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Footer Bars als Conversion-Werbemittel: Benchmarking mit 30+ Verlagen

Bevor wir direkt ins Benchmarking der Footer Bars eintauchen, stellt sich die Frage: Warum sind Footer Bars (und ihre Gestaltung) überhaupt so wichtig? 

Aus meiner Erfahrung ist die Footer Bar neben der Paywall das stärkste Conversion-Werbemittel auf der Website (auch wenn bei einigen Verlagen Interstitials ebenfalls sehr gut funktionieren). Dazu müssen wir bedenken, dass die meisten Verlage 20-50 % der Visits auf Plus-Artikel bewegen. Davon sehen wiederum etwa nur 70 % überhaupt die Paywall – der Rest springt vorher ab. Somit ist die Abdeckung mit unserem Abo-Angebot tendenziell zu gering.

Hier kommen Werbemittel wie die Footer Bar ins Spiel: Denn sie promoten auch auf anderen Seiten (v. a. auf der Startseite und freien Artikeln) das Angebot und sorgen so für eine höhere Abdeckung. Dafür kommt es allerdings auf eine strategische Gestaltung an. Welche Wege andere Verlage dabei konkret gehen, teile ich zur Inspiration mit Dir in diesem Miro-Board (Si apre in una nuova finestra)– und im Folgenden meine Beobachtungen und Empfehlungen dazu.

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👉 Zum Miro-Board (Si apre in una nuova finestra)

Was gibt es bei Footer Bars grundsätzlich zu beachten?

Zunächst braucht es Klarheit darüber, dass Paywall und Footer Bar in der Regel zwei stark unterschiedliche Nutzungsszenarien aufweisen

  • Auf einer Paywall habe ich als Nutzer:in einen klaren Need (ich will den Artikel lesen). 

  • Auf der Footer Bar (bspw. auf der Startseite oder einem freien Artikel) kann das ganz anders aussehen. Deshalb funktionieren Footer Bars in der Regel stärker, wenn sie angebotsgetrieben sind. 

Dabei gelten 4 grundlegende Tipps:

  1. Vom “Look and Feel“ gehört die Fläche zum Produkt und wirkt nicht wie Werbung.

  2. Dabei darf die Fläche nicht zu klein sein – sie muss auffallen.

  3. Footer Bars funktionieren in der Regel nur mit Probe-Angeboten. Ebenso hat sich das Arbeiten mit Streichpreisen bewährt (passend zum zuvor beschriebenen Angebotstrieb der Footer Bar).

  4. Ein starker Call-to-Action lädt zum Klicken ein (z. B. “Jetzt für 0 € testen”). 

Weitere Aspekte schauen wir uns im Folgenden genauer an. 

Grafiken oder reiner Text?

Manche Footer Bars arbeiten mit Grafiken und Text, andere nur mit Text. Aus meiner Erfahrung kann eine Grafik für mehr Aufmerksamkeit und somit Klicks sorgen. Du solltest dabei nur darauf achten, dass es nicht zu werblich wird.

Befristete Angebote mit Timern

Vermehrt nutzen Benchmarks auch zeitlich stark befristete Angebote, die dann mit einem Timer im Werbemittel (Footer Bar oder Interstitial) ablaufen – was durch den leichten zeitlichen Druck gut funktioniert: Wir kennen alle booking.com (Si apre in una nuova finestra), die stark mit solchen Elementen arbeiten. 

Hier kommt auch der oben beschriebene Ansatz zum Tragen: Footer Bars funktionieren wunderbar bei solchen Aktionsangeboten, wenn Du sie zusätzlich angebotsgetrieben gestaltest.

Next level: Interstitials

In den USA und auch in Skandinavien fällt auf, dass Verlage v. a. mobil noch einen Schritt weitergehen: Statt einer Footer Bar nutzen bspw. die New York Times, Washington Post oder Dagens Nyheter ein Interstitial, das sich über die gesamte Seite legt.

Skandinavisches Modell mit 2 Buttons

Besonders interessant bei den Cases aus Skandinavien: Hier gibt es oftmals 2 Buttons – einen, der das Angebot annimmt (und in den Checkout führt) und einen, der das Angebot ablehnt (und die Footer Bar/das Interstitial schließt). Das kann für mehr Interaktionen mit dem Werbemittel und anschließende Journeys sorgen.

Erfolgreiche Wege abseits vom Schema F

Überhaupt wird im Benchmarking deutlich, dass es nicht immer Schema F sein muss: So nutzen etwa erfolgreiche Beispiele wie DER SPIEGEL komplexere Footer Bars, auf der analog zur Paywall 2 Angebote zur Auswahl stehen. Testen lohnt sich also auch hier!

Wo und wie oft die Footer Bar zeigen?

Beim Capping braucht es den richtigen Mix: Du solltest die Footer Bar oft genug zeigen, um Conversions zu erzielen – und nicht zu oft, damit Du die Nutzer:innen nicht verlierst. Aus meiner Erfahrung haben sich 3 Ausspielungen alle 3-5 Tage bewährt.

In jedem Fall lohnt sich ein Blick in die eigenen Zahlen: Wie performt die Footer Bar auf Artikeln mit Paywalls? Hier scheint es ganz unterschiedliche Erfahrungen zu geben: 

  • Der Großteil der Verlage spielt die Footer Bar regulär auch auf Plus-Artikeln aus.

  • Einige lassen die Footer Bar ausblenden, sobald die Paywall ins Fenster kommt.

  • Andere setzen die Footer Bar ganz bewusst mit anderem Wording auf Plus-Artikeln ein. 

Fazit – Footer Bars sind mehr als Beiwerk

Footer Bars und Interstitials können als strategische Conversion-Flächen dienen – wenn Du sie richtig einsetzt: Sie ergänzen die Paywall gezielt und helfen dabei, Dein Abo-Angebot breiter auszuspielen. Entscheidend sind dabei vor allem Angebotswahl, Gestaltung und Frequenz. Wer hier testet und sich an den eigenen Daten orientiert, kann mit der Footer Bar messbare Ergebnisse erzielen.

Ich hoffe, mein Benchmarking gibt Dir Inspirationen für Deine Footer Bars. Du wünschst Dir Unterstützung oder weitere Handlungsempfehlungen zu diesem Thema? Dann schreibe mir gerne über LinkedIn (Si apre in una nuova finestra) oder an sascha@sub-growth.de (Si apre in una nuova finestra).

Nun wünsche ich Dir eine schöne, entspannte Weihnachtszeit und einen guten Start ins neue Jahr! Wir lesen uns bald wieder. 🎄

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