Die Abiturientin Tina genießt ihr junges Leben mit Partys, Drogen und Techno. Eines Tages wird sie von einem hinreißenden, kleinen Dämon besucht, der ab sofort in ihrem Zimmer lebt. Doch ihre Eltern glauben ihr nicht, was sie über das Wesen zu erzählen hat, und zwingen Tina stattdessen zu einer Psychotherapie. Als die Eltern Tinas süßen Begleiter endlich sehen, flippen sie komplett aus und rufen die Polizei. Jetzt muss Tina ihren kleinen Freund, den Nachtmahr, aus einem Krankenhaus retten, in dem er von Menschen misshandelt wird. Sie ist auf mysteriöse Weise mit dem Wesen verbunden - was er ertragen muss, spürt auch sie. Als Tinas dämlicher Vater den kleinen Kerl tötet, ermordet er auch seine Tochter.
Der Nachtmahr ist von dem Regisseur, Schriftsteller, Bildhauer und Straßenkünstler Achim Bornhak, der das Werk 2015 unter seinem Künstlernamen "AKIZ" herausbrachte. Acht Jahre zuvor drehte er den recht erfolgreichen Film Das wilde Leben (2007), in dem Bornhak die Erinnerungen von Uschi Obermaier nacherzählte. Carolyn Genzkow spielt die Hauptrolle der Tina, in weiteren Rollen sehen wir Sina Tkotsch, Wilson Gonzalez, Arnd Klawitter und Julika Jenkins.
Der Nachtmahr ist ein ganz besonderer Film, der viel mit Musik, Tönen, Licht- und Stroboskopeffekten arbeitet. Das mutet teils wie ein düsterer Drogentrip an. Die für einen deutschen Film sehr ungewöhnliche Bildsprache und die großartige Musik verschmelzen mit der surrealen Story, die mich ein bisschen an Franz Kafkas "Die Verwandlung" erinnert, zu einem wunderschön gemachten Gesamtkonzept. Zusätzlich sorgt die kleine Nachtmahr-Kreatur dafür, dass das Mystery-Drama einer meiner absoluten Lieblingsfilme geworden ist.
https://www.imdb.com/de/title/tt3141498/ (Si apre in una nuova finestra)