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Gehöre ich hierhin?

Ich wollte Logopäde werden, bis ich sah, wie die Logopädie war: hauptsächlich weiß, weiblich, dominant deutschsprachig. Wie es ist, sich als mehrsprachiger, migrantischer Mann in diesem Feld zu bewegen.

Text: Ali Dönmez

Es war Tag der offenen Tür an der FH. Ich setzte mich in die offene Vorlesung. Der Jahrgang bestand aus elf Studierenden und war ausschließlich weiblich und weiß (gelesen). Und ich? Ein migrantischer Mann, mit Türkisch als Erstsprache und einem Nachnamen, den alle falsch aussprachen, weil ich ihn selbst falsch aussprach – sogar als angehender Logopäde. Weil ich nie das Gefühl hatte, dass die richtige Aussprache meines Namens in der Schule Platz hatte. Ich erinnere mich noch genau an meinen ersten Gedanken: „Was soll mein guter Maturaabschluss bringen, wenn das die Studierenden sind, die aufgenommen werden?“ Außerdem muss man beim dreistufigen Logopädie-Aufnahmeverfahren singen. SINGEN! ICH!

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