. Das' ja fed!
Wie schön, dass Du mich dort zum Abschied begrüßt. Da.
Dein Janský
Ich freue mich schon darauf, Dir das nächste Mal zu schreiben.
Bis dahin alles Gute und pass auf Dich auf!
Dein Jan