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Migrant*innen dürfen kein ADHS haben

von Shirin Öksüz

Von klein auf war mir klar, dass ich anders funktioniere. In der Schule wurde mir oft gesagt, ich sei faul, obwohl ich immer mein Bestes gegeben habe, den Erwartungen zu entsprechen. Während andere scheinbar mühelos mitkamen, fühlte sich bei mir alles doppelt so anstrengend an. Konzentrieren war kein Zustand, sondern ein Kampf. Aber statt Unterstützung bekam ich ein Label: zu faul, zu chaotisch, zu dramatisch. Als Migra-Kind hatte ich sowieso immer das Gefühl, ich muss 200% geben, aber als Migra-Kind mit ADHS, schaut die Welt gleich nochmal ganz anders aus. 

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