✶ Aszendent Eiswürfel✶ Carla Mittmann glaubt nicht dran ✶ Adorno war übrigens Jungfrau✶ Ingeborg Bachmann suchte nach Astro-Twins✶ Feedback-Liebe✶ Das Jahr 1970 als Soundwolke✶
(Si apre in una nuova finestra)WILLKOMMEN IM FAULSTEN ALLER MONATE,
im Juli - dem frechen Anarchisten unter den Monaten, dem Leistungsdruck-allergischen Slacker, dem legeren Lazyness-Artisten, dem komplett Stress-unwilligen Ferienmonat schlechthin. Angesichts der um sich greifenden Hängemattenstimmung lasse ich in diesem Letter so gut wie alle Vernunft fahren - und liefere einigen Astro-Content (immerhin mit Theodor Wiesengrund Adorno im game!).
Außerdem habe ich mal wieder Ingeborg Bachmann (an)gelesen. Und eine Menge wertvolles Feedback von Ihrer mitlesenden Seite durfte ich genießen - yeah! Und dann hab ich noch ein wenig in das Jahr 1970 als Soundwolke hineingelauscht.
Wie immer gilt: Es wird hier nix abgefragt - was Sie interessiert, lesen Sie - was Sie kalt lässt, überfliegen Sie bloß - oder schauen es sich später noch mal an - oder ignorieren es ganz - so mein freundlicher Vorschlag (er kommt von Herzen, eh klar).
Und nun: Fächer in die Hand und - los!
CARLA MITTMANN, ASZENDENT EISWÜRFEL, WILL’S NOCH MAL WISSEN
THE STARS DOWN TO EARTH (Si apre in una nuova finestra): ein hübsch doppeldeutiger Buchtitel, nicht wahr? Er ziert einen Band von Theodor Wiesengrund Adorno, dem alten weißen Mann meines Vertrauens (wie ich ihn an anderer Stelle einmal nannte).
In seinem kalifornischen Exil (Flucht vor den Nazis) beschäftigte Adorno sich ausgiebig mit Zeitungshoroskopen, in den frühen 1950ern erschien seine Studie dann in Buchform (bis heute nur auf Englisch), später flocht er seine horoskopischen Erkenntnisse in seine Überlegungen zum sekundären Aberglauben ein.
In einer TV-Sendung aus dem Jahr 1958 kommt Adorno (Sternzeichen Jungfrau, übrigens) mehrfach zu Wort - ein tolles Fernseherlebnis, die ganze Sendung!
https://www.youtube.com/watch?v=shft309lnCI (Si apre in una nuova finestra)Und wer hat sich nicht nur jene Sendung angesehen, sondern auch Adornos STARS DOWN TO EARTH-Studie intensiv studiert?
CARLA MITTMANN - die Heldin des “leichtfüßigen”, “klug konstruierten”, “scharf beobachteten”, “unterhaltsamen”, “sarkastischen”, “garstigen”, “politischen”, “präzisen”, “metaphysischen”, “temporeichen”, “bilderreichen”, “ausgeklügelten”, “pointierten”, “souveränen”, “witzigen”, “faszinierenden”1 Romans STARS (Si apre in una nuova finestra), dessen Veröffentlichung ich mir im April 2025 erlaubt habe, im Hause Hanser Berlin.
Hier sehen Sie das Cover - und daneben das, äh, Geburtshoroskop des Romans:

In der Urversion, Hard Cover mit Schutzumschlag, kam der Roman STARS also im Sternzeichen Widder zur Welt.
Demnächst erscheint die Taschenbuchvariante - am 21. Juli, nunmehr im Zeichen des Krebses, zufällig dem Zeichen, in dem auch die Urheberin den Planeten Erde betrat.
CARLA MITTMANN, die zunächst extrem astrologieskeptische Romanheldin, will es also noch mal wissen.
Sollten Sie dieses geistreiche Werk von 251 funkensprühenden Seiten noch nicht kennen (es wäre ja kaum zu glauben), können Sie es nun also auch in der handlicheren Version (vor-)bestellen, die portofreie Lieferung versteht sich von selbst, eine großzügige Gutschrift auf dem Karmakonto sowieso.
Wer nun sofort etwas tiefer in den abergläubischen Tümpel tauchen mag, kann auch in den Recherche-Juwelen stöbern, die ich während der Arbeit an den STARS zusammengetragen habe, unterschiedlichste Materialien, die im Roman nicht vorkommen, aber dennoch faszinierend sind, von grotesk bis entsetzlich. In meinem alten Homepage-Blog finden sich drei Beiträge dazu:
Über drei selbst ernannte HELLSEHERINNEN (Si apre in una nuova finestra)aus dem frühen 20. Jahrhundert
Über den FRANK SINATRA DES ZODIAK (Si apre in una nuova finestra) (womöglich einer der schlechtesten Sänger der Welt)
Über DIE DUNKELSTE SEITE DES MONDES (Si apre in una nuova finestra), wie Faschisten, Rassisten, Antisemiten und andere Menschenhasser die Astrologie seit jeher missbrauch(t)en
AUCH “DIE BACHMANN” FLIRTETE MIT DEM WELTALL
Federico Fellini und Lady Diana Spencer, Susan Sontag und Axel Springer, Nancy Reagan und Joseph Roth: Nur ein halbes Dutzend von einer ganzen Menge großer Persönlichkeiten, die sich mehr oder minder innig mit der Astrologie beschäftigten - sich mehr oder minder offen dazu bekannten - und mehr oder minder überzeugt auch daran glaubten.
Einer der berühmtesten Astro-Junkies überhaupt war Johann Wolfgang von Goethe, zu Beginn seiner Autobiografie DICHTUNG UND WAHRHEIT schreibt er über seine Dichterfürsten-Geburt:
Die Konstellation war glücklich: die Sonne stand im Zeichen der Jungfrau und kulminierte für den Tag; Jupiter und Venus blickten sie freundlich an, Merkur nicht widerwärtig, Saturn und Mars verhielten sich gleichg(i)ltig.
Auch die österreichische Schriftstellerin Ingeborg Bachmann hat sich immer mal wieder mit der Astrologie eingelassen, zumindest oberflächlich, Spuren davon finden sich in mehreren ihrer Texte, auch in ihrem bekanntesten Werk, dem Roman MALINA (Si apre in una nuova finestra) von 1971.

Aktuell war Ingeborg Bachmann ja gerade auf allen Kanälen zugegen. Zum einen hätte am 25. Juni ihr 100. Geburtstag stattgefunden, wäre sie nicht mit 47 in ihrer römischen Wohnung mit einer glimmenden Zigarette eingeschlafen, was zu einem Schwelbrand und letztlich zu ihrem Tod führte.
Zum anderen fand im österreichischen Klagenfurt die 50. Ausgabe des nach ihr benannten Bachmann Bewerbs statt, das alljährliche “literarische Wettlesen” samt Verleihung des Bachmann Preises. Die drei Preisträgerinnen und der eine Preisträger2 sind aufs Herzlichste zu beglückwünschen! (Mehr zum Thema “Preis-Literatur” kurz noch gegen Ende dieses Beitrags.)
Bachmann hier, Bachmann da, erstmals seit längerer Zeit las ich deshalb kürzlich wieder mal in MALINA hinein.
Warum ich bei Bachmanns MALINA schlechte Laune bekomme
Mein intensivste Bachmann-Phase lag in meinen späten 20ern, frühen 30ern. Ein glühende Bachmann-Anhängerin war ich allerdings nie. Mit dem stellenweise hohen Ton in ihrer Lyrik konnte (und kann) ich wenig anfangen, er berührt mich weniger, als dass er mich abstößt, und ihre, nun ja, Männergeschichten gingen mir schon in jüngeren Jahren eher auf den Geist, als dass sie mich fesselten.
Bachmann hat sich bekanntlich ausführlich mit (ihren) Gefühlswelten auseinandergesetzt. Einerseits lässt sich das als feministischer Ansatz auslegen - wie es vor allem viele Frauen, darunter die hochverehrte Elfriede Jelinek, sahen und sehen.
Andererseits lässt es sich auch genau gegenteilig interpretieren: als Wühlen, Suhlen, Raunen in einer angeblich typisch weiblichen Emotions-Ursuppe - als literarisierte Verfestigung eines der übelsten Geschlechterklischees überhaupt. Als ob Frauen von Natur aus fürs Fühlen mehr Talent hätten als fürs Denken. Als ob es der Naturgewalt Emotion quasi ausgeliefert wäre, das dauer-bebende Tierchen Frau.
So, ungefähr, wirkt es im Roman MALINA jedenfalls - zumindest auf den ersten Blick. Das “weibliche” und das “männliche” Prinzip sind darin zunächst recht streng getrennt: Die Erzählerinnenfigur ist eindeutig “weiblich” gezeichnet. Sie hat vor allem in ihrer Jugend einige sexistische Attacken, Übergriffe, Psycho-Gewalt erfahren und macht sich nun, als Erwachsene, wegen einer komplett bescheuerten, sozusagen dysfunktionalen Beziehung zu einem älteren Mann namens Ivan schier verrückt. Und dann gibt es da noch die titelgebende männliche Romanfigur Malina. Erst nach und nach stellt sich heraus, dass es sich bei diesem Malina wohl nicht um einen realen Mitbewohner der Erzählerin handelt, sondern um eine Fantasie - um den sozusagen “männlichen” Anteil der Erzählerinnenseele, den rationalen Part ihres Geistes, das vernunftgetriebene, gegen ausufernde Gefühlswallungen weitgehend immune Über-Ich der Hauptfigur.
“Ja, dann BEFREI ihn doch endlich, deinen ,inneren Mann’!”, wollte ich der Erzählerin auch jetzt wieder die ganze Zeit zurufen. Oder: “Ja, dann SEI es jetzt doch einfach mal: rational statt dramenbesoffen! So LERNE doch aus den Verletzungen und Unverschämtheiten, die dir angetan wurden, so LÖSE dich halt von den miesen Spielchen mit deinem blöden Lover, so LASS’ halt das Dauergebettel um sogenannte Liebesbeweise, die das Komma nicht wert sind, Himmelherrgottnochmal!”
Womöglich spricht eine solch heftige Reaktion für die Kraft der Literatur. (Wer wüsste es so genau zu sagen?)
Der Roman MALINA endet mit dem berühmten Satz “Es war Mord” - und das, diese allerletzte Zeile, ist dann die lang ersehnte Erlösung. Denn was da in dem Roman am Ende “ermordet” wird, ist, meinem Verständnis nach, das, was heutzutage manchmal als “toxische Weiblichkeit” bezeichnet wird (toxisch für alle, insbesondere für die Frau selbst). Niemand stirbt in diesem Roman tatsächlich, es fließt kein Blut - bloß die aggressiv-sentimentale Tranfunzeligkeit der Erzählerin geht ein für allemal über den Jordan - Erleichterung! Insofern hat der Roman MALINA, bei aller Düsternis, also ein Happy Ending. Und das ist dann das feministische Element, das auch ich daran erkennen kann.
Zur “Astro-Zwilling”-Fantasie in Bachmanns MALINA (und bei uns daheim)
Auf die Gefahr hin, auch der Vulgärastrologie ins Gehege zu kommen, weil ich mir die Zusammenhänge hoch oben über uns einbilden darf, wie ich will …
… sagt die MALINA-Erzählerin an einer Stelle - und überlegt, mit welchen großen Persönlichkeiten sie ihr Geburtstagsdatum wohl teilt:
Während manche Menschen an Tagen geboren sind, wie dem 1. Juli, an dem gleich vier hochberühmte Leute geboren sind, oder am 5. Mai, an dem sich die Weltverbesserer und Genies drängen und ihre ersten Schreie ausgestoßen haben, konnte ich nie herausfinden, wer die Unvorsichtigkeit begangen hat, sein Leben auch an dem Tag anzufangen, der für mich der erste war.3
Ich schätze: Eine Menge Menschen haben Ähnliches auch schon mal gedacht - haben aufgehorcht, wenn sie zufällig feststellten, das Polikerin X, Sportler Y oder Künstlerin Z im selben Sternzeichen oder gar am exakt selben Tag zur Welt kam wie sie selbst - als ob damit beweisen wäre, dass man auch selbst wenigstens ein klitzekleines bisschen was Besonderes ist, ganz eventuell.
Etliche Jahre lang war auch ich anfällig für derartige Astro-Zwilling-Fantasien, nur deshalb habe ich mir gemerkt, dass Ingeborg Bachmann und ich das Zeichen teilen.
Mit der Zeit fiel mir auf, dass eine ganze Reihe weiterer Schriftstellerinnen und Schriftsteller als Krebse unterwegs sind oder waren, auch diese habe ich mir alle gemerkt:
Walter Benjamin
Julie Burchill
Hans Fallada
Jörg Fauser (exakt dasselbe Datum wie ich!)
Ernest Hemingway
Hermann Hesse
Franz Kafka
Wolfgang Koeppen
Marshall McLuhan
George Orwell
Hunter S. Thompson
Auch der Anti-Nazi-Jurist und Initiator der Frankfurter Auschwitzprozesse, Fritz Bauer (wieder exakt dasselbe Datum!), die Künstlerinnen Frida Kahlo und Tracey Emin, die Schauspielerin und Tänzerin Ginger Rogers (dasselbe Datum again!) die Musikerin Lana DelRey und die Ur-Feministin Emmeline Pankhurst zählen zur Zeichen-Verwandtschaft.
Der astrologischen Selbstüberschätzung sind praktisch keine Grenzen gesetzt - yeah!
Oder: doch.
Sehr schnell verfliegt der kosmologische Selbsterhöhungszauber wieder, kaum dass man sich mal genauer geschaut, wer noch so alles zu den Sternzeichen-Cousins und -Cousinen zählt, auch jenseits des persönlichen Vorlieben- und Interessenkosmos.
In meinem Fall sind das zum Beispiel Elon Musk und Angela Merkel, David Hasselhoff und Otto Waalkes, außerdem die Vereinigten Staaten von Amerika (das ganze dicke Ding!) sowie - wieder exakt dasselbe Datum - Sahra Wagenknecht und - ebenfalls dasselbe Datum und noch dazu dasselbe Jahr (!): Katherina Reiche.
Womit aus meiner Sicht wieder einmal aufs Anschaulichste bewiesen wäre, dass der Astrologie nicht über den Weg zu trauen ist. Amen.
FEEDBACK-LIEBE
Etwas Wunderbares ist eingetreten: Die Zahl der Mitlesenden in dieser kleinen Digital-Journal-Clique wächst - und damit auch die Rückmeldungen zu diesem oder jenem Beitrag. Hier 3 Feedback-Highlights zum vorherigen Letter:
Schreibtischporno is real!
Neulich habe ich hier über die Schreibtischpornografie (der auch ich manchmal erliege) laut nachgedacht (Si apre in una nuova finestra). Einige Reaktionen erreichten mich darauf, die einen voll heller Zustimmung, die anderen mit höflich vorgebrachter Skepsis.
Die charmanteste - und im wahrsten Sinne des Wortes greifbarste - Reaktion kam von Marc Degens (Si apre in una nuova finestra), der nicht nur Bücher (Si apre in una nuova finestra) schreibt, sondern auch den sympathischen kleinen Sukultur Verlag (Si apre in una nuova finestra)(mit)gegründet hat. Dort hat er 2021 er dieses Bändlein veröffentlicht, das er mir neulich zusteckte: DAS ICH DER GESCHICHTE (Si apre in una nuova finestra) - darin ein Dutzend Fotoporträts seiner wechselnden Schreibtische.

Degens hat länger in Kanada, in Armenien und was-weiß-ich-noch-wo gelebt, ist also ganz schön rumgekommen. Gut möglich, dass der Blick auf die jeweilige Schreibumgebung, Schreibmöblierung, Schreibraumgestaltung dabei eine andere Schärfe annimmt, dass diese Frage beim Dauervagabundieren existenzieller wird. Wie auch immer, über dieses aufmerksame und kollegiale Geschenk freue ich mich sehr, ein herzliches Merci auch hier in aller Öffentlichkeit noch mal, lieber Marc Degens!
Preisgekrönte Bücher sind nicht automatisch mies! Okay, manche schon - andere aber nicht!
Ebenfalls neulich hatte ich hier den aktuellen Roman des Booker-Prize-Trägers David Szalay gelobt (Si apre in una nuova finestra) - was bei einem anderen befreundeten Schriftsteller großes Unverständnis, ja sogar mildes Entsetzen hevorreif
Oberflächliche, hohle, leblose Figurenzeichnung, billige Männlichkeits-Klischees, unglaubwürdige, stellenweise auch erwartbare Handlung, öde, fantasielos, dünn: So lautet, grob zusammengefasst, das vernichtende Urteil des Kollegen. Da ich ihn für außerordentlich klug halte, extrem belesen sowieso, gebe ich sein David-Szalay-Urteil hiermit gern weiter. Gut möglich, dass ich mich in diesem Fall täusche und der Kollege recht hat. (Auch, dass wir beide recht hätten, wäre denkbar.)
Jemand anderes wies mich darauf hin, dass die moderaten Sticheleien gegen deutschsprachige “Preis-Literatur” im vergangenen Letter als Neid oder Missgunst ausgelegt werden könnten. Um derartige Missverständnisse auszuräumen, hier nun schnell dieses Bild, zwei Spitzenromane zweier mehrfach preisgekrönter deutschsprachiger Gegenwarts-Schriftstellerinnen, knallernst gemeinte Leseempfehlungen:

Links: Der Roman DIE HOLLÄNDERINNEN (Si apre in una nuova finestra) von Dorothee Elmiger, 2025 mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet, und das völlig zu recht. Einer der eigenwilligsten, aufregendsten, rätselhaftesten und zugleich irgendwie … weisesten Romane, die ich seit Längerem las. Schwer zu beschreiben, schlank, stark - am besten wirklich selber gleich lesen!
Rechts: MICHAELA KOHLHAAS (Si apre in una nuova finestra) von Heike Geißler, erst kürzlich erschienen, daher bislang noch nicht preisgekrönt (die Autorin selbst allerdings schon, sogar mehrfach) - eine moderne “Überschreibung” der Kleist-Novelle Michael Kohlhaas, wie es im Klappentext heißt. Ich halte Heike Geißler für eine der interessantesten deutschsprachigen Autorinnen der Jetztzeit, war, zugegeben, beim Titel und Umriss dieses Projekts zunächst etwas skeptisch, stecke lesend noch mittendrin (Ende des ersten Drittels) und bin bis hierhin doch wieder ganz angetan. Falls Sie’s auch lesen: Wie finden Sie’s?
POSTKARTENLIEBE GOES ON
Schauen Sie, schauen Sie, was ich neulich gebastelt (und kurz darauf auch verschickt) hab:

Der kleine Mail-Art-Report (Si apre in una nuova finestra) im vergangenen Letter kam wohl recht gut an. Und führte unter anderem zu einem weiteren Voll-Mitglied dieser kleinen Veranstaltung hier - juhu!
Diesmal handelt es sich um eine weibliche Teil-Mäzenatin, eine hochsympathische Person aus dem Rhein-Main-Gebiet, der ich (wie in den AGB vereinbart (Si apre in una nuova finestra)) zum Dank für ihre freundliche, zugewandte, interessierte Unterstützung die obige Karte schickte, ein Unikat, ein Unikat!
Mäzen No. 1, Herr X aus Bayern, wird bei nächster Gelegenheit auch so etwas bekommen. Und wenn auch Sie scharf wären auf ein solches Kunstwerk (keine falsche Scheu, nennen wir die Dinge doch beim Namen!), müssten Sie gar nicht viel tun, bloß behutsam den folgenden Button klicken:
KATOWICE STEHT IMMER NOCH!
Nur habe ich die Fortsetzung des kleinen Reportage-Reise-Experiments rund um diese polnische (Ex-)Industriemetropole noch nicht geschafft. Die Folgen 1 und 2 finden sich hier (Si apre in una nuova finestra).
Folge 3 kommt demnächst, mit sehr viel weniger Text (versprochen!), dafür mit einer aussagekräftigen Fotolawine (ebenfalls versprochen!). Das kündige hiermit schon mal an, damit Sie sich nicht wundern, wenn Katowice demnächst in Ihrem Mailfach landet.
UND JETZT …
… haben Sie erst mal wieder Ihre Ruhe.
Wobei - sollten Sie gerade wahllos Lust auf ein wenig wahllose Musik haben, stünden Ihnen hier unten noch vier Videos zur Verfügung.
Angesichts meiner bevorstehenden nächsten Etappe im Erwachsenwerden (schon fast 56 Jahre lang engagiere ich mich in dieser Hinsicht), habe ich mal geschaut, wie das Jahr 1970 als Sound so klingt, und kam auf die folgenden 4 Preziosen (die ersten 3 davon stehen auch in meinem Plattenschrank).
Es verbleibt mit freundlichen Grüßen: immer die Ihre, KK
https://www.youtube.com/watch?v=0tx8GiTFK-I (Si apre in una nuova finestra)https://www.youtube.com/watch?v=vSPnHjq_1hk (Si apre in una nuova finestra)https://www.youtube.com/watch?v=OlYxo8hEIpQ (Si apre in una nuova finestra)https://www.youtube.com/watch?v=hWUiLJnEYJI (Si apre in una nuova finestra)Die begeisterten Adjektive sind diversen STARS-Rezensionen aus Presse und Rundfunk entnommen ↩
Von den 14 vorlesenden Teilnehmenden des diesjährigen Bachmann Wettbewerbs waren 10 weiblichen und 4 männlichen Geschlechts, die Frauen-Männer-Quote lag also bei 71% zu 29%. Auch die Jury war mehrheitlich weiblich besetzt, 4 Frauen, 3 Männer. Dies merke ich nur für den Hinterkopf mal eben an - weil die Debatte über die Beteiligung von Frauen im sogenannten Literaturbetrieb ja immer mal wieder ein Thema ist. Und das völlig zu recht, wie ich finde. Und gerade wenn man jene Debatte ernsthaft führen möchte, nicht an der Theorie, sondern an der Praxis orientiert, gilt es, solche Vertilungs-Fakten wie aktuell in Klagenfurt wahrzunehmen und auch zu benennen. ↩
Ingeborg Bachmann: “Malina. Roman”, Suhrkamp Taschenbuch, Frankfurt am Main, 1980 ↩