
Weil ich viel zu oft nicht an mich glaube…und wie mir die Neue Leipziger Schule raushilft
Wir schreiben Mittwoch, den 25. März. Die Karwoche und Ostern naht – und das heißt auch immer: Ein Viertel des Jahres ist rum.
Mir fällt ein, dass ich ein Projekt, das ich UNBEDINGT angehen möchte, wieder habe schleifen lassen …
Ein Ballett-Musikvideo zum „Verlorenen Sohn“
Ich habe sogar schon eine fast sichere Zusage für eine Förderung – soll aber noch eine zweite bekommen. Und da hapert’s!
Mensch. Immer dieser Flaschenhals.
Will ich mir die Mühe machen und mein Projekt immer wieder neu und aufwendig pitchen?
Warum gehe ich das nicht an?
Ich bin jetzt mal ganz ehrlich:
Weil ich mich oft nicht gesehen fühle.
Weil ich oft von etwas überzeugt bin, das ich stark finde – und das beim Gegenüber nicht ankommt.
Diese Sorge, dass man da etwas ganz Kostbares hat, was der andere nicht fühlt, nicht versteht …
Ich habe mir aber gesagt: Ich möchte noch viel mehr dazu stehen, was ich tue.
Und dabei hat mich die Neue Leipziger Schule inspiriert.
Was ist die Neue Leipziger Schule?
Sie hat ihre Wurzeln in der DDR – an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig. Dort sind viele eben nicht einfach konform mit geschwommen. Sie haben sich ihren Raum der Kunst bewahrt, geschützt vor Ideologie.
Und so konnte sich ein Freiraum entwickeln.
Vor allem nach der Wende entstand daraus ein regelrechter Boom.
Und das Verrückte: Es war Malerei.
In einer Zeit, in der niemand mehr gemalt hat.
Keine wichtige Kunstmesse zeigte Malerei. En vogue waren Performance und Videokunst – aber ganz sicher nicht Malerei.
Und trotzdem:
Die Leute in Leipzig sind bei sich geblieben.
Hatten Lust auf Malerei.
Haben etwas, das als ausgestorben galt, konsequent gegen jeden Trend durchgezogen.
Und genau dadurch wurden sie plötzlich zum neuen Shit der Stunde.
Kunstsammler aus der ganzen Welt – Shanghai, Tokyo, New York – kamen nach Leipzig, um Werke zu kaufen.
Von Studierenden. Der bekannteste unter Ihnen: Neo Rauch.

Auch wenn diese Phase besonders war und sicher auch ein Hype – etwas ist geblieben:
Etwas Neues ist entstanden.
Und das bringt mich zu dem Punkt, der mich gerade beschäftigt:
Neues entsteht durch Beharrlichkeit.
Vielleicht sogar – ich sag es einfach – durch eine gewisse Form von Konservativsein.
Also:
Das machen, was man immer schon machen wollte.
Wovon man überzeugt ist.
Wider jeden Trend.
Sei zu dir selbst so konservativ, wie es nur geht.
Und frage dich jeden Tag:
Was gilt es zu erhalten – und auszubauen?
Was wäre, wenn dein Problem nicht fehlende Ideen sind – sondern fehlende Treue zu dir selbst?
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Ein kleines Geschenk für euch:
Eine 30-minütige Aufnahme als MP3
die heutige Folie des Magical Morning Journaling.
Damit könnt ihr euer erstes Quartal 2026 reflektieren.
Und wenn ihr mögt, macht einfach meine Musik dazu an.
Unten findet ihr den Zoom-Link, wenn ihr dienstags von 08:30–09:00 dabei sein möchtet.
Das Angebot richtet sich besonders an alle, die mich über Steady unterstützen – aber natürlich sind alle herzlich willkommen.
https://zoom.us/j/71682031789?pwd=rVpR2fCacxJAXQabHYwOskLANPBR3b.1 (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)