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Ich schreibe über mein Leben mit zwei Cochlea Implantaten und chronischer Erkrankung, mal satirisch, mal nachdenklich.
di Diana, frau_kruemelkuchen

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Wer hier schreibt – und warum das nicht still bleibt Ich heiße Diana. Und ich bin: – taub. – voll implantiert. – mitten in Perimenopause ohne Pause. – Mutter zweier Teenager. – beruflich wählte ich Steuerrecht  (freiwillig!). – leidenschaftlich ketogen ernährt. – chronisch krank (wählte ich nicht nicht freiwillig) – geistig topfit mit neurodivergentem Charme. (Jo, ich halt) – und obendrein auch noch verheiratet. Kurzum: ein unglaublich harmonisches Gesamtkunstwerk aus Hormonchaos, technischer Aufrüstung und viel Satire. Ich schreibe, weil ich sonst explodiere. Nicht dramatisch. Eher so in der Art eines kunstvoll unterdrückten Seufzers, der sich als Ironie tarnt. Oder als philosophische Betrachtung über den Klang des Kaffeemahlwerks bei 80 dB. Denn meine Welt ist nicht leise – sie ist nur selektiv beschallt. Dank zweier Cochlea-Implantate – ein halb äußeres (Hörlibert) und ein vollimplantiertes Experimentalwunder namens Hörmine (Teil einer internationalen Studie, TICI – Totally implanted Cochlea Implant – ich bin quasi der Tesla unter den Tauben) – kann ich wieder hören. Irgendwie. Irgendwas. Irgendwann. Selektiv und zeitgesteuert. Manchmal klingt meine Nachbarin wie eine Klarinette im Nebel. Manchmal klingt mein Salat wie ein Lava-Ausbruch und gleicht einem Angriff auf meine Synapsen. Manchmal klingt mein eigener Kopf beim Streicheln, als breche ein Wildschwein durchs Unterholz. Ich erlebe eine unglaublich spannende Zeit. Und hey – ich kann Musik wieder fühlen, hören, wahrnehmen. Nicht alles. Aber viel. Ich kann Untertitel überleben. Ich kann in der Sauna mitreden. Also rein technisch. Was ich nicht (mehr) kann? – Smalltalk ohne mentale Synchronübersetzung. – Multitasking in lärmenden Räumen. – Gespräche, bei denen der Satz „Ach, war nicht wichtig“ fällt, ohne innerlich zu explodieren. Oder morgens gleich mit Ton starten. Nachts oder wenn ich eine Pause brauche, höre ich nichts. Kein Gewitter, keinen Rauchmelder - auch nicht meine Stimme... Ich schreibe also auch, weil ich etwas sagen will. Über das Hören, das Nichtverstehen, das Dauer-Entschlüsseln, über das groteske Theater von Inklusion mit Designer-Vorhängen und der falschen Akustik. Ich schreibe über das Leben mit einer Hörbehinderung, mit einer autoimmun Erkrankung, mit Erschöpfung, mit Teenagern und Tax-Rulings (nein, Letzteres erspare ich euch) Ich schreibe über Zärtlichkeit, die nicht gehört, sondern erfühlt wird. Und ich schreibe über das Selbstverständliche – das für viele nie selbstverständlich war. Meine Texte changieren irgendwo zwischen Essay, Erlebnisbericht und akustischer Seelenmassage. Sie sind durchzogen von Selbstironie, weil man mit zwei CI und einer Autoimmunkrankheit sowieso nie weiß, ob der heutige Tag ein Drama, ein Kabarett oder eine halbdokumentarische BBC-Serie wird. Ich bin keine Heldin. Ich bin auch kein Cyborg mit Superkräften. Ich bin ein Mensch, der sich manchmal morgens fragt, ob die Energie für Duschen, Diskutieren oder Weltrettung reicht – und sich dann für einen klugen Satz entscheidet. Was dich hier erwartet: – Textliches Dauerwellenreiten zwischen Poesie und Polemik – Alltagstaugliche Satire für alle, die sich gelegentlich fragen, ob sie noch ganz richtig hören – oder schon bei mir mitlesen sollten – Einblicke in das Leben mit Hörbehinderung, ohne Betroffenheitspathos – Reflexionen über Klang, Körper, Kommunikation und das feine Spiel zwischen Wahrnehmung und Wirklichkeit – Geschichten vom Hörenlernen, vom Nicht-Aufgeben, von digitaler Nähe und analoger Sehnsucht – Und immer wieder: Hoffnung. Humor. Hochdeutsch mit Tiefgang. Du bist hier richtig, wenn du... – die Stille für mehr hältst als nur die Abwesenheit von Lärm – Lachen nicht als Flucht, sondern als Stilmittel begreifst – dich nach Texten sehnst, die nicht schreien müssen, um gehört zu werden – wissen willst, wie man mit einem vollimplantierten Ohr durch den Alltag tanzt, während im Hintergrund der Hund pupst, der Sohn um Hilfe bei Mathe bittet und das Nervensystem Steuerformulare rückwärts buchstabiert. Willkommen in meiner Welt. Sie ist ein wenig schräg, oft erschöpfend, aber voller Töne, die das Leben mir schenkt – manchmal durch die Luft, manchmal durch die Stirn, manchmal mitten durchs Herz. Und manchmal klingt sie einfach nur nach mir.

Das Leben bringt uns mitunter täglich eine kleine oder große Herausforderung, mit der wir umzugehen haben. Es hält Überraschungen parat, mit denen wir doch in Leben nicht gerechnet hätten. 

Manchmal voller Satire, mal voller kräftezehrenden Elementen. 

Auch mein Alltag mit der Ertaubung, dem neuen Hören mit zwei Cochlea Implantaten, mit einer autoimmun Erkrankung, beginnender Perimenophase und zwei Teenagern ist der Alltag und das Leben ein buntes hormongeladenes Pottpourrie der Ereignisse....