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Strange Darling (2023)

Eine junge Frau trifft in einer Kleinstadtbar einen sexy aussehenden Mann. Das Paar findet sich schnell gegenseitig anziehend und fährt zu einem Motel, wo es Sex haben will. Die junge Frau entpuppt sich als überaus mutig und hält es für eine gute Idee, unter dem Einfluss von Drogen BDSM-Sex mit dem Fremden zu haben. Das führt zu allerlei Chaos und am nächsten Morgen macht sie mit einer Schrotflinte bewaffnet auf ihren One-Night-Stand vom Vorabend Jagd. Völlig erschöpft und in Todesangst sucht die namenlose Frau Unterschlupf im Holzhaus eines Alt-Hippiepärchens, das im nahe gelegenen Wald wohnt.

Strange Darling aus dem Jahr 2023 von JT Mollner und mit Willa Fitzgerald und Kyle Gallner in den Hauptrollen ist ein ungewöhnlicher Film. In sechs nicht chronologisch aufeinanderfolgenden Kapiteln wird die wendungsvolle Geschichte erzählt. Strange Darling ist eine wirre aber durchaus originelle Mischung. 70er-Jahre-Bahnhofskino-Stil (incl. einem Hinweis zu Beginn, dass der Film auf 35 mm gedreht ist), die typisch postmoderne Erzählweise aus den 90er-Jahren und Figuren sowie Themen von heute treffen hier gekonnt zusammen. Man weiß bei dem Film nie ganz, woran man ist. Das ständige Hin und Her fordert an manchen Stellen zwar heraus, rutscht aber nicht in anstrengende Kunstfilmklischees ab.

Inhaltlich spielt Strange Darling mit Klischees, Rollenbildern und Erwartungshaltungen und bricht diese in unerwarteten Wendungen. Die pauschale Erzählung, nach der Frauen stets die Opfer von Männern sind, wird hier intelligent dekonstruiert. Wieder einmal zeigt sich, dass die nicht gehypten Independent-Filme handwerklich wie storymäßig den großen Produktionen oft um Längen voraus sind.

https://www.imdb.com/title/tt22375054/ (Si apre in una nuova finestra)
Argomento Film