
In den USA haben nach einer aktuellen Umfrage etwa 400.000 trans* Personen ihren Bundesstaat verlassen, seit republikanische Gesetzgeber verstärkt Anti-Trans-Gesetze verabschiedet haben. Dies geht aus einer 2025 durchgeführten Erhebung des NORC (National Opinion Research Center) im Auftrag des Movement Advancement Project (MAP) (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) hervor, die von der Journalistin Erin Reed analysiert (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) wurde.
Laut der Umfrage gaben 9% der erwachsenen trans* Personen an, bereits in einen anderen Bundesstaat gezogen zu sein. Nach Schätzungen des Gallup Instituts (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) identifizieren sich 1,3% der erwachsenen Bevölkerung als trans*.
Hochgerechnet auf die gesamte US Bevölkerung ergibt sich die Zahl von rund 400.000 Menschen, die ihren Bundesstaat verlassen haben.
Die trans* Community sieht sich einer zunehmenden Welle von Gesetzgebung gegenüber, die ihre Rechte einschränkt. Besonders betroffen sind die Bereiche Gesundheitsversorgung, öffentliche Einrichtungen und Bildung. Mehrere Berichte dokumentieren, dass in vielen Bundesstaaten (vor allem im Süden der USA) Anti-Trans-Gesetze gelten – diese Staaten werden als "negativ" für trans* Personen eingestuft.
Die Umfrage zeigt deutliche Verhaltensänderungen in der trans* Community:
Reaktionen aus Vorsicht:
55% leben weniger sichtbar als trans* Person (z.B. am Arbeitsplatz oder in der Schule)
43% ziehen einen Umzug in einen anderen Bundesstaat in Betracht
36% erwägen einen Jobwechsel
Aktivistische Reaktionen:
42% wollen sich stärker politisch oder in der Community engagieren
31% leben bewusst sichtbarer als trans* Person

Die Ergebnisse zeigen eine Community unter Druck: Während viele aus Selbstschutz in die Unsichtbarkeit gehen oder fliehen, reagieren andere mit verstärktem Aktivismus und bewusster Sichtbarkeit.