April is the cruelest month. April ist der grausamste Monat, jedenfalls wenn es nach dem Dichter und Literaturnobelpreisträger T. S. Eliot (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) geht. Das stimmt natürlich nicht wörtlich – der grausamste Monat ist, das haben die letzten Wochen gezeigt, der Januar. Nicht nur, weil ich ihn komplett nüchtern erlebt habe – sondern wegen der Weltpolitik (ICE, Venezuela (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre), ein Jahr Trump (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)). Diese nüchtern ertragen zu müssen, macht es nicht unbedingt einfacher.
Achtarmig in die Rüstung
Ich habe Dry January (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) gemacht. Heißt in diesem Fall: Zu Jahresbeginn keinen Alkohol, vier Wochen lang. Vom Ersten bis zum Ersten. Vier Wochen komplett ohne das Glas zu heben. Sich vier Wochen lang keinen hinter die Binde kippen. Einen Monat lang keinen zwitschern, keine Drinks reinorgeln und sich nicht mal ansatzweise die Lampe begießen. Von Anfang bis Ende Januar; ganz ohne sich achtarmig einen in die Rüstung zu römern.
Das Deutsche kennt derart viele – überwiegend sehr scherzhaft gemeinte – Ausdrücke für Alkoholtrinken, dass synonyme Alkohol-Redewendungen wohl ein eigener linguistischer Artikel wären. Wer einen sehr charismatischen Außenblick auf unsere sprachliche Trinkkultur werfen will, kann dies tun, u.a. auf Instagram mit Sammy von „German with Sammy (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)“. Sammy ist eine charmante, sprachaffine US-Amerikanerin, die es aus irgendeinem Grund auf sich genommen hat, deutsch als Fremdsprache nahezu perfekt zu erlernen. Vor fast einer halben Million Follower erklärt sie regelmäßig die Eigenheiten und Feinheiten der deutschen Sprache; auch ihr Video zu den verschiedenen deutschen Redewendungen für „exzessives Trinken“ (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) ist sehr kurzweilig, gerade weil es eine Fremdsprachenperspektive einnimmt. Das Video war derart beliebt (und unsere Muttersprache ist so versoffen), dass Sammy dank ihrer Follower schnell circa Drölfzillionen weitere Möglichkeiten lernte, um auf Deutsch über das Tief-ins-Glas-Schauen zu reden, und schnell ein zweites Video aufnahm (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) (welches ähnlich unterhaltsam ist).
Da scheiden sich die Geister
Und jetzt dürfte es schon so weit sein: Wir haben den Punkt erreicht, an dem dieser Text die Geister scheidet. Die einen werden die siebenhundert verschiedenen Redewendungen für Alkoholkonsum lustig finden. Vielleicht sind euch ja beim Lesen weitere eigene Ausdrücke und Redenwendungen eingefallen, wie du und deine Freunde reden, wenn ihr euch mal wieder richtig schön die Festplatte formatiert. Womöglich gehörst du zu jenen, die vier Wochen Alkoholabstinenz ganz schön lang finden; für die das Feierabendbier dazugehört; und du bist froh, angesichts der Weltlage – und auch sonst – darauf verzichtet zu haben (quasi Verzicht auf den Verzicht, angenehm zirkulär (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)).
Oder ihr gehört zum anderen Teil des Publikums. Jenen, die Alkoholkonsum nichts Lustiges abgewinnen können. Die keine guten Erfahrungen mit dem Alkohol oder mit trinkenden Personen gemacht haben, sei es persönlich oder familiär. Jene, die weder Feierabendbier mögen noch Sektfrühstück.
Aus dem Datenportal des Bundesdrogenbeauftragten (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) entnehme ich:
„Deutschland ist im internationalen Vergleich ein Hochkonsumland. 87,0 % aller Personen im Alter von 18 bis 59 Jahren haben in den letzten 12 Monaten bei mindestens einer Gelegenheit Alkohol konsumiert, 74,3 % in den vergangenen 30 Tagen. Weitere 15,3 % der Erwachsenen zwischen 18 und 59 Jahren weisen einen riskanten Alkoholkonsum auf – hochgerechnet knapp 7 Millionen Personen. Zudem betreibt circa jeder vierte Erwachsene episodisches Rauschtrinken.“
Ein Vierteljahrhundert lecker Bierchen
Während der Alkoholkonsum insb. unter Jugendlichen und jungen Menschen eher rückläufig ist (für 2024 wurde sogar, eine eindeutig gute Nachricht, ein Tiefstand für jugendliche Alkoholvergiftungen (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) gemeldet), haben immer noch Millionen einen riskanten oder problematischen Alkoholkonsum. Das hängt auch mit der Sozialisation (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) zusammen, sprich: wie man aufwächst. Ich persönlich gehöre noch zu einer in den 1980ern geborenen Generation, die verglichen mit heute eher früh und vergleichsweise viel getrunken hat. Meine ersten Erfahrungen mit Alkohol hatte ich mit dreizehn, regelmäßig wurde es mit vierzehn. Somit kann ich auf über ein Vierteljahrhundert des Biertrinkens zurückblicken (der Deutsche Brauer-Bund (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) hat es bisher offenkundig übersehen, mir eine Urkunde oder Freibier zu schicken; kein Problem, ich bin nach wie vor offen für beides).
Meine ersten Alkoholerfahrungen hatte ich – dies mag einige überraschen, andere hingegen nicht, weil es bei ihnen genau so war – in Anwesenheit meiner Eltern. Kein Saufgelage, natürlich, sondern durchaus dezent: Einen ganz kleinen Schluck Wein beim Essen. Mal anstoßen dürfen.
Besser Chardonnay als Shotgun
Für Menschen aus manch anderen Ländern unvorstellbar (und da müssen wir gar nicht erst die USA hinzunehmen, wo man vielerorts als Teenager leichter legal an eine Shotgun (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) kommt als legal an ein Glas Chardonnay): In Deutschland ist der Konsum von Bier, Wein oder Sekt für 14-Jährige unter bestimmten Bedingungen erlaubt, seit 1952. Paragraf 9 des Jugendschutzgesetzes (JuSchG) (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) besagt:
„(1) In Gaststätten, Verkaufsstellen oder sonst in der Öffentlichkeit dürfen
1. Bier, Wein, weinähnliche Getränke oder Schaumwein oder Mischungen von Bier, Wein, weinähnlichen Getränken oder Schaumwein mit nichtalkoholischen Getränken an Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren,
2. andere alkoholische Getränke oder Lebensmittel, die andere alkoholische Getränke in nicht nur geringfügiger Menge enthalten, an Kinder und Jugendliche weder abgegeben noch darf ihnen der Verzehr gestattet werden.
(2) Absatz 1 Nummer 1 gilt nicht, wenn Jugendliche von einer personensorgeberechtigten Person begleitet werden.“
Relevant ist hier Absatz 2. Wenn Mama und Papa – die, statistisch gesehen, entweder wahrscheinlich selbst Alkohol trinken oder mal in ihrem Leben Alkohol konsumiert haben, alles andere ist die Ausnahme – dir also mit vierzehn beim Abendessen ein kleines Glas Wein oder Bier einschenken, dann sagt der deutsche Gesetzgeber ganz offiziell: Prösterchen!
https://www1.wdr.de/nachrichten/begleitetes-trinken-alkohol-jugendschutz-gesetz-100.html (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)
Begleitet einen reinorgeln
Das Ganze heißt „begleitetes Trinken“ und steht, aus nachvollziehbaren Gründen, regelmäßig in der Kritik. Erstens weil es die gesunde Menge Alkohol schlichtweg nicht gibt. Selbst das berühmte eine Glas Rotwein täglich, das lange der mediterranen Diät als Lifehack und Erfolgsrezept zugeschrieben wurde, ist kein Wundermittel und nicht supergut fürs Herz oder dergleichen. Wobei, auch das mag überraschen: Die Forschung ist sich uneins.
https://www.rnd.de/wissen/neue-studiendaten-ist-ein-glas-wein-am-tag-doch-gesund-5IULW5O5LBGWFOTDCNMENBNYRY.html (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)Einheit besteht hingegen sichtlich der negativen Auswirkungen des Alkoholkonsums. Er schadet, erst recht, wenn er jung beginnt (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre). Im Artikel „Genug g'suffa“ (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) schreibt Jan Schwenkenbecher:
https://www.zeit.de/gesundheit/2025-07/begleitetes-trinken-bayern-abschaffen-alkohol-eltern (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)„Die Forschung ist hier erstaunlich eindeutig: Durch begleitetes Trinken lernen Kinder keinen vernünftigen Umgang mit Alkohol, es ist damit ihrer Gesundheit auch nicht zuträglich.“
Zweitens: Wer früh erlernt (und sei es im Beisein der eigenen Erzeuger), dass Alkoholkonsum eine entspannende bis berauschende Wirkung hat, der trinkt später nicht moderater oder verantwortungsvoller, sondern: eher mehr. Wie so oft im Pädagogischen überschätzen Erwachsene auch in diesem Fall ihre vorbildliche Einflusswirkung. Und wer sagt überhaupt, dass die Eltern, um die es geht, verantwortlich trinken; dies ist, wie beschrieben, millionenfach nicht der Fall. Es ist also nicht so, dass durch die schlichte Anwesenheit und durch den strengen Blick von Mama und Papa der Alkohol vom gefährlichen Rauschmittel plötzlich zum ungefährlichen Genussmittel wird. Schon für Jugendliche gilt, was für alle gilt, die Alkohol konsumieren: Er ist sowohl Rauschmittel als auch Genussmittel; zumindest die ersten paar Gläser. Richtig gesund ist er nie, und irgendwann wird er gefährlich. Die Menge macht das Gift.
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Ich jedenfalls habe, von kürzeren, maximal ein paar Wochen langen Abstinenzen abgesehen, seit meinen Teenagerzeiten immer mal wieder getrunken. Nie über längere Zeiten außergewöhnlich exzessiv; nie so, dass es mir bei meinen Aufgaben groß im Weg gestanden hätte. Aber durchaus so, dass ich weder als Teenager noch als Student noch als Schriftsteller in Berlin sonderlich viele Partys nüchtern erlebt habe. Hey, ich habe sogar schon Interviews in Kneipen gegeben (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) (an dieser Stelle ganz herzliche Grüße an Katy Derbyshire)!
January is the driest month
Seit ein paar Jahren mache ich nichtsdestoweniger Dry January und, was soll ich sagen: Es tut mir gut! Nach dem Dezember, der traditionell bei mir, wie vermutlich bei vielen von uns, ein arbeitsreicher Monat ist, wo man, schon am Ende mit der eigenen Jahresbatterie, noch alles wegarbeitet, was liegengeblieben ist. Zusätzlich gibt es überall Glühwein und Weihnachtsfeiern und gefühlt nur drei Stunden Sonnenlicht am Tag (falls überhaupt). Dann sind da noch Weihnachten und Silvester. Und die allgemeine Jahresmüdigkeit. Alles mögliche Gründe, um den dunklen Dezember nicht durchweg nüchtern erleben zu wollen, jedenfalls in der Freizeit. Cheers!
Da klingt ein anschließender Verzicht nach einer guten Idee.
Das sieht auch die Medizin so: „Von einem Alkoholverzicht - Stichwort Dry January - profitieren viele Organe: vor allem Leber, Herz und Haut. Abstinenz hilft beim Abnehmen und verbessert den Schlaf.“
https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Alkoholverzicht-Wie-schnell-erholen-sich-Leber-Herz-und-Magen,alkohol522.html (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)Wenn ich sage, dass der Alkoholverzicht im Januar mir eher guttut, stellt sich natürlich die Frage, warum ich dann nicht dabeibleibe. Warum ich nicht einfach komplett aufhöre zu trinken. Schließlich braucht man keine Gesundheitstrends aus England, um gesund zu leben, oder?
Die Antwort ist, wie unser gesellschaftlicher Alkoholkonsum selbst, kompliziert.
Der Alkoholverzicht tut mir nämlich nicht nur und durchweg gut. Klar, es ist großartig, morgens nicht verkatert zu sein (und sei es leicht verkatert). Ich kann mich besser konzentrieren, Texte wie diesen hier, mit weit über eintausend Wörtern, schreibe ich merklich müheloser, schneller und ideenreicher runter. Die Arbeit läuft besser, wenn Alkohol nicht den Körper sabotiert.
Allerdings fehlt auch die positive Sabotage, wenn man so will.
Das Feierabendbier nach einem langen Arbeitstag. Der Wein, mit dem man auf der Wohnungseinweihung eines guten Freundes in der Küche herumsteht. Am Wochenende der Longdrink oder das Herrengedeck in der Bar; der halbe Liter Pils am Billardtisch. Der schwere, mallorquinische Rotwein zu den Tapas. Der teure Überseerum als besonderer Genuss am Freitagabend. Der kretische Raki, den meine Frau und ich aus dem Urlaub schätzen und, mal mit ein wenig Fernweh, zu Hause in Berlin trinken.
Anders gesagt: Alkoholverzicht macht meine Arbeitstage besser und mich als Produzent produktiver. Allerdings lautet mein Lebensmotto nicht „Ja, dann wird wieder in die Hände gespuckt / Wir steigern das Bruttosozialprodukt“ (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre). Ich mag Kneipenabende, ich mag Partys, Billardrunden und Kinogänge. Und so ganz und komplett ohne Alkohol empfinde ich, langfristig, vieles davon als weniger entspannt.
Inkludieren Ja, bemitleiden Nein
Komplett unentspannt wird es, wenn man nicht nur der Einzige ist, der nicht trinkt, sondern alle anderen einen dafür noch bemitleiden. Das war neulich so bei einem Quizabend mit meinen besten Freunden. Wir waren zu viert, zwei Männer, zwei Frauen. Ihnen fiel öfter auf, dass ich nicht trinke, als mir. Und sie wurden auch nicht müde, das anzumerken. „Das ist jetzt sicher schwer für dich!“, „Stark sein!“, zwinker, zwinker. Wenn ich müde im Raum herumschaute, wurde vermutet, ich hätte Liebeskummer wegen Bier. Dabei stimmte das gar nicht. Es war bereits die dritte Woche meines Alkoholverzichts und ich hatte mich arrangiert mit der Tatsache, dass meine Freunde allesamt Prosecco und Bier tranken, ich aber einen trüben, zuckerfreien Energydrink (immerhin, um nicht ganz ausgeschlossen zu werden, aus einem Weinglas; bei anderer Gelegenheit und in anderer Runde, bekam ich, als alle eine Runde Jägermeister aufs Haus tranken, einen solidarischen Schluck Cola ins Pinnchenglas, farblich auf die Schnelle kaum zu unterscheiden vom Kräuterschnaps; ich fühlte mich optisch und zeremoniell inkludiert). Beim Quizabend haben mir Hinweise auf meine leidvolle Abstinenz und wie schlimm das sein muss (obwohl es das gar nicht war) jedenfalls nicht sehr geholfen; und auch keine gut gemeinten Ratschläge, dass ich die längste Abstinenz meines Jahres doch vielleicht verlängern soll. Konstruktiver Vorschlag, aber bedingt glaubwürdig, wenn ihn Menschen beim dritten Glas Wein aussprechen. Mein Tipp also: Nicht-Trinker inkludieren ja, bemitleiden nein. Ungefragte Ratschläge: Schwierig.
Lange Rede, kurzer Sinn: Ich trinke jetzt seit fast vier Wochen weder Bier, Wein noch Schnaps. Es funktioniert prima. Es tut mir in vieler Hinsicht gut. Allerdings fehlt mir auch etwas Genuss und Lebensqualität. Dinge, die ich eigentlich wertschätze, fallen weg. Der Alkoholverzicht hat seinen medizinischen Sinn, seine soziale Berechtigung – und insgesamt ist es wichtig, dass Konsum kein Automatismus wird (egal welcher). Durch aktiven, bewussten Verzicht wird man sich gewahr, wie aktiver, bewusster Konsum funktioniert. Das schärft den Blick und durchbricht etablierte Konsummuster. Man bemerkt, wann man normalerweise konsumiert; und idealerweise auch warum. Das ist, neben dem offenkundigen medizinischen Nutzen, mein persönliches Fazit nach längerem Verzicht. Dass es gut ist, automatisierte Verhaltensweisen zu hinterfragen und etablierte Konsummuster zu (unter-)brechen.
Trotzdem kann ich mir keinen dauerhaften Verzicht vorstellen. Als jemand, der in Deutschland (hallo Bier) und einige Jahre lang in Spanien aufgewachsen ist (hallo Wein), wertschätze ich es doch zu sehr, mir ab und an einen Drink zu gönnen. Alkoholverzicht macht meine (Arbeits-)Tage besser, meine Abende und Wochenenden jedoch langweiliger. Am Sonntag ist also Fastenbrechen bei einem Sektbrunch – und ich freu mich drauf!
Nichtsdestoweniger möchte ich jeden und jede einladen, auch längere Abstinenzphasen für sich auszuprobieren. Zu schauen, was das mit einem macht. Aber: Übertreiben sollte man es aber auch nicht; weder mit dem Konsum, noch mit der Abstinenz. Schlussendlich hat man nicht nur eine Verantwortung gegenüber der eigenen Lebensfreude, sondern auch der lokalen Gastronomie (Stichwort Bruttosozialprodukt):
https://www.mdr.de/nachrichten/deutschland/panorama/kneipensterben-gaststaette-dehoga-corona-buerokratie-102.html (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)Falls sich jetzt die Dauer-Abstinenzler empören: Erstens ist das nicht ganz ernst gemeint und zweitens denke ich nicht in Umkehrschlüssen. Ich weiß, dass kompletter Alkoholverzicht für Millionen Menschen – sowohl jene, die als Suchterkrankte trocken geworden sind als auch jene, die nicht angefangen haben – die absolut richtige Entscheidung ist, ohne Abstriche in Sachen Lebensqualität. Eine Leistung, auf die man stolz sein darf – Punkt!
Ebenso leuchtet es mir ein, dass vielen Menschen ein Eckkneipen- oder ein Clubbesuch mehr Spaß macht mit einem Bier, einem Vino oder einem Moscow Mule. Oder allen dreien!
Insofern: Passt auf euch auf. Und macht es so, wie es euch persönlich taugt. Hauptsache, ihr habt eine gute Zeit!
Viele Grüße & Prost,
Jan
PS: Nüchtern aufgenommen, lief dennoch sehr flüssig: Das Gespräch zwischen mir und Thomas Zimmer (Lustige Anekdote: in der ersten Podcastfolge mit Thomas (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre), von 2024, sagt Thomas an einer Stelle für den Hörer unvermittelt „Prost!“, weil ich damals mein Weinglas „Auf dein Wohl“-mäßig in die Kamera hielt):
https://steady.page/de/janskudlarek/posts/f7d76a75-b070-45c1-a3b1-ac4108296952 (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)
PPS: Der damalige Premierminister von Großbritannien, Winston Churchill, hatte 1932 zu Zeiten der US-amerikanischen Alkoholprohibition ein Attest seines Arztes dabei. Es erlaubte ihm, das lokale Alkoholverbot elegant auszudribbeln. Alkohol sei für Churchill „zu Mahlzeiten erforderlich“, schrieb sein Arzt (oder ließ Churchill seinen Arzt schreiben). Menge nach oben offen, natürlich:
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PPPS: Kurt Tucholsky schrieb den doch sehr schönen Satz: »Schade, dass man einen Wein nicht streicheln kann«
PPPPS: Dir hat der Artikel gefallen? Die Kaffeekasse (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) ist heute natürlich eine Bierkasse (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre). Du kannst gerne dazuschreiben, ob ich mir reguläres oder alkoholfreies Bier kaufen soll (und falls ja, welches)! 😀 🍺 🍻