
Liebe Leser*innen,
hier in der TITANIC-Newsletter-Redaktion ist einiges im Gange: Ab sofort sind Witze über Trumps Frisur verboten, auch wenn sie noch so genial sind. Die schwangere Kollegin wird zu ihrer eigenen Sicherheit bis zur Entbindung auf der Toilette eingesperrt, weil die nächste Abtreibungsärztin ein bisschen zu nah an der Redaktion ist. Und die Redaktion möchte diese Gelegenheit nutzen, um ganz herzlich einen neuen Autor zu begrüßen: Willkommen im Team, Dieter!
Nuhr ist nicht der Einzige, der wegen politischer Umstrukturierungen von den Öffentlich-Rechtlichen in die Privatwirtschaft gewechselt ist:

(S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)Als Zeichen des guten Willens gegenüber baldigen neuen Regierungskonstellationen hat der TITANIC-Wochenrückblick einen großen deutschen Denker um einen Gastbeitrag gebeten:

Strukturelle Autofeindlichkeit
Ein Gastbeitrag von Markus Söder
Warum die Grünen strukturell autofeindlich sind, meine Sekretärin zu zart besaitet ist und die Krattler vom Spiegel das alles überhaupt nichts angeht.
Meine Damen und Herren, eine Straße ohne Autos ist wie eine Dame ohne Unterleib: Da kommt der Verkehr schnell zum Erliegen. So einen Bockmist könnte ich auf keinen Fall schreiben, sagt mir meine aufgebrachte Sekretärin da gerade. Aha. So weit sind wir also auch schon, dass man in Deutschland aufpassen muss, was man für einen Stuss von sich gibt. Jetzt ist sie pfeilgrad zur Tür hinaus und ich muss hier von heute an, wie es ausschaut, selber abtippen, was ich den lieben langen Tag in mein iPhone diktiere. Ja, sauber.
Als hätt’ ein Söder-Markus nichts Besseres zu tun, als eigenhändig Brieflein zu verfassen. Da kommt man sich ja vor wie der Omid Nouripour (grüne Verbotspartei), der mir ja gerade selber ein Manifest hat zukommen lassen. Der Spiegel hat’s sicherheitshalber auch gleich bekommen. Weil er das Drama liebt wie jeder Grüne, der Omid, muss man in Hamburg mitlesen, was ihm auf dem Herzen liegt. Und weil er zwischen Autohass und erhobenem Zeigefinger plötzlich seine Poetenseele entdeckt hat. Ja, so ein Schmarren. Daher jetzt also mein Frontalangriff über dieses Medium. Omid – da schaust, gell?
Bitte: Im Spiel mit den Medien macht mir doch so ein zweitrangiger Grüner nun wirklich überhaupt nichts vor. Der Bratwurstkönig von Instagram braucht keinen Spiegel. Das Internet ist wie mein Vorgarten: Allmählich wird’s trist und braun. Quatsch, ich meine: Da beweg ich mich wie ein prächtiger Goldfisch im Teich, schling mir meine Brotzeit rein vor aller Welt und blubber doch um Himmels willen, wie mir neulich auf einmal der Kinnbart gewachsen ist. Ein jeder tut halt, was er kann. Deshalb an dieser Stelle noch einmal für alle zum Mitlesen: Die Grünen sind autofeindlich und der Bleifuß auf der Bremse dieses Landes. Und weil der Omid ein so armes Würschterl ist, ess’ ich das nächste halt auf ihn. Mahlzeit, Omid.
Dein Markus
Eine Kolumne von Ghostwriter Fabian Lichter
Fabian Lichters neue Kolumne trägt den Titel »Nur für Gäste« und erscheint ab jetzt jeden Sonntag auf www.titanic-magazin.de (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) und auf den Social-Media-Kanälen der TITANIC.
Dass die Grünen die deutsche Wirtschaft weiter kaputtluschen, ist jedoch nicht die größte Sorge, die gerade in der Bundesrepublik umgeht:

Auch nach Riga hatten sich einige russische Drohnen verirrt, aber nur, um das Finale der Basketball-Europameisterschaft zu verfolgen und für ein bisschen Stimmung zu sorgen:

Stimmen zum EM-Sieg der deutschen Basketball-Nationalmannschaft

Ich könnte Dennis Schröder umarmen und abknutschen. Wie er die Messermänner der türkischen Nationalelf nach Hause geschickt hat – herrlich!
Alice Weidel, Sportkommentatorin

Lange sah es schlecht aus für die Deutschen, doch am Ende waren sie hungrig genug, um sich freizuspielen. Hungrig, wie ich nachts auf der Pritsche in der englischen Gefängniszelle lag! Mehr dazu in meinem neuen Buch »Inside«, 24,99 Euro, bei Ullstein erschienen.
Boris Becker, Autorenlegende

Ein Wahnsinns-Comeback! Ich konnte die Tränen nicht zurückhalten, meine Hände haben gezittert. Ich schäme mich nicht dafür, so ist das eben mit der Musik. Ach ja, für die Basketball-Nationalmannschaft freue ich mich natürlich.
Der Graf, Krafttier

Stark! Mega! Ganz großes Kino! Ich freue mich für die Jungs und über die vielen Werbeverträge, die ihnen jetzt ins Haus flattern.
Jürgen Klopp, MVP der Red Bulls

Dennis Schröder kann wahrlich stolz sein, dass er die deutsche Nationalmannschaft zum Titel geführt hat. Mit seinen zarten 1,85 Metern hätte ich ihn damals beim SV Arnsberg trotzdem ungespitzt in den Boden gerammt.
Friedrich Merz, Power Forward der CDU

Großartig! Das zeigt, dass Basketball in Deutschland einfach einen ganz anderen Stellenwert hat als noch vor… Wie bitte? Nein, ich möchte mich nicht zur Ablösesumme von Nick Woltemade äußern!
Dirk Nowitzki, Würzburger Wunderkind
(S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)Sie haben es auf der Siegesfeier ordentlich krachen lassen und müssen jetzt erst mal in Ruhe auskatern? Dann lesen Sie doch noch die neue Kolumne von Torsten Gaitzsch:

Heute: Wer zuletzt hustet …
Einen Tag nach Dieter Hallervordens 90. Geburtstag erregte etwas am Rande eines Fußwegs meine Aufmerksamkeit: Jemand hatte auf der Fensterbank seiner ebenerdigen Wohnung ein paar Schallplatten ausgelegt, offenbar für Vorbeigehende zur Mitnahme. Von einer dieser LPs glotzte mich debil ein junger oder zumindest jüngerer Dieter Hallervorden an. »Didi für Millionen« hieß die Scheibe, die ausweislich des Covers folgende Lieder (?) enthielt: »Didi schlägt Demis«, »Übernachtung auf dem Schulhof«, »Der doppelte Didi«, »Didi im BBC« und »Wer zuletzt lacht …«. Ich dachte: »Dass man sich von dem verwirrend benamsten Sampler ›Club Top 13‹ mit den ›16 Top-Hits aus den Schlagerhitparaden Januar/Februar 1978‹ trennt, kann ich ja verstehen, aber wer gibt denn bitte so einen Schatz auf?« Ob es dafür einen Anlass gab? Womöglich hatte die Person erst im Zuge der Jubiläums-TV-Show vom rezenten Treiben des einstigen Blödelbarden erfahren – Stichwort »Pali-Pali!« – und setzte das Album daraufhin an die Luft und bei dieser Gelegenheit gleich ein paar andere Vinylscheiben (Herrgott, wie viele Synonyme für Schallplatte gibt es eigentlich?!).
Mitgenommen habe ich das Teil nicht, was ich jetzt allerdings ein wenig bereue, hätte ich doch damit dem Kuriositätensammler Elias Hauck womöglich eine Freude machen können. Vorher hätte ich es freilich einer Geruchsprobe unterziehen müssen, denn wenig ekelt mich so sehr wie gebrauchte Gegenstände aus Raucherhaushalten. Korrigiere: Vieles ekelt mich gleichermaßen, manches ekelt mich stärker. Trotzdem: kalter Tabakdunst = kaltes Kotzen. Den TITANIC-Verlag hat eine Bewerbungsmappe erreicht, deren Inhalt in Gestalt etlicher Arbeitsproben momentan auf meinem Schreibtisch liegt und ganz augen- bzw. nasenscheinlich von jemandem zusammengestellt wurde, der dabei Kette gequarzt hat. »Das stinkt ja wie bei Hallervordens!« – ein Satz, der in diesem Fall nicht gilt, denn Didis zweite Frau hat ihm 1991 das Rauchen abgewöhnt. Na dann, ad multos annos …
PS: Die »Aktion Mensch« informiert mich per E-Mail, dass sie eine »Earlybird-Aktion« starte. »Early Bird« bei der »Aktion Mensch« – das ist, als ob es bei der Wahl zum Vogel des Jahres (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) eine »Early Human«-Aktion gäbe.
Verabschiedet sich und wünscht ein gut informiertes Wochenende:
Ihre TITANIC-Redaktion

TITANIC-Veranstaltungstipp:
(S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)Am Samstag, den 04.10., wird gelesen, zugehört und gelacht! Die TITANIC-Autoren Sebastian Maschuw und Fabian Lichter sowie TITANIC-Hauszeichner Leo Riegel lesen im Kölner Klüngelpütz aus »Endlich Kanzler! Die endgültige Autobiografie von Friedrich Merz«! Es moderiert Dax Werner!
Jetzt Tickets reservieren! (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) (Nur solange der Vorrat reicht)
Bevor Sie Tickets für irgendwelche dubiosen Lesungen kaufen, möchten Sie wissen, was es mit dem Buch überhaupt auf sich hat?
Dann bestellen Sie es jetzt schnell im TITANIC-Shop (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)!
(S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)Die erste endgültige Autobiografie des neuen deutschen Bundeskanzlers! (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)
Lesen Sie die Geschichte eines einfachen Jungen aus Brilon, der nie aufgehört hat zu träumen, weil er nie damit angefangen hat. Seien Sie dabei, wenn der kleine Friedrich aufmüpfig und ketterauchend im Franz-Josef-Strauß-Lesekreis sitzt und den Nachbarsjungen Rüdiger heldenhaft davor bewahrt, SPD zu wählen. Begleiten Sie den ehrgeizigen Juristen im New Yorker Jetset. Wie fühlt er sich als kleiner Millionär unter lauter Multimilliardären? Was ist los in den Vorzimmern und Lobbykellern der Finanzwelt? Und wie lautet noch gleich das Bitcoin-Passwort von Olaf Scholz?


TITANIC-Verlag Georg-Büchner-Verlagsbuchhandlung GmbH & Co. KG
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