Vor Jahren ist Tricias Mann Daniel spurlos verschwunden. Als ihre kleine Schwester Callie sie besucht und Tricia ihren Mann für tot erklären lässt, wird ihr Haus von Spukgestalten heimgesucht. Die gruseligen Erscheinungen scheinen im Zusammenhang mit einem nahe gelegenen Fußgängertunnel zu stehen, durch den Callie gerne joggt. Als Daniel plötzlich wieder auftaucht, bricht das Grauen über die Schwestern herein.
Absentia ist ein preisgekrönter Low-Budget-Horrorfilm von Mike Flanagan aus dem Jahr 2011. Der US-amerikanische Regisseur Mike Flanagan, später bekannt für Oculus (2013) und die Mini-Serie Midnight Mass (2021), inszeniert hier einen Film, der so gut wie nichts gekostet hat. Die Schauspieler geben ihr bestes, das reicht aber leider nicht, um die meisten Rollen glaubhaft zu verkörpern. Allein Katie Parker und Courtney Bell liegen im Durchschnitt. Die schlimme Synchronisation, die grässliche Kamera und die teils nervigen Dialoge tragen ebenso zum billigen Gesamtbild bei.
Vielleicht tue ich diesem Film unrecht, immerhin fand er seine Fans und einigen Kritikern gefiel er. Ich kann das nicht nachvollziehen. Film ist für mich eine Kunst, bei der die Atmosphäre im Mittelpunkt steht. Dazu muss die Illusion perfekt sein, hier hingegen sehen wir eine Stunde lang wie Leute joggen, Zähne putzen und über ihr uninteressantes Leben reden. Ich möchte eine zauberhafte Fiktion sehen und nicht den Alltag von normierten Menschen, das langweilt mich extrem. Erst im letzten Drittel des Films wird es ein bisschen interessant; die Story-Idee mit dem Tunnel ist ganz passabel. Von spannend ist das Ganze allerdings immer noch weit entfernt für mich. Sicher sieht man dem Werk bereits an, das Mike Flanagan sein Handwerk versteht, aber mitnehmen konnte mich Absentia überhaupt nicht.
https://www.imdb.com/de/title/tt1610996/ (Si apre in una nuova finestra)