
21.03.-19.04. Widder
Aus dem Buch «Transformation im Medizinrad».
Dieser Mondmonat ist der erste Mond, der dem Geist des Ostens zugeordnet ist.
Er beginnt mit der Frühlingstagundnachtgleiche, dem Durchbruch und des Sprießens des Lebens. Hier schlagen wir unsere Wurzeln, die noch jung und zart, aber dennoch unser Fundament ist.
Sie hätten regelmäßig Liebe, Fürsorge, Sicherheit und Geborgenheit gebraucht, damit sie sich Entwickeln können.
Die Botschaft: Du bist nicht geerdet, weil du nicht in deinen Gefühlen bist.
Wie sehen deine Wurzeln unter deinen Füssen aus?
Hast du genug Liebe bekommen?
Sind sie stark und robust oder eher verkümmert?
Nehme sie mal wahr und spüre da hinein, denn wenn du als Säugling davon zu wenig bekommen hast, dann sind deine Wurzeln sehr flach.
Also begieße deine Wurzeln mit Fürsorge, Geborgenheit und Sicherheit, mit der ganzen Gießkanne der Liebe.
Die Wurzeln sind dein Fundament für dein Wachstum.
Wenn wir wie ein junger knospender Baum sind, der anfängt zu sprießen, brauchen wir zu der Liebe genauso den Segen unserer Eltern, damit wir uns allumfassend entfalten können. Das ist der Nährboden, auf dem wir wachsen. Wenn nicht, könnte es sein, dass du denkst, dein Leben sei nicht gesegnet und du hättest kein Glück im Leben.
Wenn Blockaden vorliegen, könnten Prägungen im Alter zwischen 1-3 Jahren hier eine Rolle spielen. Dann gehe in Verbindung mit deinem kleinen inneren Kind und finde das „Drehbuch“, was dir gegeben worden ist.
Wenn du dich „leblos“ fühlst, könntest du nur mit dem Überleben zu tun haben, du bist dagegen nicht am Leben. Liegt eventuell ein Trauma in diesen jungen Jahren vor? Ein Krankenhausaufenthalt, eine OP oder warst du sogar eine Frühgeburt und lagst im Brutkasten, ganz allein auf dich gestellt?
Der junge sprießende Baum, das Kindsfeuer, könnte in dir verwelkt sein und bekommt nicht genug Sauerstoff zum Atmen. Kannst du richtig tief atmen, bis nach unten in deinen Bauch hinein? Oder gibt es da etwas, was auf deiner Brust liegt? Deine Lungen sind nicht vollkommen mit Luft gefüllt. Du atmest vielleicht viel zu flach. Das Leben will geatmet werden. Wenn du dich selbst segnest, können deine Blätter sich entfalten und dir den Sauerstoff für deinen physischen Körper bringen.
Segen ist der Sauerstoff zum Leben.
Und wenn du intensiv und tief atmen kannst, dann kann deine Seele vollkommen in deinen Seelenkörper, in dich, hineinfließen.
Und vor allem segne ICH dein Leben. Jetzt. Spüre wie meine Hände auf deinem Kopf liegen. ICH bin dein Höheres Selbst, deine Quelle und ICH segne dich. SO ist es.
Segnen ist die größte Kraft, die wir haben! Warum fängst du nicht an, die Welt zu segnen? Das befreit dich von deiner ständigen Selbstverfluchung und Selbstzerstörung.
Möglicherweise kannst du dann endlich anfangen, das Leben zu bejahen, anstatt mit dem Leben zu hadern.
„Ich bejahe das Leben, immer wieder“.
Und wenn du das Leben bejahst, dann kannst du gleichermaßen anfangen, das Glück zu empfangen. Du bist auf der Suche nach dem Glück in deinem Leben und du tust alles im Außen, damit du glücklich wirst. Du arbeitest vielleicht zu hart oder versuchst, Dinge an dich zu binden, die jedenfalls nicht dein wirkliches Glück sind.
Glück ist die Liebe, die wir für die Welt empfinden.
Keine Arbeit, kein Geld, keine Person kann dich glücklich machen, wenn du das Glück nicht für dich selbst empfängst. Fange an, deine Arbeit im Alltag glücklich zu machen. Das bedeutet, das, was du tust, aus Vergnügen zu tun.
“Hey Arbeit, ich mache dich glücklich.”
Das ist das Kindsfeuer in uns. Fange an, die Menschen glücklich zu machen. Fange an, die Welt glücklich zu machen. Das kann dich aus vielen Abhängigkeiten und Illusionen befreien.
Und nun bedeutet das, dass das, was du tust, einen richtigen und bleibenden Wert für dich hat. Und das macht dich glücklich.
Wenn du möglicherweise als Heiler/in arbeitest, dann hat deine Heilung einen bleibenden Wert für die Menschen und Mutter Erde, wenn du es machst, weil es für dich ein Vergnügen ist. Alles andere ist vergänglich und bringt dir nichts. Spiritualität ohne Herz hat keinen dauerhaften Wert, nicht für dich und schon gar nicht für die Menschen zu dir kommen.
„Meine (Arbeit) Heilung hat einen bleibenden Wert. Und das ist die Kraft, aus der ich schöpfe.“
„Heute fange ich an, mein Leben zu segnen. Heute fange ich an, die Welt zu segnen und die Menschen, die zu mir kommen.
„Mein Leben ist vom Glück gesegnet, weil ich mich selbst segne.“
In diesen ersten Abschnitten unseres Lebens fangen wir an, unsere ersten Emotionen auszudrücken. Wenn du es gelernt hast und dir niemand den Mund verboten hat, ist es gut. Hast du es nicht, darf es jetzt gelernt werden:
„Ich darf meine Emotionen ausdrücken, auch wenn ich mal wütend bin. So ist es.“
Nicht ausgedrückte Emotionen könnten sich sonst in dir anstauen und selbstzerstörerische Auswirkungen haben. Also hau sie raus deine Emotionen. Das ist nur natürlich und du bist doch ein natürliches Kind. Aber bitte pass auf, dass du dabei niemanden verletzt oder deine Energien auf andere überträgst.
Es ist gut möglich, dass das Nervensystem deiner Mutter durch die Schwangerschaft und in den ersten Stunden nach der Geburt auf dein Nervensystem übertragen worden ist und damit trägst du die ganzen Gefühle, Ängste und Emotionen deiner Mutter in deinem Zellsystem. Du bist doch kein Ventil für andere Energien!
“So gebe ich das gesamte Nervensystem meiner Mutter an sie zurück. So ist es.” Reinspüren!
Wie willst du sonst dein eigenes Nervensystem entwickeln? Das Nervensystem ist die Seele und damit deine Seele ganz in deinen Seelenkörper einfließen kann, ist es wichtig, dass du dein eigenes System hast.
Der erste Entwicklungsschritt in unserem neuen Körper ist das Erkennen der Trennung von der Mutter, vielmehr das Ende der Symbiose mit der Mutter, damit sich der erste Schritt als „ICH“ entwickelt und das sofortige Streben nach Licht und Wachstum erfolgen kann. Diese Trennung muss vom Vater (der männlichen Energie) durchgeführt werden, damit sich die Seele Richtung Spirit im Osten zuwenden kann. Das ist die erste Initiation im neuen Leben.
Sonst kommt es zu späteren ödipalen Konflikten, Süchten, Abhängigkeiten und Selbstzerstörungsprogrammen.
Und der darauffolgende Schritt ist die Daseinsberechtigung „ICH BIN“, unabhängig davon, ob du ein gewolltes Kind bist oder nicht.
„Ich habe das Recht, hier zu sein. So ist es“.
Im Mond der knospenden Bäume liegt die Verfeinerung des Seelenpotenziales. Du hast so viel Potenzial in deiner Seele. Liebe, die ausgedrückt und vor allem gegeben werden will, Kreativität, Freude, Spielen, und Natürlichkeit, die zum Ausdruck gebracht werden wollen.
Es ist der Seelenhunger deiner Seele, diese Fähigkeiten und Talente zu leben. Befähige dich immer wieder, in deinen Selbstwert zu gehen, denn ein Talent ist die antike, größte hebräische Gewichts- und Münzeinheit. Kannst du jetzt verstehen, wie groß der Selbstwert deiner Talente ist?
Die Welt wartet auf dich. Worauf wartest du? Im zweiten Schritt liegt nämlich auch das „Ich kann etwas bewirken.“
“Ich entfalte in diesem Augenblick meine gesamten Fähigkeiten und Talente. ICH KANN. Yippie!”
Das ist die neue Energie auf der Erde: „Ich kann!
Ich kann mich selbstständig heilen, ich kann alles bewirken. Ich kann Energien lenken, denn mit meiner Daseinsberechtigung bin ich eine Schöpferin/ein Schöpfer mit Fähigkeiten und selbstständigem Denken.”
Weiterhin sagt uns der knospende Baum, flexibel zu sein in unseren Ansichten und Überzeugungen. Statt stur zu unseren Behauptungen zu stehen, kann ich mal nachgeben anstatt in meinem „Recht haben wollen“ stecken zu bleiben. Dann ist es möglich, aufeinander zuzugehen und Konflikte zu lösen.
Die Botschaft: Willst du recht haben oder glücklich sein?
Denn tief in dir drinnen sehnst du dich nach Nähe und Liebe. Du hast ausschließlich Angst, deine Masken, die du bisher getragen hast, fallen zu lassen. Warum bist du so hart gegen dich selbst? Ich sehe dich, was du wirklich brauchst. Demzufolge lass deine Masken fallen. Die Fähigkeit der Flexibilität ist die Lernaufgabe, die hier entwickelt werden will. Das bedeutet, sich an Situationen und Begebenheiten anzupassen und sie annehmen zu können. Es ist wie es ist.
Jeglicher Widerstand in dir, der eventuell aus einer alten Wut kommt, ist nicht angebracht. Höre doch endlich auf, gegen das Leben anzukämpfen, wodurch du gegen Gott kämpfst.
Die Botschaft: Heile deinen Autoritätskampf mit Gott, dem Leben.
Glaubst du wirklich, er hat es nicht gut gemacht? So, dass du denkst, du kannst es besser?
Gebe acht. Lass dich jetzt nicht in Streitereien und Kämpfe verwickeln, schon gar nicht in die deiner Eltern.
Behalte deinen klaren Kopf! Deine alte Ungeduld ist auch nicht angebracht. Meinst du, wenn du Druck ausübst, geht etwas schneller?
Auch wenn du dem Wasser auf dem Herd zuguckst bis es endlich kocht, wird es trotzdem nicht schneller kochen. Verstehst du?
Flexibel zu sein bedeutet, optimistisch zu sein und nicht alles so ernst zu nehmen. Wie sagt man so schön: Es gibt einen anderen Weg, einen besseren. Warum wählst du denn nicht den?
Den Weg des Friedens!
Medizintier- roter Habicht
Der Habicht kann dir einen neuen Weg zeigen. Fliege mit ihm in die Höhe, damit du eine neue Sicht bekommst für deine gegenwärtige Situation. Vielleicht brauchst du einen Überblick über die gesamte Situation. Wenn Ängste in dir sind und Situationen dich schnell aus der Bahn werfen, gehe aus der Situation heraus. Bewahre einen kühlen Kopf. Der Habicht weist uns auf die Gabe der schnellen Annäherung an neue Lebensumstände hin. Er fordert uns auf, unserer Vitalität und Kraft zu vertrauen. Er ist ein Symbol für die Zerstörung sowie für den Neubeginn, der aus dieser Zerstörung möglich wird.
Medizinfarbe – Löwenzahngelb
RAL 085 80 80 Hex-Code: #F4BF36
Die Farbe Gelb kann dich mehr in deine Kraft des Optimismus bringen. Zudem kann dich Gelb inspirieren. Wenn morgens die Sonne aufgeht, begrüße das Licht. Begrüße das beginnende Feuer in dir. Das Leben liebt dich.
Das innere Kind hat so viel Liebe mitgebracht, nur hat sie keiner angenommen oder empfangen. Und jetzt bist du frustriert und enttäuscht. Du weigerst dich sogar, deine Gaben zu geben. Fange wieder damit an, den Menschen deine Gaben, deinen Optimismus, deine Liebe, deinen Selbstwert, deine Selbstachtung, deinen Respekt, dein Lob, deine Würdigung zu geben.
Mehr hast du nicht zu tun. Was die Menschen oder deine Eltern damit tun, ist nicht deine Sache. Aber du hast es gegeben. Wie fühlt es sich an? Es macht dich frei von jeglicher Verantwortung und angenommener Schuld. Ist es nicht so?
Und denke daran: Das, was ich gebe, bekomme ich zurück.
Die Botschaft: Du empfängst jetzt eine Gabe, die du jetzt aufgefordert bist zu geben. Ohne Wenn und Aber!
Medizinpflanze - Löwenzahn

Löwenzahn ist die Pflanze, mit der man beispielsweise Räume energetisch reinigen und gleichzeitig segnen kann. Beim Räuchern wird die zerkleinerte Wurzel verwendet, die einen herben Rauch entwickelt, der die Atmosphäre reinigt und eine klare Energie schafft.
Die Botschaft des Rauches lautet: Nicht aufgeben! Dadurch wird der Kampfgeist entwickelt und wiederbelebt.
Du stehst kurz vor einem Durchbruch, also halte durch.
Der Löwenzahn ist dem Christuslicht, dem Licht der Welt zugeordnet. Also denke daran: Alles ist gut!
In der Volksmedizin wird die Löwenzahnwurzel zusammen mit ihrem Kraut bei Erkrankungen der Leber, der Galle, bei Hämorrhoiden und Stauungen im Pfortadersystem, bei Gicht und bei Rheuma, Hauterkrankungen, sowie bei Nieren- und Blasenleiden eingesetzt. Daneben ist der Löwenzahn eine der besten Naturheilmittel zur Entgiftung und Überwindung von Müdigkeit und Antriebslosigkeit. Er soll die Leberfunktion anregen und beim chronischen Müdigkeitssyndrom helfen können. Löwenzahn zählt neben der Mariendistel und Artischocke (Si apre in una nuova finestra) zu den wichtigsten „Leberpflanzen“.
In der Frühjahrskur wirkt Löwenzahn stoffwechselfördernd. Grundsätzlich besitzt die Löwenzahnwurzel in jeder Zubereitung Wirkungen. Man kann sie frisch in den Salat schnippeln, als Gemüse kochen und natürlich als Heiltee gegen Verdauungsbeschwerden und zur Durchspülungstherapie verwenden.
Die Botschaft: Reinige energetisch deine Räume! Da ist etwas, was nicht da hingehört!
Medizinstein- Feueropal
Der Feueropal regt die Nebennieren an, in denen ja unsere Lebenskraft steckt. Und er kann die Adrenalin-Produktion anregen. Adrenalin ist ein im Nebennierenmark gebildetes Katecholamin.
Es sorgt im Körper dafür, dass Kreislauf und Durchblutung in Schwung gebracht werden und trägt zur Entgiftung bei. Überprüfe bitte, ob sich noch traumatische Erlebnisse und Schocks aus deinem inneren Kind in deinen Nieren oder in den Nebennieren aufhalten, die deine Lebenskraft blockieren!
Der Feueropal wirkt besonders auf solche Menschen anregend, die unter einem Mangel an Energie leiden. Die Bewusstseinskraft des Feueropals bringt einen wieder so richtig in Schwung und fördert die Handlungsfähigkeit. Er fördert die geistige Aktivität und beflügelt uns durch neue Einfälle. Ebenso werden die Geschlechtsorgane aktiviert und das Interesse und die Freude an der Sexualität gesteigert. Das ist das Kindsfeuer in uns. Durfte es sich nicht entwickeln, durfte sich das Leben in uns nicht entwickeln. Sexueller oder emotionaler Missbrauch, Grenzüberschreitung und Bedürftigkeit könnten im inneren Kind vorhanden sein, was jetzt bereinigt werden will.
Generell wirkt er aufmunternd und beschenkt uns wieder mit neuem Optimismus und guter Laune. Für sorgenreiche und grüblerische Gedanken ist hier kein Platz.
Die Entwicklungsmöglichkeiten des Widders findest du in meinem Buch: Transformation im Medizinrad!
Hab einen wundervollen Mondmonat
Andreas
Entwicklungsmöglichkeit des Widders
Wie immer, nimmst du das für dich an, was passt, das andere lässt du weg. Es geht immer um Entwicklungsprozesse. Und je nachdem, wie du als Widder entwickelt bist, kannst du sagen: Ja, das stimmt, das andere überhaupt nicht.
Aber gerade, wenn du es abwehrst, kannst du umso mehr mit einem Aspekt zu tun haben.
Der Widder ist, wie er ist. Und so sollte man ihn auch nehmen.
Sein herrschender Planet ist der Mars, der ihn ja begleitet, und eine Urkraft in ihm innewohnt, aus der er herauslebt. Aber es geht auch darum, eine gewisse Beherrschtheit zu entwickeln, wenn es mal nicht nach seinem Kopf geht.
Widder sind die, die immer vorrangehen, denn sie sind im Grunde genommen mutig, unerschrocken und furchtlos.
Sie haben den Archetypen des Ritters in sich.
An sich ist er vollkommen rein und pure Energie, denn im Medizinrad ist er gerade geboren, und daher noch unverfälscht.
Es ist das unschuldige Kind, das der Widder repräsentiert, die Unbedarftheit.
Denn gerade deswegen tut er das, was er tut, auch wenn es in seinem Umfeld manchmal gegen den Strich geht.
Er tut es nicht, weil er eine bösartige Agenda hat, andere zu manipulieren oder zu integrieren, sondern eben aus seiner Unschuld heraus. Er ist, wie er ist, aus sich selbst heraus.
Es ist halt seine Urkraft, sein Bewegungsdrang, und wenn man ihn einengen will, oder ihm zu viele Grenzen auferlegt, gerade auch in seiner Kindheit oder in Beziehungen, dann kann es zu Konflikten kommen.
Widder werden meist in Familiendynamiken geboren, bzw. in Situationen, die nicht unbedingt in irgendeiner Form einen besonders tauglichen Vater hatten, worunter es dann auch noch die leidende Mutter gibt.
Die Widder-Frau nimmt aus so einer Situation mit, dass sie auf jeden Fall unbedingt finanziell unabhängig sein muss.
Und Widder-Männer neigen immer dazu, ein Stück weit in der Rebellion mit ihrem Vater zu sein.
Er lebt dann den ungeheilten Archetypen des Rebellen.
Also, hier hat der Widder viele ungeheilte Vater- und Mutterwunden. Und deswegen sind viele Widder nicht wirklich entwickelte Widder. Sie sind ja gerade erst geboren. Oftmals stecken sie ihre Energie in Projekte und Vorhaben, die sie nicht wirklich weiterbringen, wobei sie doch lieber ihre Energie in die Vater- bzw. Mutterwunde stecken sollten, damit sich der Widder weiterentwickeln kann. Denn er braucht die Bestätigung des Vaters bzw. der Mutter. Für seine Existenz.
Beim Widder gibt es oftmals zwei unterschiedliche Typen: Der eine, der seine Interessen durchsetzt, ohne wirklich Empathie zu haben und deswegen gar nicht merkt, wie sehr er den anderen auf die Füße tritt, bzw. ihre Gefühle.
Und der andere Typ ist eher in der unentwickelten Waage zu Hause, der eher konfliktscheu ist, der anderen immer dient und Schwierigkeiten hat, sich durchzusetzen.
Wahrscheinlich, weil ihm zu viele Grenzen von den Eltern auferlegt worden sind, denen er erlegen ist.
Man mag denken, dass der Widder keine Probleme hat, weil er ja so rein und unverfälscht ist, aber das stimmt nicht ganz. Er hat oftmals sehr komplizierte Probleme in seinem Leben, die er aber mit einfachen Mitteln lösen kann.
Hier liegt die Lösung im Praktischen.
Indem er in seinem Körper ankommt und vollständig inkarniert.
Das bedeutet, dass er Empathie lernen darf und diese auch ausübt. Auch mal Kompromisse zu schließen und aufeinander einzugehen.
Egal ob in beruflichen Dingen oder gar in einer Beziehung, denn dann kann er eine wirkliche intime Partnerschaft leben.
Es wird nur verlangt, dass der Widder vollkommen echt ist, und das gelingt ihm, dass er seine Aggressionen, bzw. seine Aggressionsprobleme (seinen ungeheilten Rebellen) durch den Körper auslebt und nicht in zwischenmenschlichen Beziehungen ausagiert.
Seine Aggressionsprobleme sind ja seine Urkräfte, er will sich körperlich bewegen und sich verausgaben. Das ist seine Transformation.
Seine Autoritätskonflikte, ob er sie nun offen auslebt, indem er Menschen angreift, oder passiv lebt, und sich selbst angreift, muss er lernen, sich über den Körper auszudrücken, indem er sich verausgabt, entweder im Sport, in einem Beruf, in der Natur, im Handwerk usw.
Wenn er sich über den Körper transformiert, dann ist er durch nichts zu besiegen. Weil er dann die Fähigkeit entwickelt hat, in Beziehungen auf jemanden einzugehen. Er muss dann seine Energien nicht auf eine Person abladen.
Dann kann er auch seine hohen Werte leben, Treue, Gerechtigkeit, Freundschaft, und dann beeinflussen ihn auch nicht mehr so sehr seine komplizierten Vater- und Mutterthemen.
Es hilft ihm nicht, zu einem Psychologen zu gehen oder andere therapeutische Konstrukte anzuwenden, denn der Widder ist ein praktisch veranlagter Mensch.
Obwohl er eine gute Auffassungsgabe hat, ist ihm zu viel Theorie nicht förderlich. Wenn er zu viel in seinem Kopf geht und versucht, dort die Lösungen zu finden, dann steht er sich selbst nur im Wege. Er braucht die praktische Erfahrung, er muss raus in die Welt und seine eigenen Erfahrungen machen, und so oft mit dem Kopf gegen die Wand prallen, bis er sich selbst zum Diamanten geschliffen hat. Er kann keine Erfahrungen aus zweiter Hand gebrauchen, sondern muss sie selbst machen. Er muss sich dem Leben stellen.
Dabei kann er seine Stärke nutzen, immer wieder aufzustehen, sich den Staub abzuschütteln und seinen Weg weiterzugehen.
Eine Lektion ist sehr wichtig für den Widder: zu lernen, Schwäche an sich zu erkennen. Es ist kein Zeichen dafür, dass seine Kräfte nachlassen oder dass du nicht in der Lage bist, deine Ziele zu erreichen. Sondern die Schwäche öffnet dir die Tür zu Empathie. Und das ist deine Gelegenheit, dich mit dir selbst zu verbinden.
Der Widder schlägt ja gerade seine Wurzeln, die noch jung und zart sind, aber sie hätten regelmäßig Liebe, Fürsorge, Sicherheit und Geborgenheit gebraucht, damit sie sich entwickeln können, bzw. ein Fundament haben, auf dem sie stehen können.
Dann können sie Heldentaten vollbringen, wenn die Liebe zu Hause auf sie wartet.
Er kann überaus loyal sein und hilft auch vielen Menschen, aber das erwartet er auch von seinen Mitmenschen. Er ist ja der Ritter, aber er muss eben halt lernen, seine Ritterrüstung des Schutzes abzulegen.
Hier sollte gelernt werden, das, was er tut, aus Liebe, bzw. aus dem Herzen zu tun und nicht, um etwas zu bekommen. Sonst wird er immer wieder enttäuscht werden.
Der erste Entwicklungsschritt in unserem neuen Körper ist das Erkennen der Trennung von der Mutter, vielmehr das Ende der Symbiose mit der Mutter, damit sich der erste Schritt als „ICH“ entwickelt und das sofortige Streben nach Licht und Wachstum erfolgen kann. Diese Trennung muss vom Vater (der männlichen Energie) durchgeführt werden, damit sich die Seele Richtung Spirit im Osten zuwenden kann. Das ist die erste Initiation im neuen Leben.
Sonst kann es zu späteren ödipalen Konflikten, Süchten, Abhängigkeiten, Autoritätskonflikten und Selbstzerstörungsprogrammen kommen.
Und der darauffolgende Schritt ist die Daseinsberechtigung „ICH BIN“, unabhängig davon, ob du ein gewolltes Kind bist oder nicht.
„Ich habe das Recht, hier zu sein. So ist es.
Aber wie wir hier sehen, stehen hier viele Vater- und Mutterthemen an.
Da er ja im Mond der knospenden Bäume geboren ist, will alles sofort in ihm nach Wachstum streben, damit er sich entfalten kann. Aber er muss auch lernen, flexibel zu sein in seinen Ansichten und Überzeugungen. Statt stur zu seinen Behauptungen zu stehen, kann er auch mal nachgeben, anstatt in seinem „Recht haben wollen“ stecken zu bleiben.
Dann ist es möglich, aufeinander zuzugehen und Konflikte zu lösen.
Denn tief in ihm drinnen sehnt er sich ja nach Nähe und Liebe. Also lass deine Angst, deine Masken fallen und höre auf, hart gegen dich selbst zu sein.
Der mächtige Belial, Herrscher der Dunkelheit, ist hier der Dämon des Widders.
Manchmal kann seine Urwüchsigkeit und Brutalität hervorbrechen.
Er erkennt es erst, wenn die Taten und die Toten vollbracht sind. Es ist die ungezähmte, impulsive Energie in ihm, die immer wieder neue Konflikte mit sich bringt. Er muss lernen, etwas diplomatischer zu werden, denn nur in der Gemeinschaft kann man überleben, bevor man einsam endet. Aber hier ist es auch wichtig, sich für feinere, höhere Visionen von sich selbst und anderen zu entwickeln.
Dann hat es einen Wert für uns alle, was wir hier so fabrizieren. Dann macht das Leben einen Sinn.
Wenn du möglicherweise als Heiler/in arbeitest, dann hat deine Heilung einen bleibenden Wert für die Menschen und Mutter Erde, wenn du es machst, weil es für dich ein Vergnügen ist. Alles andere ist vergänglich und bringt dir nichts. Spiritualität ohne Herz hat keinen dauerhaften Wert, nicht für dich und schon gar nicht für die Menschen, zu dir kommen.
„Meine (Arbeit) Heilung hat einen bleibenden Wert. Und das ist die Kraft, aus der ich schöpfe.“