Liebe Politikinteressierte
Am vergangenen Mittwoch strömten die Medienschaffenden in grosser Zahl ins Stadthaus in Zürich. Es war ein schöner Anblick: Es gibt uns also doch noch.
Gleich vier Stadträtinnen und Stadträte traten an der Medienkonferenz auf. Das Thema war die Neugestaltung des Gebiets rund um den Hauptbahnhof Zürich. Die Verkehrsdrehscheibe ist ein Sinnbild für geplantes Chaos. Wer von der einen Seite zur anderen will, zum Beispiel vom Landesmuseum zur Bahnhofstrasse oder umgekehrt, der geht lieber unten durch und macht einen Spiessrutenlauf durchs Shopville.
Heute sind täglich 700’000 Menschen im und um den HB unterwegs. 2050 könnten es sogar noch 200’000 Leute mehr sein. „Es soll in Zukunft mehr Freude machen, zu Fuss unterwegs zu sein“, sagte Grünen-Stadträtin Karin Rykart.
Stadtentwicklung und Verkehr – das sind die Kernthemen und Knackpunkte im Zusammenhang mit dem am Mittwoch vorgestellten Weissbuch „Aufbruch in den Stadtraum Hauptbahnhof 2050“. Die Viererdelegation des Stadtrats skizzierte, wie und warum man das Gebiet um den HB fundamental verändern wolle.
Es gab hübsche Visualisierungen zu sehen und ein paar Pläne. So weit, so normal. Wenig überraschend waren auch die Reaktionen. Während Links-Grün jubilierte, zeigten sich die Bürgerlichen skeptisch bis ablehnend. Zwar stehen Velofahrende nicht im Zentrum der geplanten Veränderungen, aber der Durchgangsverkehr soll drastisch reduziert werden. Das triggert natürlich den einen oder anderen Autofahrenden – insbesondere weil noch ziemlich schwammig ist, wohin genau der Autoverkehr verlagert wird und ob die Verlagerung dann wirklich funktioniert.
Trotzdem wollen wir hier nicht in den allgemein eher skeptischen Tenor einstimmen. Wir zeigen auf, warum der Stadtraum Hauptbahnhof 2050 zu einem Jahrhundertwurf werden könnte. Hier geht es direkt zum Artikel. (Si apre in una nuova finestra)
Wir haben noch mehr für dich
Lorenz Steinmann hat sich diese Woche an einer weiteren Medienkonferenz herumgetrieben. Auch dort ging es um den Verkehr. Stadtrat Michael Baumer (FDP), Zürichs ÖV-Minister, warb für geplante Projekte der Verkehrsbetriebe Zürich – kurz VBZ. „Der Ausbau der ÖV-Infrastruktur muss jetzt vorangetrieben werden, damit die erwünschte Entlastung der Innenstadt rechtzeitig eintritt”, sagte Baumer. Die VBZ preschten darum vor und legten ihre doch recht teuren Ausbaupläne auf den Tisch. Wir klären auf, um was es genau geht. Hier geht es direkt zum Artikel. (Si apre in una nuova finestra)
Zur Auflockerung schreitet Pascal Turin mit seiner Glosse zur Tat. Er hat einen frechen Text geschrieben, in dem sich die Parteien fast alle wiederfinden. Im Mittelpunkt steht der Budgetentwurf des Kantons Zürich fürs nächste Jahr. Hier geht es direkt zur Glosse. (Si apre in una nuova finestra)
Am Wochenende erscheint ausserdem die Folge 15 unseres Rathuus-Podcasts. Dieses Mal haben wir eine kleine Überraschung parat.
Herzlich
Lorenz Steinmann und Pascal Turin