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Zeichen der Zeit

Diese Post aus der Wunderkammer wird durch Mitglieder ermöglicht und ist dadurch kostenfrei für alle. Für Mitglieder mit dem Paket “Brauner Bär” gibt es diesmal wieder ein feines Extra - ich bin gespannt, was ihr daraus macht! 🙂 Warum deine Mitgliedschaft im Moment besonders viel bewirkt und warum diese Ausgabe anders ist als bisherige, erfährst du am Ende.

Bevor es gleich rein geht ins Thema …

1000 Dank für eure wunderbaren Rückmeldungen zu meiner Umfrage aus dem letzten Newsletter. Leider musste ich feststellen, dass der Fragebogen auch bei mir nach einer Weile verschwindet und habe nun weder Zugriff noch kann ich euch persönlich antworten. Ich habe mir aber VIELE Notizen gemacht und bin bereits dabei, eure Antworten in der Wunderkammer und in die Angebote für Mitglieder einfließen zu lassen. 🙃

Zeichen der Zeit

Wenn wir von den “Zeichen der Zeit” sprechen, ist damit alltagssprachlich meist gesellschaftliches oder politisches gemeint. Ich wollte wissen: was steckt noch hinter dieser Phrase? Die Frage begegnete mir an einem eiskalten Morgen im Dezember kurz nach Sonnenaufgang auf einem Berggipfel in den Vogesen und begleitete mich durch den Restwinter und beginnenden Frühling. Und genau dahin nimmt dich mein Essay “Zeichen der Zeit” mit. 

Ich hatte dabei erwartet, über Krokusse oder den Geruch von Bärlauch zu schreiben, aber je länger ich mit diesem Fokus unterwegs war, desto mehr drängten sich unerwartete Bedeutungsebenen in meine Wahrnehmung - und in den Text. Genau hier ist es, wo das Schreiben für mich persönlich spannend wird. Wenn wir von Impulsen ausgehen - einer Frage, einem Wort, einem Zitat - ohne fixiert zu sein auf ein bestimmtes Ziel oder eine Form, wenn sich unsere Gedanken frei bewegen dürfen, ohne Angst vor Kritik, Wertung. Wenn wir von Schreibenden zu Lesenden unserer eigenen Worte werden und staunen dürfen statt “produzieren” zu müssen. Deshalb sind das Schreiben und das Teilen von Schreibimpulsen für mich so eng verbunden

Wie von selbst ergeben sich aus einem gereiften Text die Samen für unzählige nächste. Und deshalb findest du auch unter diesem Essay wieder (kostenfreie) Schreibimpulse zum selbst schreiben. Hier findest du (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) außerdem eine kurze Anleitung für die grundlegende Methode des “Wilden Schreibens”. 

Ein Jahr in Haiku

In Haiku spielen die “Zeichen der Zeit” eine zentrale Rolle. Die meisten kennen diese jahrhundertealten japanischen Gedichte, wenn überhaupt, ihrer Form wegen: drei Zeilen, aufgeteilt in 5, 7 und 5 Silben je Zeile. So waren sie auch mir lange bekannt. Bis ich im Essay einer Japanologin auf die Besonderheiten hinter dem Offensichtlichen stieß. Welche das sind, wie ich meine eigene Art fand, Haiku zu schreiben und wie ihr das auch könnt, erfahrt ihr im Post “Ein Jahr in Haiku”

Als Mitglied findest du unter dem Post außerdem ein Extra, mit dem du die für Haiku typischen “Jahreszeitenwörter” kennenlernen und eigene für deine Haiku finden kannst.

Werde Mitglied in der Wunderkammer! Damit unterstützt du von einer fühlenden Kreatur geschriebene Texte UND ermöglichst dir selbst echte, eigene Schreiberlebnisse in einer künstlicher werdenden Welt. Mir wiederum ermöglicht deine Mitgliedschaft die Stabilität, beides für dich mit menschlicher Intelligenz und über Jahre erarbeiteten Fähigkeiten schreibend und zeichnend zu erschaffen. Win-win, oder? 😊

Für mich war es persönlich ein ziemliches Stolpern in das neue Jahr. Über manches davon werde ich sicherlich zu einem späteren Zeitpunkt schreiben. Natürlich ist immer die Hoffnung da, dass es nach Turbulenzen wieder ruhiger wird. Aber als Selbständige ohne Team muss gelegentlich auch mal das Pragmatische über das Ideale gestellt werden. 🙃 Deshalb werde ich in Zukunft alles etwas kürzen und straffen - und euch dafür öfter schreiben.

Wenn du schon einmal darüber nachgedacht hast, Mitglied der Wunderkammer zu werden - als Lesende oder Schreibende, mit Zugriff auf alle bisherigen und kommenden Extras - ist jetzt ein Zeitpunkt, an dem dein Beitrag besonders viel bewirkt. Auf persönlicher, aber auch auf struktureller Ebene. Online sichtbar zu sein ist durch die Enshittification (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) von Social Media und das Nutzen generativer künstlicher Intelligenz als Suchmaschine verflucht schwer geworden - jedenfalls wenn man nicht selbst Teil dieser Entwicklung sein möchte. Die Stabilität durch Mitgliedschaten ist deshalb für kleine Selbständige wie mich wichtiger denn je. 

DANKE an alle, die sich bereits angeschlossen haben! 🥳

Wie du die Wunderkammer noch unterstützen kannst:

✨ Auf das Wundern

und bis bald,

Nadine

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