#11 / Kleine Fluchten
Suse und Hajo überwintern am anderen Ende der Welt und machen Ausflüge

Hola ihr Lieben!
Zunächst mal einen Sack voll Herzchen-Emojis für Saskia, Iris, Susanne, Anne, Sabine und Nina - Ihr habt uns Absolution erteilt. Wir würden gern die Frequenz unserer Newsletter etwas reduzieren. Und Eure Reaktionen waren durchweg wunderbar. Danke.
Derzeit basteln wir ein neues Spezial, das ab April startet. Wir haben viel Spaß beim Produzieren und sind monstergespannt, wie Euch unser kleines Wohnzimmer-Projekt gefällt. Spoiler: 68.
Ach, und noch was: Im April werden wir auf Anregung des geschätzten Kollegen Jens Balzer einen Dia-Abend veranstalten, wo wir Fotos und Filmchen aus Chile zeigen und Tipps zum Überwintern geben. Steady-Unterstützer zahlen den halben Preis und haben ihren Platz im ausverkauften Café Zart sicher.
So, jetzt geht´s los: Wie sich das für Menschen in den besten Jahren gehört, haben wir Ausflüge gemacht. Ein langes Wochenende raus ins Grüne, Beine vertreten, frische Luft schnappen - all das, was wir bei unseren Eltern seltsam fanden. Und auch hier ein fettes Lob für unser Gastgeberland Chile - irgendein Nationalpark findet sich immer in der Nähe. Und der Vulkan mittendrin gehört zur Grundausstattung.
In unserem Montagspodcast schildern wir drei tolle Routen, in der Bonusfolge für unsere Steady-Fans reden wir über ein gewandeltes Verständnis von Wandern, seitdem Hajo den Triathlon (“…und Quadrathlon…”, würde er uneitel ergänzen) drangegeben hat. Hallelujah. Das Großglockner-Drama hat uns auch beschäftigt.
Gewetzt
Chiles Konzept von Wanderwegen ist anders als das unsrige. Hier stürzen sich die Menschen nicht einfach in die Botanik, sondern besuchen einen der zahllosen Nationalparks, nicht alle so spektakulär wie Yosemite, aber von Rangern gepflegt, mit Parkplatz und Aussichtspunkten, ausgeschilderten Wanderwegen und Schutzhütten - gegen eine bisweilen recht sportliche Gebühr von etwa 30 Euro für zwei mit Auto. Es gibt Sozial- und Touristentarife sowie den Seniorenpass ab 60 (diskriminierend, aber lohnend). Wir haben uns stundenlang über Für und Wider von Umsonst- und Gebührenkonzept unterhalten. Haben beide was für sich.
Gemalt
Wir waren überrascht – ein Kunstmuseum auf Chiloé, einer Insel am Rande der Welt? Tatsächlich: Im Parque Municipal der Stadt Castro versteckt sich seit 1988 das Museo de Arte Moderno Chiloé (MAM), ein „unabhängiges Territorium", offen für alle Formen zeitgenössischer Kunst, mit Ateliers und Residenzprogrammen für Künstlerinnen und Künstler aus aller Welt. Das Besondere: Das Museum lebt von Spenden und der Leidenschaft seiner Unterstützer – der Eintritt ist frei. Ein Juwel für alle, die Kunst abseits der ausgetretenen Pfade lieben.
Getrunken
Eigentlich wollten wir die Natur im Puelo Valley genießen – doch dann stand sie plötzlich da: die kleine Familienbrauerei Cerveza Valle del Puelo. Es war heiß. Und staubig. Also hielten wir an. In blinkenden Kesseln werden Lager, IPA und Craft Beer gebraut, mit kristallklarem Andenwasser und mit Hopfen verfeinert, den die ersten Siedler mitbrachten. Wir haben gleich noch ein Lager und ein Pils bestellt . Der Cowboy von nebenan war auch da; er hatte sein Pferd auf dem Parkplatz angebunden.
Geritten
Im Puelo Valley löst man das Alkohol-am-Steuer-Problem auf elegante Weise: Man kommt mit dem Pferd. Und dem Hund, der den Weg nach Hause kennt. Was uns sofort zu den wichtigen Fragen des Lebens brachte: Verliert der Gaucho seinen Reitschein bei positiver Probe? Chefbrauer Pedro grinste nur. Die nächste Polizeistation liegt in Puelo, etwa eine Autostunde und 45 Minuten auf der Fähre entfernt. Hier gilt das Prinzip Selbstverantwortung.
Gesucht
Hajo neigt ja nicht zu Verschwörungstheorien (…sagte der Verschwörungstheoretiker…), aber findet es zumindest seltsam, dass Seehunde, Delfine und allerlei anderes Meeresgetier ausdauernd Purzelbäume schlagen, fiepen und winken. Doch kaum reißt man seine Kamera hoch, sind alle Tiere spurlos verschwunden. Steckt man das Handy weg, sind sie wieder da. Woher wissen die Tiere so präzise, wann man sein Smartphone zückt? Und vor allem: Wann sie wieder auftauchen können? Das ist doch alles kein Zufall.
👉 Hinter der Paywall wartet unser Deluxe-Newsletter mit Videos, Rezepten und allerlei Schabernack. Kann man auch abonnieren und uns gleichzeitig damit unterstützen.
Ein herzliches Hasta, Suse und Hajo
👉 Im Newsletter Eulenpost teilt Suse Waldwissen, Anregungen und Coaching-Übungen sowie Termine für Waldtage und Workshops. Gern abonnieren.
Hier gibt’s die Eulenpost (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)