Passer au contenu principal

Monkey Monday #26

Wildwest in Jackson Hole

Foto: Ben Emrick

Die wunderschöne Bergwelt von Jackson Hole, Wyoming, bietet nicht nur die perfekte Kulisse für Westernfilme, sondern ist in jedem August auch Austragungsort für das Economic Symposium der Federal Reserve Bank of Kansas City, ein Treffen von Notenbankern und akademischen Volkswirten. In diesem Jahr stand die Konferenz, die am vergangenen Samstag zu Ende ging, unter besonderer Beobachtung. Denn einerseits behandelte sie als Hauptthema den Arbeitsmarkt in den USA, der sich zuletzt spürbar abgekühlt hat. Andererseits wurde mit Spannung erwartet, ob Fed-Chairman Jerome Powell sich zu den fortgesetzten Attacken aus dem Weißen Haus äußern oder zumindest andeuten würde, wie die Notenbank mit diesem Druck umzugehen gedenke. Für besondere Aufmerksamkeit auf Powells letzten Auftritt als amtierender Fed-Chair in Jackson Hole war also gesorgt.

Während die Finanzmärkte vor allem versuchten, aus dem Jackson Hole-Symposium Hinweise auf die Zinsentscheidung am 17. September herauszulesen, richtet dieser Monkey Monday den Blick auch auf den etwas weiteren Zeithorizont. Hier spielt die Frage eine Rolle, wie unabhängig die Fed weiterhin unter der Regierung Trump wird agieren können und was das für US-Zinsen, den US-Dollar und Kapitalanlagen insgesamt bedeutet. Nur zur Erinnerung: Am 27. Januar, nur eine Woche nach Trumps Amtseinführung, schrieb ich an dieser Stelle (Monkey Monday #4) von dem schwierigen Hochseilakt, welcher der Notenbank unter diesem Präsidenten drohen würde. Die Realität hat seitdem meine schlimmsten Befürchtungen übertroffen.

In den folgenden Abschnitten soll es also um die Frage gehen, ob Powell nun wirklich die Tür zu einer Zinssenkung am 17. September geöffnet und, falls ja, wie er das begründet hat. Außerdem darum, welche Datenpunkte das Potenzial hätten, eine eventuell bereits getroffene Entscheidung bezüglich des 17. September noch zu ändern. Schließen werde ich mit einigen - zugegebenermaßen dystopischen - Betrachtungen zum neuen Wildweststil in der US-Wirtschaftspolitik, der zwar irgendwie zur Landschaft in Wyoming passt, ansonsten aber angst und bange macht.

0 commentaire

Vous voulez être le·la premier·ère à écrire un commentaire ?
Devenez membre de Macro Monkey et lancez la conversation.
Adhérer