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Rezension: Sorcery: Contested Realm (Brettspiel)

Ob man Magic: The Gathering noch in hundert Jahren spielen wird? Richard Garfield etablierte damit 1993 ein Genre, dem zig Nachahmer folgten, bis nahezu jede Marke von Dungeons & Dragons bis Star Wars auf den Tisch marschierte. Und es ist erstaunlich, wie sich das Vorbild halten konnte. Nach über 30 Jahren bleibt es das erfolgreichste Sammelkartenspiel, gefolgt von Pokémon, Yu-Gi-Oh! und One Piece. Und Neulinge haben es sehr schwer, sich neben etablierten Welten zu behaupten. Selbst dann, wenn sie wie Netrunner von Garfield höchstselbst als Alternative konzipiert wurden, die sich spielmechanisch und thematisch mit ihrem asynchronen Cyberpunk deutlich unterscheidet. Oder ist eher die Nähe das Geheimnis? Auf jeden Fall wirkt Sorcery: Contested Realm (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre), das 2023 seine Premiere feierte, zunächst wie ein Zwilling von Magic. Und es richtet sich bewusst an Old-School-Fantasyfans, was ja nicht nach Innovation klingt. Aber nach anfänglicher Skepsis hat es mich so positiv überrascht, dass es mittlerweile regelmäßig auf den Tisch kommt.

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