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Gefühle fühlen wie ein Pro: Die Rain-Meditation (gesprochen von Mika)

Liebe Steady-Unterstützer:in,

wenn man nüchtern wird, erzählen einem die Leute an allen Ecken und Enden, dass man lernen muss, »seine Gefühle zu fühlen«. Und wenn du ein bisschen so bist wie ich, denkst du dir vielleicht »Ja, schön. Aber wie zur Hölle macht man das?« Dasitzen und warten? Mit dem Fuß aufstampfen? Sich matt auf ein Kanapee gleiten lassen, bis einem jemand das Riechsalz bringt? Wahrscheinlich ist alles davon eine gute Idee. Eine weitere Methode will ich dir in diesem Newsletter vorstellen: die RAIN-Meditation.

Was ist die RAIN-Meditation?

RAIN ist eine Methode, die von der amerikanischen Meditationslehrerin Tara Brach entwickel (Si apre in una nuova finestra)t wurde. RAIN steht für: Recognize, Allow, Investigate, Nurture. Also in etwa: ERkennen, Anerkennen, Interessieren, Nähren. Leider habe ich keine brauchbare deutsche Aufnahme gefunden – Also musste ich selbst eine einsprechen.

Falls dein Mailprogramm den Player nicht richtig darstellt, lass dir den Newsletter im Broweser darstellen, dann kannst du dir das Recording auch runterladen.

Die einzelnen Schritte

Hier sind nochmal die einzelnen Schritte.

ER-kennen (Recognize)

Lass dich auf den gegenwärtigen Moment ein. Nimm langsam deine Umgebung war, und lenke deine Aufmerksamkeit auf deine Gefühle und körperlichen Empfindungen. Benenne deine Gefühle. Du kannst sie auch aussprechen oder einfach eine mentale Notiz machen: Da ist …

Frage dich: Was ist jetzt gerade wahr?

Anerkennen (Allow)

Beobachte deine Erfahrung jetzt in diesem Augenblick. Du kannst dir vorstellen, dass du einen Film schaust. Wenn sich neue Gefühle zeigen oder wenn sich Widerstand in dir regt, kannst du sagen: »Ja, auch das ist hier.« oder »Auch die Angst/der Ärger/der Wiederstand darf hier sein.«

Interessieren (Investigate)

Jetzt kannst du neugierig werden. Welche Worte gehen dir durch den Kopf? Wie machen sich die Gefühle in deinem Körper bemerkbar? Du kannst dich fragen: Was fordert gerade gerade ganz besonders deine Aufmerksamkeit? Wie könnte sich dieser Teil in dir ausdrücken? Kommen Worte oder Bilder auf? Frage dich: Was braucht dieser Teil gerade? Akzeptanz? Wärme? Zugehörigkeit?

Nähren (Nurture)

Begegne deiner Erfahrung mit Mitgefühl. Sende dir selbst eine tröstende Botschaft »Du bist in Sicherheit« oder »Du bist okay«. Du kannst damit ein bisschen rumprobieren. Vielleicht fällt dir auch ein Freund oder eine Freundin ein, die immer tröstende Worte für dich hat. Du kannst dir auch vorstellen, wie dein Haustier kommt, um dich zu trösten. Lass diese Bilder vor deinem inneren Auge enstehen.


Nach dem Regen

Atme drei Mal tief durch und achte weiter auf deine Bedürfnisse. Wenn du möchtest, kannst du dich schütteln.

Die Methode kann man gut alleine üben – Es wird mit der Zeit immer leichter werden.

Viel Spaß beim Ausprobieren!

Argomento Bi-Weekly

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