Passer au contenu principal

LIONHEART

Ein Flow aus allem

Bandmitglieder von LIONHEART
Foto: Band

Ox-Interview von Benjamin Korf

Vor gut drei Jahren erschien mit „Welcome To The West Coast III“ das letzte musikalische Lebenszeichen der Kalifornier. In Ox Nr. 166 sprachen wir darüber mit Walle Etzel, dem Gitarristen der kalifornischen Hardcore-Band LIONHEART. Dass der gute Mann aus Deutschland kommt, braucht man dieser Tage keinem mehr zu erklären, der irgendwann mit der Band zu tun hatte. Um über das neue Album „Valley Of Death II“, das Ende von FALLBRAWL und anderen Krams zu sprechen, trafen wir uns mit in Walle Essen.

Ich starte sofort mit der Gegenfrage, die du mir am Ende unseres letzten Interviews gestellt hast. Du wolltest damals wissen, ob Printmedien in der Zukunft noch gelesen werden. Die Abo-Zahlen sind beim Ox in den letzten Jahren stetig gestiegen. Mir fällt in diesem Zusammenhang sofort die Frage ein, ob ihr das neue Album auch physisch veröffentlicht und ob das immer noch zeitgemäß ist?

Das hätte ich gar nicht gedacht. Damals wie heute sehe ich oft, dass die kostenlosen Zeitschriften bei Konzerten immer liegenbleiben. Aber das freut mich sehr, denn ein Printmagazin macht schon was her. Genau wie ein Tonträger. Vielleicht ist es bei beidem das Gefühl, etwas in der Hand zu halten. „Valley Of Death II“ kommt als CD und Vinyl auf Arising Empire raus. Außerdem haben wir auch einige Bundles am Start. Mir gefällt das Gym Bundle am besten. Da bekommt man die Scheibe in einer Sporttasche zusammen mit einem LIONHEART-Handtuch und diversen anderen Utensilien. Das hatten wir in der Vergangenheit schon mal und ich nutze die Tasche immer noch fast jeden Tag. Nur meine Trinkflasche mit dem LIONHEART-Logo haben sie mir im Fitnessstudio geklaut. Hoffentlich war es ein Fan, der damals beim Sport-Package leer ausging, hahaha. Die Dinger sind damals recht schnell ausverkauft gewesen.

Wie gefällt dir euer neues Album?

Ich finde es immer so schwierig, selber über die Sachen zu urteilen, bei denen man so krass involviert ist. Von der ersten Riff-Idee bis zum finalen Resultat habe ich die Sachen gefühlt hunderttausend Mal gehört.

Ihr probt nicht zusammen in Amerika, oder?

Nein, im Zeitalter der digitalen Kommunikation und auch ebensolcher Aufnahmemöglichkeiten muss ich nicht jedes Mal nach L.A. fliegen. Das Songwriting bei LIONHEART läuft viel mehr über Ideen, die hin- und hergeschickt werden. Und meistens gibt es ein oder zwei Hauptverantwortliche im Songwriting-Team, die den Input verarbeiten. Und daraus entstehen dann Demos. Mit diesen Demos geht Rob ins Studio und nimmt seine Vocals auf. Danach entstehen die ersten richtigen Songs, die es noch zu veredeln gilt. Da kommt Neil, der Gitarrist von A DAY TO REMEMBER, ins Spiel. Rob ist nämlich zu ihm ins Studio gegangen, um die Songs von „Valley Of Death II“ rund zu machen. Witzigerweise ist der Kontakt zu Neil von ihm selber ausgegangen. Er ist ein großer LIONHEART-Fan und hat uns irgendwann mal angeschrieben. Er meinte, wenn ihr Bock habt, mal was zusammen zu machen, dann kommt vorbei. Und das hat richtig gut funktioniert. Mit seiner Hilfe haben wir noch mal die letzten 10 bis 20% aus den Songs rausgeholt. Da geht es einfach nur darum, Finessen herauszuarbeiten. Danach wurde „Valley Of Death II“ produziert. Und schließlich hat Flo von LANDMVRKS das Ganze gemixt und fertig gemastert. Das Ergebnis ist unfassbar geworden. Aber um zu deiner ursprünglichen Frage zu kommen, für mich sind das die besten Songs, die mit LIONHEART jemals entstanden sind. Dabei finde ich, dass die Sachen, die wir in der Vergangenheit gut gemacht haben, jetzt noch mal auf ein neues Level gebracht wurden.

Das hört sich ein bisschen abgedroschen an, welche Sachen meinst du damit genau?

0 commentaire

Vous voulez être le·la premier·ère à écrire un commentaire ?
Devenez membre de Ox-Fanzine et lancez la conversation.
Adhérer