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In den Farben Badens beim FC Bayern!

Es ist Montag, der 09. Februar 2026, und du liest die STOFFKUNDE, meinen wöchentlichen Trikot-Newsletter.
Letzte Woche habe ich angefangen, meine erste Recherchereise in diesem Jahr zu planen. Sie führt mich vom 9. März bis 14. März von Frankfurt über Kassel, Rheine und Gelsenkirchen nach Mönchengladbach. Neben den letzten Interviews für die Neuauflage von „Das Gladbach-Trikot von 1900 bis heute“ am Rande des Bundesliga-Spiels von Borussia gegen den FC St. Pauli am 13. März werde ich auf dieser Reise auch ein paar Folgen für den STOFFKUNDE-Podcast aufnehmen, der nach Ostern an den Start gehen wird.

Diese Treffen und Gespräche mit Menschen aus dem Trikotkosmos sind es, die mir am meisten Spaß machen an der Arbeit für meine Bücher, diesen Newsletter und den bevorstehenden Podcast.

Diese Neugier auf spannende Hintergründe, interessante Geschichten und lustige Anekdoten ist es, die mich antreibt und deren Rechercheergebnisse ich gerne mit euch teile.

Gerne wäre ich letzte Woche auch in Hamburg beim SPOBIS dabei gewesen, denn dort traten FC-Bayern-Vorstand Jan-Christian Dreesen und Adidas-Chef Björn Gulden auf und sprachen über die über 60-jährige Zusammenarbeit zwischen Klub und Ausrüster und auch über die Kontroversen, die die Farbgebung von Bayern-Trikots mitunter in der Fanszene auslöst.
Hier gibt es einen kleinen Ausschnitt von dem Gespräch als Video. Speziell zum Thema der unterschiedlichen Zielgruppen, die ein Trikot kaufen.

https://www.sport1.de/tv-video/video/-schmaler-grat-bayern-boss-erklaert-debatte-um-trikot__D262159F-C2A4-4F5B-A525-B17B7010B7CF (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)

Hier ergänzend eine schriftliche Zusammenfassung (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) der Diskussion von FCBInside.

Die Aussagen von Jan-Christian Dreesen bestätigen den Trend, über den ich in der Vergangenheit schon öfter geschrieben habe und den ich auch in Interviews geäußert habe, die mit mir in der Vergangenheit geführt wurden: Ein Trikot, meist das Heimtrikot, ist meist klassisch gestaltet, während sich bei den Auswärts- und/oder Ausweichtrikots die Designer kreativ austoben können.

Über das Thema Trikotdesign werde ich ab April mit einigen meiner Podcastgäste ebenfalls ausführlich diskutieren.

Bis nächste Woche.
Herzlichst Euer Steve

Im Frühjahr letzten Jahres ist die erste von vier „Mein Lieblingstrikot“-Kolumnen im Zeitspiel-Magazin erschienen. Die letzte mit dem Trikotsammler Dominic Willms (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) habt ihr vor drei Wochen hier gelesen. Die ersten drei Kolumnen waren mit ehemaligen Fußballprofis. Nachdem ich in Zeitspiel wieder zum alten Trikotgeschichten-Modell zurückkehren werde, möchte ich jedoch hier in der STOFFKUNDE meine Lieblingstrikot-Kolumne gerne weiterführen.

Wenn ihr Kontakt zu ehemaligen oder aktuellen Profis habt oder vielleicht sogar selber einer wart, würde ich mich freuen, wenn ihr mich bei der Umsetzung zukünftiger Kolumnen unterstützt. Leitet diese Ausgabe der STOFFKUNDE an die euch bekannten (Ex-)Profispieler und gerne auch Profi-Spielerinnen weiter, mit der Bitte, mir ein Foto von sich im oder mit dem Lieblingstrikot an newsletter@stoffkunde.com (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) zu schicken.

Er oder sie müssen ihr Lieblingstrikot gar nicht selbst getragen haben oder darin gespielt haben. Es kann auch ein getauschtes Trikot sein oder eventuell eins aus der Jugendzeit, z. B. eines Idols von damals, das vielleicht der Antrieb war, später selbst Profi zu werden. Mich interessieren die Geschichten hinter den Lieblingstrikots und warum sie es sind und welche Bedeutung sie bis heute für den Besitzer haben.

Ich würde ein Interview mit euch führen und dann die Kolumne wie unten bei Stefan in enger Abstimmung mit euch in Ich-Form niederschreiben. Alternativ könnt ihr mir auch zusammen mit dem Foto euren selbstgeschriebenen Text schicken, in dem ihr eure Geschichte und die des Trikots erzählt. Nehmt euch einfach die Geschichte von Stefan unten als Vorbild.

Möchtest du dich als Newsletter-Abonnent ebenfalls mit deinem Lieblingstrikot den Lesern hier vorstellen, dann werde STOFFKUNDE-Mitglied. Im Fan-Paket (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) ist die Teilnahme an dieser Kolumne enthalten. Vielleicht stehst du hier in kurzer Zeit mit deinem Lieblingstrikot schon selbst im Mittelpunkt.

Stefan Hampl im Trikot des SC Freiburg, mit dem er am 6. März 1999 sein erstes Bundesliga-Spiel beim FC Bayern bestritt. Foto: Stefan Hampl
Stefan Hampl im Trikot des SC Freiburg, mit dem er am 6. März 1999 sein erstes Bundesliga-Spiel beim FC Bayern bestritt. Foto: Stefan Hampl

Stefan Hampl über seine kurze Zeit beim SC Freiburg und sein Lieblingstrikot, mit dem er am 6. März 1999 in München sein erstes Bundesliga-Spiel bestritt.

Als Fünfjähriger habe ich 1979 beim 1. FC Nürnberg mit dem Fußballspielen begonnen und von der G- bis zur A-Jugend alle Jugendmannschaften beim Club durchlaufen. Mein absolutes Idol war damals Dieter Eckstein. weil der wie ich Außenstürmer war. Von ihm habe ich über meinen Vater, der damals Jugendtrainer beim FCN war, auch mein allererstes Trikot bekommen. Leider ist es mir über die Jahre abhandengekommen.

Zum SC Freiburg kam ich 1998 durch etwas Glück. Ich spielte zu der Zeit in der Landesliga beim SC 04 Schwabach, als es hieß, zum Spitzenspiel gegen Jahn Regensburg würde Volker Finke kommen, um sich Jürgen Falter vom Jahn anzusehen. Und wie das manchmal so ist, habe ich bei unserem 2:0-Sieg ein sehr gutes Spiel gemacht und beide Tore erzielt. Nach dem Spiel fragte mich Volker Finke, ob ich nicht Lust hätte, für ein Probetraining zum SC zu kommen. Ich war dann eine Woche in Freiburg und im Anschluss hat man mir gesagt, dass man mich gerne haben möchte.

Mein absolutes Lieblingstrikot, an dem ich wirklich extrem hänge, stammt aus meiner Zeit in Freiburg. In diesem Trikot habe ich am 6. März 1999 im Auswärtsspiel beim FC Bayern im Olympiastadion vor über 50.000 Zuschauern mein erstes Bundesliga-Spiel bestritten. Ich wurde in der 75. Minute für Adel Sellimi eingewechselt. Das Trikot ist nicht nur wegen meines Bundesliga-Debüts besonders, sondern auch, weil es eher selten ist. Wir haben in der Spielzeit, glaube ich, nur zwei Mal darin gespielt. Zudem war es die erste und einzige Saison mit Adidas seit den frühen 1980er-Jahren für den SC Freiburg. Dass wir in München überhaupt in den Farben Badens auflaufen konnten, lag daran, dass die Bayern damals in tief dunkelblauen Trikots gespielt haben und nicht in Rot, wie man es ja sonst gewohnt ist.

Insgesamt habe ich leider nur sechs Bundesliga-Spiele gemacht. Das nächste zwei Monate später, wieder in München, dieses Mal gegen 1860. Am vorletzten Spieltag stand ich dann beim Heimspiel gegen Hertha BSC sogar das erste Mal in der Startelf. Am letzten Spieltag spielten wir in Nürnberg. Das war der Spieltag, als Eintracht Frankfurt den 1. FC Kaiserslautern parallel mit 5:1 schlug und der Club dadurch abstieg. Im Stadion habe ich selber davon gar nichts mitbekommen. Erst als es ein paar Minuten nach dem Schlusspfiff immer leiser wurde, war allen Leuten klar, was gerade passiert ist.

Nach der Saison 1999/2000 bin ich in die Regionalliga Süd zu Wacker Burghausen gewechselt, weil ich meiner Heimat wieder näher sein wollte. Dass man aber von Nürnberg nach Burghausen fast genauso lang fährt, wie von Nürnberg nach Freiburg, habe ich nicht wirklich bedacht. Im Nachhinein hätte ich länger in Freiburg bleiben sollen. Auch wenn ich vielleicht nicht viel gespielt hätte, hätte ich dort sicher noch einiges lernen können.

Stefan Hampl hält sich bis heute, viele Jahre nach Beendigung seiner Profikarriere, weiterhin hauptsächlich durch Fußball fit. Er spielt für die Traditionsmannschaft des 1. FC Nürnberg (Club Allstars) und hat 2022 mit der Ü40 die Deutsche Meisterschaft in seiner Altersklasse gewonnen.

2018 packte ihn nach langer Pause wieder das Sammlerfieber. Während seiner Profizeit hatte er regelmäßig Trikots getauscht und gesammelt, das Interesse nach seinem Karriereende jedoch vorerst verloren. Aus seiner Profizeit besitzt er neben seinem hier vorgestellten Lieblingstrikot nur noch ein Trikot aus der Saison 1999/2000. Alle anderen Trikots hat er verschenkt. Heute sammelt er neben Spielertrikots des 1. FC Nürnberg und des SC Freiburg vor allem Trikots der deutschen Nationalmannschaft.

Der SC Freiburg muss sich in der kommenden Saison einen neuen Hauptsponsor suchen. Nachdem im Dezember bekannt wurde, dass der Leasingradanbieter Jobrad, der seit der Saison 2023/24 auf der Brust der Breisgauer ist, Personal abbauen musste, war es absehbar, dass sich auf dem Trikot der Freiburger etwas ändern könnte. Jobrad bleibt dem SC als Premiumpartner in der zweiten Reihe erhalten. Wer würde sich eurer Meinung nach als neuer Hauptsponsor eignen?

https://www.baden24.de/sport/sc-freiburg/haupt-trikot-sponsor-scf-jobrad-premiumpartner-news-94155415.html (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)

Die Blackburn Rovers wurden von ihrem aktuellen Ausrüster Macron verklagt. Der Vertrag, der seit 2021 besteht, läuft in diesem Sommer aus und die Rovers haben frühzeitig Gespräche mit anderen Sportartikelunternehmen aufgenommen und planten zum Sommer, wenn der Vertrag mit Macron ausläuft, den Ausrüster zu wechseln. Doch die Italiener besitzen vertraglich eine Matching-Klausel, die vom Verein aber nicht berücksichtigt wurde und jetzt zu diesem Disput führte.

https://www.thebusinessdesk.com/northwest/news/2166450-kit-supplier-macron-goes-legal-in-dispute-with-blackburn-rovers (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)

Bis zum kommenden Freitag könnt ihr noch Matchworn-Trikots vom SK Sturm Graz aus dem UEFA Europa League-Auswärtsspiel bei Feyenoord Rotterdam mit dem Schriftzug „STOP VIOLENCE AGAINST WOMEN“ ersteigern. Der gesamte Erlös kommt zu 100 % den Frauenhäusern Steiermark zugute.

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Ebenfalls für einen guten Zweck versteigert die AS Monaco ihre Matchworn-Trikots aus dem Ligue-1-Spiel gegen Stade Rennes am 31. Januar 2026. Die Erlöse aus der Versteigerung, die noch bis kommenden Sonntag geht, kommen krebskranken Kindern zugute.

https://biddingsport.com/en/rencontre/as-monaco-stade-rennais-25-26/ (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)

Beim Westschlager in der 3. Liga zwischen Alemannia Aachen und Rot-Weiss Essen trat die Alemannia in einem historischen Sondertrikot an. Das Trikot ist ab heute auch im Online-Shop des Vereins erhältlich.

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