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Best-of-seven: Unsere Eishockey-Woche

von Bernd Schwickerath und Christoph Fetzer

In den Best-of-seven blicken wir auf die Highlights der Eishockey-Woche.

Thema der Woche: Die NHL entdeckt Deutschland für sich

Das Podium der NHL-Pressekonferenz am Freitag in Düsseldorf

Am Wochenende hat die NHL einen großen Aufschlag in Deutschland gewagt, genauer: in Düsseldorf. Dort fand nicht nur der „Hockey Day in Deutschland“ statt, dort wurden bei einer Pressekonferenz auch die langfristigen Pläne der Liga in Deutschland verkündet. Wir beantworten die wichtigsten Fragen dazu.

Was haben NHL und NHLPA genau verkündet?

Erst mal natürlich das Offensichtliche: Die NHL will mehr auf den deutschen Markt. Deswegen gibt es nicht nur die beiden Spiele zwischen Tim Stützles Ottawa Senators und den Chicago Blackhawks am 18. und 20. Dezember in Düsseldorf, es soll in den kommenden drei Saisons immer wieder NHL-Pflichtspiele in Deutschland geben. Wo und mit wem, ist noch nicht klar, aber wir können davon ausgehen, dass es in verschiedene Städte geht und dann auch andere Teams mit deutschen Spielern dabei sein werden – ziemlich sicher auch Edmonton mit Leon Draisaitl und Detroit mit Moritz Seider. Die Spiele seien aber nur ein Baustein des Besuchs. „Wir wollen unser Spiel auf allen Ebenen in Deutschland entwickeln“, sagte NHL-Vizechef Bill Daly. Es gehe also nicht nur darum, alte Fans abzuholen und neue zu gewinnen, es gehe auch darum, mehr Kinder zum Eishockey zu bringen.

Wie soll das konkret aussehen?

Das ist nicht ganz klar. Es hieß zwar, die NHL wolle eng mit dem DEB und der DEL zusammenarbeiten. Aber ist in Planungen waren sie vorher nicht eingebunden. Entsprechend gibt es auch noch „keine konkreten Vorstellungen“, sagte Gernot Tripcke. Grundsätzlich seien NHL-Spiele in Deutschland „erst mal positiv“, sagte der DEL-Geschäftsführer, „aber man muss jetzt sehen, wie man sich gegenseitig befruchten kann. Es können nicht nur zwei Spiele sein, das bringt dann keinem groß etwas.“ In der Vergangenheit war das ja genauso: Die NHL kam, spielte und war schnell wieder weg – außerhalb der Bubble erreichte sie kaum jemanden. Jetzt soll das anders sein, aber warten wir erst mal ab, was noch geplant ist.

Wurde da gar nichts zu gesagt?

Nein, überhaupt waren viele der üblichen Phrasen zu hören. Ein Hinweis könnte aber das Logo von „NHL Street Hockey“ sein, das am Freitag in Düsseldorf zu sehen war. Denn natürlich wissen sie auch bei der NHL, dass es in Deutschland nur noch knapp 150 Eishallen und bei vielen Vereine lange Wartelisten gibt. Dass der Sport teuer ist und der Zugang schwierig ist. Vielleicht geht es also auch darum, Kinder außerhalb von Eishallen und günstiger an den Sport heranzuführen. Aber auch dazu sagte niemand etwas Konkretes. Ebenso wenig zu der angedachten Kooperation mit der Fußball-Bundesliga. Nur so viel: Man wolle gegenseitig füreinander werben, die NHL in Nordamerika für die Bundesliga, die Bundesliga in Deutschland für die NHL.

Die deutschen NHL-Stars bei Olympia. Sportlich klappte wenig, aber die Aufmerksamkeit für Eishockey war in Deutschland wohl selten größer. Foto: City-Press

Warum setzt die NHL plötzlich auf Deutschland?

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