
Liebe Leser*innen,
Plastik ist etwas Feines: Man kann daraus Taschen basteln, Skulpturen (sogenannte Plastik-Plastiken) oder Kondome, die man aufpusten kann, um sie den Kollegen durch die Haare zu rubbeln und sich über die elektrische Ladung zu freuen. Doch Plastik hat auch eine dunkle Seite, wie die neue TITANIC enthüllt:
(Si apre in una nuova finestra)Die neue Ausgabe gibt’s ab Samstag in allen Prüflaboren und jetzt schon im Onlineshop (Print (Si apre in una nuova finestra) oder PDF (Si apre in una nuova finestra) oder in der App (Si apre in una nuova finestra)) – oder am besten: mit Prämie im Abo (Si apre in una nuova finestra)!
(Si apre in una nuova finestra)Leider gibt es immer mehr Menschen, die es für unprofessionell und problematisch halten, anderen Leuten im Arbeitskontext Kondome durch die Haare zu rubbeln – die Bundesregierung plant sogar ein Verbot dieses Brauchs! Doch gerade ist sie noch mit der Debatte rund um ein Gesetz gegen Catcalling beschäftigt:

Prominente Stimmen zum geplanten Catcalling-Verbot

»Ein weiterer Versuch, unsere Gesellschaft zu entzweien und natürliches männliches Verhalten zu stigmatisieren. Diese Art Wokismus hat den Rechtsruck erst möglich gemacht. Meinen Job damit allerdings auch. Weiter so!«
Julia Ruhs

»Catcalling-Verbot? Darf man bald einer Dame auch nicht mehr die Hand in die Hose schieben? Nachts bei ihr einbrechen, um an ihren getragenen Schlüpfern zu riechen? Ihr auf eine öffentliche Toilette folgen, um an der Klobrille zu lecken, auf der sie gesessen hat? Langsam verstehe ich diese Welt nicht mehr.«
Thomas Gottschalk

»Sexuelle Belästigung? Ich kenne nur sexuelle Belustigung! So heißt mein neues Programm. Premiere am 11.10. in der Lanxess Arena. 100 Prozent politisch unkorrekter Humor! Wenn’s nicht so gut ankommt, dann geht’s wieder in die Klinik, um am nächsten Programm zu schreiben.«
Luke Mockridge

»Till würde so etwas nie tun, wirklich nicht. Außerdem ist es ja in der ersten Reihe und unter der Bühne auch viel zu laut, um das Pfeifen zu hören. Moment, er schreibt grad ’ne SMS ... Okay, würden Sie vor Gericht aussagen, dass er die letzten vier Stunden hier bei uns war?«
Sophia Thomalla

»Ich kann es echt nicht glauben, dass andere Männer so was tun! Muss man denen das wirklich noch erklären, dass das gar nicht geht? Und dann stehen die nachher noch rum und weinen, dass sie keine Frau abbekommen! TJA, JÜRGEN, FRAUEN STEHEN DA HALT NICHT SO DRAUF, WENN DU IHNEN AUF DER STRASSE ›GEILE FOTZE‹ HINTERRUFST! Wahrscheinlich denkt er dann noch, dass sie da nur nicht drauf reagiert, weil sie ihre Tage hat. Ich will aber auch hier Frauen nicht ihren Raum nehmen, das mache ich dann in meinem Podcast, in meinem Soloprogramm und bei meiner aus England geklauten Spielshow.«
Moritz Neumeier
Die Bundesregierung kann sich mit ihrem Gesetzentwurf allerdings Zeit lassen, da der Bundestag gerade eh mit Wichtigerem beschäftigt ist:

Leider fällt der TITANIC-Wochenrückblick-Redaktion partout keine Überleitung von Carsten Linnemann zum nächsten Thema ein, um Verzeihung wird gebeten!

Du hast schon mehrere Autounfälle verursacht, weil Seiten- und Rückspiegel auf dich statt auf den Straßenverkehr ausgerichtet waren
Du äußerst dich oft abfällig über andere, am liebsten in deren Anwesenheit, und schickst ihnen anschließend eine Zusammenfassung per Mail
Beim Lotti-Karotti-Spielen gegen deinen 5jährigen Neffen musst Du stets die Oberhand behalten
Selbst auf Beerdigungen versuchst du, die Aufmerksamkeit auf dich zu ziehen, indem Du dich in den Sarg legst
Nicht nur Hunde gehorchen dir aufs Wort, sondern auch Wildschweine, Paviane und Alligatoren
Du überredest Freunde und Verwandte, dir Organe zu spenden, obwohl du kerngesund bist
Für Fehler entschuldigst du dich mit Kopfnüssen
US-Vizepräsident JD Vance versuchte, sich auf der Trauerfeier für Charlie Kirk in dessen Sarg zu legen, doch ohne Erfolg: Der Ultrachrist Kirk hatte testamentarisch verfügt, nur in Leinenbinden gewickelt in einem Höhlengrab beerdigt zu werden, dessen Eingang durch einen großen Stein verschlossen ist. Das gab der Trauergemeinde Hoffnung und es wurde noch ein netter Tag:

Leider holten sich viele der Gäste einen leichten Schnupfen, weil die Fußbodenheizung ausgefallen war und viele vergessen hatten, sich eine lange Lederunterhose mitzunehmen. Über ein ähnliches Schicksal kann auch unser Kolumnist klagen:

Heute: Von Viren und Genen
Mit Lob kann ich nicht gut umgehen, aber eine Runde Mitleid hole ich mir gerne ab. Ich schreibe diese Zeilen nämlich im Krankenlager, auf dem Bett sitzend, in den Bademantel eingemummelt. Männergrippe? Nein – Corona! Kennen Sie das noch? Ein echter Throwback Thursday ist dieser Tag für mich. Einige Symptome hatte ich schon wieder ganz vergessen. Tja, das ist ein Nostalgie-Erlebnis, auf das ich hätte verzichten können. Drolligerweise unterkringelt mein Textverarbeitungsprogramm das Wort Corona. Warum setzt es nicht gleich Gänsefüßchen drum herum oder ändert es automatisch in »Fake Wuhan Virus«?!
Um mein Leiden zu schmälern, gönne ich mir neben viel Flüssigkeit heute totalen Nachrichtenverzicht. Und lese lieber eine Randnotiz, die ich kürzlich aus einem Wochenmagazin abfotografiert habe: »Gen-Pferde für Polo gesperrt«. Es ist nämlich so: Im Polo-begeisterten Argentinien ist es seit Langem gang und gäbe, dass genetische Kopien von erfolgreichen Vierbeinern auf den Platz gelassen werden. Und seit 2013 ist das gar weltweit erlaubt. Nun stellte sich heraus, dass ein Biotech-Unternehmen fünf Klonen einer preisgekrönten Stute mittels Genschere ein Protein »abgeschaltet« hat, welches das Muskelwachstum beschränkt. Den zehn Monate alten Pferdchen wachsen also Muskeln ohne Ende. Das war dem argentinischen Polo-Verband zu viel, Klon-Pferde dürfen bei Poloturnieren nicht mehr mitlaufen.
Was passiert jetzt mit den armen Hunk-Gäulen? Vermutlich werden sie ins Ausland verkauft, reizvoll wäre aber auch der Einsatz als besonders martialisch wirkende Polizeipferde. Oder als Schlachtrösser! Das würde den Putin gewiss in die Schranken weisen, wenn da plötzlich fünf apokalyptische Reiter auf ihn zustürmten. Alles in allem ist das dennoch eine reichlich kranke Geschichte. Krank wie ich. :(
Verabschiedet sich und wünscht ein gut informiertes Wochenende:
Ihre TITANIC-Redaktion
Warum lesen Sie TITANIC, Alexander Dobrindt?

»Ich liebe TITANIC, weil ich damit den Flüchtlingen schon direkt an der Grenze zeigen kann, dass Deutschland nicht das Schlaraffenland ist, für das sie es halten, sondern auch hier die Verelendung weit vorangeschritten ist. Einige drehen dann auch sofort freiwillig wieder um und kommen gar nicht erst auf die Idee, noch ihre Familie nachzuholen (würde ich bei meiner Frau nicht machen, by the way). Und wenn das nicht hilft, kann ich mich ja immer noch gemütlich in die Briefe an die Leser vertiefen und dadurch glaubhaft so tun, als würde ich die Schüsse nicht hören.«
Machen Sie es wie Deutschlands tüchtigster Grenzgänger:

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