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Über mich, meine Mutter und meine Großmutter. Und über Hausfrauen.

Dieser Text erschien zuerst am 22.7.2018 in meinem damaligen Newsletter. Ich habe ihn wieder ausgebuddelt, um darauf verlinken zu können.

Hallo,

Wie teilt ihr euch eigentlich zu Hause die Arbeit auf? Die Erwerbsarbeit und die Kinder-Betreuungs-Bespaßungs-und-Erziehungsarbeit, die Hausarbeit, die emotionale Arbeit (oft unter dem Begriff Care-Arbeit zusammengefasst)?

Ich frage das, weil ich feststelle, dass es kaum ein Thema gibt, das mich mehr beschäftigt. Ich habe ja auch schon reichlich Texte darüber geschrieben, zum Beispiel den hier (Si apre in una nuova finestra) oder den hier (Si apre in una nuova finestra) oder den hier (Si apre in una nuova finestra). Und regelmäßig diskutieren mein Mann und ich unsere Aufteilung oder jeder denkt für sich darüber nach, ob das gerade alles so passt oder nicht. Wir erwerbsarbeiten gemeinsam 68 Wochenstunden (Überstunden, private Newsletter schreiben und sonstigen Firlefanz nicht mitgerechnet), er 40, ich 28. Wir haben zwei Kinder, eine Wohnung und einen kleinen Garten - wie viel Stunden Care-Arbeit das sind, könnt ihr euch selber denken. Wir haben dabei reichlich Hilfe: Einmal die Woche kommt eine Putzfrau, beide Kinder sind bis 16 Uhr in der Kita, jeden Montag ist Oma-Opa-Tag und wenn es sonst noch irgendwo eng wird, springen meine Eltern auch ein.

Trotzdem sinken wir fast jeden Abend um neun als völlig erledigte Smartphone-Zombies in die Couch und denken uns: Das geht so nicht weiter, es ist einfach viel zu viel.

Ich denke dann immer mit einer komischen Mischung aus Neid und Unverständnis an meine Mutter, die nicht (erwerbs)gearbeitet hat. Zumindest nicht, als mein Bruder und ich so klein waren, wie meine Kinder jetzt.

Und dann denke ich an ihre Mutter, also meine Oma, und sage zu mir: Jetzt stell dich nicht so verdammt an!

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