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My Mistress (2014)

Der sechzehnjährige Charlie findet seinen Vater erhängt in der Garage. Daraufhin erwischt er seine Mutter beim Knutschen mit einem Fremden auf der Beerdigung des Vaters. Das haut den Jugendlichen dermaßen aus der Bahn, dass er mit seiner Mutter gar nicht mehr zurechtkommt. Charlie beginnt, Alkohol zu trinken. Da zieht eine neue Nachbarin in die spießige Vorstadt, die eigentlich so gar nicht zum Ort passt: die wunderschöne Französin Maggie verdient ihr Geld als Domina. Charlie findet einen Draht zu der fast dreimal so alten Frau und entdeckt seine Faszination am BDSM. Es entsteht eine wunderliche Beziehung und eine seltsam unschuldige Affäre zwischen den beiden.

My Mistress von Stephen Lance ist ein australisches Drama aus dem Jahr 2014 mit Harrison Sloan Gilbertson als Charlie und Emmanuelle Béart als Maggie.

Interessant und außergewöhnlich an My Mistress ist, dass hier einmal der weibliche Part älter und sexuell erfahrener als der männliche ist. Wilde Sex-Szenen und SM-Exzesse sucht man hier vergebens. Dieser Film ist eine Arthouse-Romanze, d.h. er ist streckenweise leider etwas langatmig, und es geht vor allem um die ungewöhnliche Liebe zwischen Maggie und Charlie. Ich vergleiche Filme mit derlei realistischen Settings ohne große Schauwerte gerne mit einem meiner Lieblings-BDSM-Filme, dem gelungenen Werk Secretary (2002) von Steven Shainberg. Das ist auch eine Romanze ohne explizite Darstellungen von Sex, aber im Vergleich zu dem hier vorliegenden Werk ungemein unterhaltsam. Man verstehe mich nicht falsch, My Mistress ist kein schlechter Film und das Schauspiel von Harrison Sloan Gilbertson und Emmanuelle Béart ist fantastisch, wirklich fesseln konnte mich aber weder Plot noch Dramaturgie.

https://www.imdb.com/de/title/tt2622874/ (Si apre in una nuova finestra)
Argomento Film