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Wenn der Autopilot bremst

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Übezeit #41/50

Lesezeit: 5 Minuten

Sieht deine Routine so aus?

Wie startest du in dein Üben?

Vielleicht beginnst du mit ein paar Tonleitern zum Warm-Spielen. Dann nimmst du dir ein neues Stück vor, spielst es langsam, immer wieder von Anfang an, bis es einigermaßen läuft – und steigerst das Tempo anschließend Schritt für Schritt. Am Ende der Übe-Session folgt der große Test: einmal alles durchspielen, um zu schauen wie erfolgreich du gewesen bist.

Klingt vertraut? Dann gehörst du wahrscheinlich auch zur Gruppe der “Autopiloten”. Das ist selbstverständlich kein wissenschaftlicher Name, sondern eine Beschreibung, die ich mir ausgedacht habe. Warum ich das kenne? Ich habe selbst lange genauso geübt.

Wenn uns der Autopilot schadet

Manchmal ist es paradox. Du übst bereits seit mehr als einer Stunde, Fehler schleichen sich ein und du merkst: die Konzentration ist im Keller. Dennoch sitzt du deine Zeit aus und bestärkst dich sogar im Anschluss: “Immerhin habe ich etwas getan.

Leider ist dieses Üben im Autopilot selten wirklich produktiv. Denn reines Wiederholen trainiert keine Lösungen. Im Gegenteil: Mit jeder unkonzentrierten Wiederholung werden auch diese Bewegungen abgespeichert. Die schwere Stelle wird also in Wahrheit nicht besser, sondern einfach nur „gewohnter“.

Erst wenn du analysierst, wo genau die Herausforderung liegt (Fingersatz, Bewegungsrichtung, Artikulation, Körperfunktionen, Luft, etc.), kannst du gezielt nach Lösungen suchen.

Der Mythos, dass allein die Übezeit ausschlaggebend sei ist natürlich längst überholt. Dennoch hält sich eine gewisse Bruteforce-Mentalität hartnäckig.

Eigentlich sollten vor jeder Übe-Einheit zwei wichtige Fragen stehen:

  • Wo genau liegt die Schwierigkeit/Herausforderung in meiner Stelle? Wie kann ich sie lösen?

  • Was ist mein Ziel für diese Übe-Einheit? Was genau möchte ich in meiner Übe-Zeit verbessern?

Vom Problem zur Lösung

Sujet Kreativ Üben

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