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#6 Deadname und queere Disco-Träume im “Chez Romy Haag”

Wichtiger Hinweis vorab: Offensichtlich war der Zugang zu den Beiträgen in der Vergangenheit nicht für alle möglich. Sorry dafür, das sollte nun aber gewährleistet sein! Viel Spaß :-)

Herzlich willkommen bei UNBOXING TRANS. Dem Podcast Projekt, bei dem einzelne trans* Themen bis ins Detail ausgepackt werden. In jeder Folge bringen Kathleen und Julia jeweils Themen oder Objekte mit trans* Bezug mit, ohne dass das Gegenüber vorher davon weiß, diese unboxen wir dann :-)

Diese Folge fängt mit einer Provokation an. Wer ist Alfred? Wir sprechen über den Deadname und was es mit Menschen macht falsch angesprochen zu werden. Außerdem haben wir ein Plakat des “Chez Romy Haag” einem Club, der das Berliner Stadtbild und die Gesellschaft prägte und beim Anruf aus der Vergangenheit lernen wir eine Person namens Gluck kennen, die sich den Geschlechterrollen entzogen hat. In den Kulturtipps hat Kathleen den Film “Swan Song” dabei und Julia zufälligerweise das Buch zu Romy Haag. An dieser Stelle sei nochmal erwähnt: Wir sprechen unsere Themen nicht(!) vorher ab und es ist reiner Zufall, dass wir dieses Mal beide etwas über Romy Haag dabei hatten! :-)

Wie sonst auch gibt's eine Community-Frage und am Ende vergeben wir den Goldenen Blumenstrauß an das NGVT.NRW (Si apre in una nuova finestra) und das Angstkatzenhäschen geht an das “feministische” Magazin EMMA.

Hört rein (Si apre in una nuova finestra), teilt es und schickt es euren Freund*innen. Viel Spaß dabei!

Unser Steady Newsletter fasst alles zusammen und liefert ergänzende Informationen und weiterführende Links zu den Inhalten, die im Podcast angesprochen haben.

Da wir das alles in unserer Freizeit recherchieren und organisieren, würden wir uns sehr freuen, wenn ihr uns unterstützen wollt:

Vielen Dank und viel Spaß.

LG Kathleen und Julia

Inhalt

Inhaltlicher Überblick

  • (00:01:12) Unboxing by Julia: Deadname

  • (00:23:16) Anruf aus der Vergangenheit: Gluck

  • (00:30:19) Community Teil

  • (00:34:32) Unboxing by Kathleen: Chez Romy Haag

  • (00:41:14) Kulturempfehlungen

  • (00:48:50) Angstkatzenhäschen & Goldener Blumenstrauß

Unboxing by Julia - Deadname

Stellt euch vor ihr werdet mit einem Namen begrüßt, der nicht euer Name ist. Das kann anfangs mal witzig und/oder irritierend sein und das schüttelt man dann auch in der Regel locker ab. Aber wie fühlt ihr euch, wenn der falsche Name permanent wiederholt wird? Wenn euer richtiger Name dauerhaft und gezielt ignoriert wird?

Viele trans* Personen sind mit dieser Situation konfrontiert, dass man ihnen ihren tatsächlichen selbstgewählten Namen nicht zugestehen möchte. Häufig heißt es dann:

“Du siehst aber nicht aus wie (Name XY)”, weil der Name in der Fremdwahrnehmung nicht zum äußeren Erscheinungsbild passt.

Oder man kriegt gesagt: “Ich kenne dich nur mit dem Namen (XY), deshalb werde ich dich auch nur so ansprechen”

Das Signal welches hier gesendet wird: ICH bestimme, wie du heißt. DEINE Meinung dazu akzeptiere ich nicht. Das ist ein typisches Beispiel von Fremdbestimmung vs. Selbstbestimmung. Das ist total übergriffig. Wenig wertschätzend und respektlos.

Aber stellt euch mal vor ihr geht in eine Kneipe und trefft dort eine Person, die sich als Sebastian vorstellt. Dann nennt ihr die Person doch auch Sebastian und nicht Josef? Ihr akzeptiert diesen selbstbestimmten Namen. Warum kann man ihn dann nicht auch bei trans* Personen akzeptieren?

Deadname & Misgendern

Ein Deadname ist der Name, der Geburtsname einer Person, der nicht mehr genutzt wird, weil er nicht mit der eigenen Identität übereinstimmt. Misgendern bedeutet, jemanden in einem Geschlecht anzusprechen, das nicht zu dessen Identität passt. Dies können sowohl Vornamen sein, die in den meisten Fällen mit einem bestimmten Geschlecht konnotiert sind, aber auch die geschlechtlichen Pronomen.

Wissenschaft

Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen: Misgendern und Deadnaming sind keine „Kleinigkeiten“. Sie können massive psychische Belastungen auslösen, Stress erhöhen und Gefühle von Ablehnung und Unsichtbarkeit verstärken. Diese Effekte sind wissenschaftlich belegt und betreffen besonders trans* und nicht-binäre Menschen in Alltagssituationen.“

Die wissenschaftlichen Erkenntnisse wurden von Margret Göth in einer Studienübersicht schön zusammengefasst:

Dort wurde die bisherige Studienlage untersucht und darin heißt es unter anderem, dass Misgendern negative Folgen auf drei Ebenen verursacht: psychische Verletzungen, moralische Schäden und politische Nachteile.

Je häufiger Misgendern erlebt wurde, desto öfter wurde psychischer Stress berichtet. Es konnte ein Zusammenhang zwischen der Häufigkeit des Misgenderns mit Depression, Stress und einer auf die Geschlechtsidentität bezogenen Stigmatisierung gefunden werden. 

Die positiven Auswirkungen hingegen zeigen, wie sich die Lebensqualität erheblich verbessert, wenn selbstgewählter Name und Geschlecht akzeptiert und verwendet werden:

Erfragt wurde die Verwendung des gewählten Namens in den vier Lebensbereichen Familie, Schule, Arbeit und Freundeskreis. Die Ergebnisse zeigen, dass depressive Symptome, Suizidgedanken und suizidale Handlungen deutlich abnahmen, wenn der gewählte Name in einem zusätzlichen Lebensbereich verwendet wurde. 

Fazit:

Die vorliegenden Studien bestätigen den Zusammenhang von Misgendern mit psychischem Stress, Ängsten, Depression und Selbststigmatisierung. Auch konnte im Umkehrschluss gezeigt werden, dass die Verwendung des zur Geschlechtsidentität passenden Vornamens in möglichst vielen Lebensbereichen depressive Symptome sowie Suizidgedanken und –handlungen deutlich senkt. Folgerichtig ist die Ansprache mit dem gewünschten Vornamen und Pronomen eine Grundlage für den wertschätzenden Umgang mit Menschen. Des Weiteren wird für einen angemessenen Umgang die Verwendung von geschlechtsneutralen Pronomen und einer geschlechtsneutralen Sprache gefordert, solange nicht bekannt ist, welches Pronomen und welche Anredeform die Personen für sich verwenden und selbstverständlich, wenn diese von einer bestimmten Person für sich verwendet werden. Die Verwendung geschlechtsneutraler Sprache und des gewählten Pronomens wird als wertschätzend sowie stress- und angstreduzierend bewertet. 

Offenbarungsverbot

Mit dem Selbstbestimmungsgesetz gibt es seit dem 1. November 2024 in Deutschland ein gesetzliches Offenbarungsverbot. Zwar gab es schon eins im alten Transsexuellengesetz, aber mit dem Selbstbestimmungsgesetz wurde es noch konkretisiert: Es ist z.B. verboten, frühere amtliche Angaben über Geschlechtseintrag oder frühere Vornamen ohne Zustimmung weiterzugeben – also genau das, was etwa beim Deadnaming oder unfreiwilligen Outing passieren könnte.

Aber: Das Gesetz schützt nicht generell vor jedem Missgendern. Juristisch kommt es darauf an, ob jemand Daten aus offiziellen Registern oder amtlichen Dokumenten gegen den Willen der Person weitergibt. Ein bloßes Versehen in der Ansprache ist rechtlich nicht automatisch ein Bußgeldtatbestand – aber der gezielte, schädigende Umgang mit früheren Daten.

Weiter Infos findet man unter: sbgg.info/kritik (Si apre in una nuova finestra)

https://sbgg.info/kritik/ (Si apre in una nuova finestra)

Meldedatenverordnung / “Sonderregister”

In diesem Zusammenhang wird auch häufig das sogenannte “Sonderregister” erwähnt. Jeder Mensch ist bei der Meldebehörde in einem Register gespeichert. Das Bundesinnenministerium plant aktuell eine Erweiterung dieses Registers, damit auch der frühere Vorname und frühere Geschlechtseintrag dauerhaft gespeichert wird. Damit wird faktisch kein neues Register geschaffen, weshalb der Begriff “Sonderregister” irreführend ist, aber die Sorge ist groß, dass man per Knopfdruck Listen erstellen könnte. Außerdem wollen trans* Personen nicht permanent bei jedem Behördengang mit ihren alten Daten ein Zwangsouting erleben.

Die Kritik war entsprechend groß. Von Medienberichten (Si apre in una nuova finestra), über Petitionen (Si apre in una nuova finestra) bis zu den fachlichen Stellungnahmen (Si apre in una nuova finestra). Zuletzt ist das Thema wegen hohem Druck im Bundesrat von der Tagesordnung genommen worden (Si apre in una nuova finestra).

Handlungsempfehlungen - Was kannst du tun?

  1. Stärke dein gegenüber, als erster Schritt ist die Benennung des eigenen Pronomens und die offene Frage nach dem gewählten Pronomen. “Ich heiße Julia, mein Pronomen ist sie, wie darf ich dich ansprechen?”

  2. Verwende geschlechtsneutrale Pronomen 

  3. Verwende geschlechtsneutrale Sprache

  4. Wenn du einen Fehler machst: korrigiere dich ruhig und respektvoll.

  5. Umgebung schaffen, in der Menschen sich wohl fühlen ihre Identität angstfrei zu leben.

  6. Email-Signatur anpassen, zum Beispiel: „Die Geschlechtsidentität einer Person lässt sich weder durch den Namen noch das äußere Erscheinungsbild objektiv feststellen. Für eine diskriminierungsfreie Anrede empfiehlt es sich daher auf Pronomen und Herr/Frau zu verzichten und stattdessen Vor- und Nachname zu verwenden.“

Sprache ist nicht nur Grammatik – sie ist Ausdruck von Respekt, menschlicher Anerkennung und Empathie.

Anruf aus der Vergangenheit

Jasmin Lörchner hat einen feministischen Podcast namens herstorypod (Si apre in una nuova finestra) und stellt dort ähnlich wie wir Wegbereiter*innen vor unter dem Motto “Frauen und Queers in die Geschichtsbücher. Jasmin hat sich mit einer Person namens Gluck beschäftigt und uns Gluck in ihrem Anruf aus der Vergangenheit vorgestellt. Es wird vermutet, dass Gluck sich als nichtbinäre Person verstanden hat, da Gluck sich den starren Geschlechtervorstellungen der Gesellschaft entzogen hat. Gluck war eine Kunstschaffende Person, die sich auch in der Kunstwelt behaupten konnte.

Jasmin hat eine ausführliche Podcastfolge zu Gluck (Si apre in una nuova finestra) veröffentlicht, in der ihr weitere spannende Infos zu Gluck entdecken könnt:

https://herstorypod.de/podcast/gluck-nicht-frau-oder-herr-gluck-einfach-gluck/ (Si apre in una nuova finestra)

Weitere Informationen zu Gluck sind in der Wikipedia (Si apre in una nuova finestra) zu finden:

https://de.wikipedia.org/wiki/Gluck_(Malerei) (Si apre in una nuova finestra)

Community Frage

Wir bitten immer wieder um Fragen aus der Community, die ihr an Julia schicken könnt. Seitdem gehen auf unterschiedlichen Wegen Fragen bei Julia ein.

Diesmal kam eine Email von Tanja mit der Frage:

“Mich würde interessieren, wie in Deutschland in einem medizinischen Notfall mit transgeschlechtlichen Patient*innen umgegangen wird, wenn diese bewusstlos sind? Besonders dann, wenn Geschlechtseintrag, Name oder medizinisch relevante Informationen (z. B. Hormoneinnahme, vorhandene Organe) nicht eindeutig aus dem Ausweis hervorgehen. Wie gut sind Rettungsdienste und Kliniken darauf vorbereitet, und wo liegen aktuell die größten Probleme?“

Eine sehr interessante Frage, die gleich mehrere Bereiche berührt, wie z.B. Medizin, Recht, Ausbildung, Menschenwürde, etc.

Eine pauschale klare Antwort darauf ist vermutlich nicht möglich, da nicht bekannt ist, ob es dazu einen Leitfaden gibt. Aber wenn man veruscht die Situation ein wenig differenzierter zu betrachten:

  • In akuten Situationen haben Lebensrettung und Stabilisierung immer Vorrang. Rettungsdienste und Notaufnahmen sind verpflichtet, nach dem klinischen Zustand zu handeln – nicht nach dem Geschlechtseintrag im Ausweis. Bewusstlosigkeit ändert daran nichts.

  • Schwieriger kann es werden, wenn sich das Personal an Ausweisdokumenten orientiert. Das kann zu Deadnaming und Misgendern führen, selbst ohne böse Absicht.

  • Viele Notfallmediziner*innen handeln pragmatisch und professionell

  • In der Akutmedizin wird ohnehin körperlich untersucht

  • Im medizinischen Bereich ist die “Sorge” um andere sehr im Mittelpunkt und da nimmt die Sensibilisierung insgesamt zu.

Idee:

Die Deutsche Gesellschaft für Trans* und Inter*geschlechtlichkeit bietet seit langer Zeit einen sogenannten Ergänzungsausweis (Si apre in una nuova finestra) an. Vielleicht kann man einen ähnlichen Ausweis für trans*, intergeschlechtliche und nichtbinäre Menschen als tin*-Notfallausweis entwickeln, der z.B. bei Bewusstlosigkeit oder in anderen Notsituationen über Medikamente (z.B. Hormontherapie, o.ä.) aufklärt, um eine adäquate Gesundheitsversorgung zu gewährleisten.

Unboxing by Kathleen

Per Email schickt Kathleen immer ein Objekt an Julia, welches sie dann unboxed. In Folge #7 war das Unboxing-Objekt untenstehendes Plakat bzw. Flyer mit dem Titel Chez Romy Haag.

Das Chez Romy Haag ist ein Berliner Club, der zu seiner Eröffnung im November 1974 einlud mit den Worten:

Falls Ihre Wäsche mehr als 175° aushält, Sie von Vorurteilen frei sind, Transvestiten und Lebenskünstler lieben, dann ziehen Sie Ihre besten Klamotten an und kommen Sie zu uns.

Einladung zur Eröffnung des "Chez Romy Haag" (Quelle: queer.de)

Der Club stieg schnell zum Szene-laden auf und Berühmtheiten wie David Bowie, Udo Lindenberg u.v.m. waren dort gerne zu Gast. Nora Eckert, heutige trans* Aktivistin und Autorin arbeitete ihrerzeit im “Chez Romy Haag” und hat bei queer.de (Si apre in una nuova finestra) einen Artikel über den Club geschrieben:

https://www.queer.de/detail.php?article_id=51814 (Si apre in una nuova finestra)

In einem Interview beschreibt Romy Haag ihre Motivation, weshalb sie das “Chez Romy Haag” eröffnete. Auf die Frage zum Berliner Nachtleben antwortete sie:

Oh, das war echt enttäuschend. Das Merkwürdige war ja: Es gab einfach nichts! Keine Diskotheken, nichts, was mich interessiert hätte. Nur traditionelles, altmodisches Kabarett im Stil der 50er und 60er Jahre oder Musik für bekiffte Hippies. Also habe ich meinen eigenen Club eröffnet!

https://www.the-berliner.com/berlin/queen-of-the-underground/ (Si apre in una nuova finestra)

Mit David Bowie war Romy Haag während seines Berliner Aufenthalts in einer Beziehung. In seinem Video “Boys Keep Swinging” spielt er auf das Chez Romy Haag an.

https://www.youtube.com/watch?v=2KcOs70dZAw (Si apre in una nuova finestra)

Kulturtipps

Da sieht man wohin es führen kann, wenn man Themen und Objekte unboxed, die vorher nicht abgesprochen werden :-)

Passend zu Kathleens Unboxing-Objekt hat Julia nämlich das Buch zu Romy Haag’s Biografie im Gepäck.

Buch-Tipp: Romy Haag “Eine Frau und mehr” 1999, Quadriga-Verlag
Eine Frau und mehrhttps://www.amazon.de/Eine-Frau-mehr-Romy-Haag/dp/3886793281 (Si apre in una nuova finestra)
  • In dem Buch beschreibt Romy Haag ihre Herkunft aus den Niederlanden, wie sie mit 13 auf der Hamburger Reeperbahn landet und verhaftet wird bis hin zu den großen Bühnen als trans* Ikone und Show-Queen in New York und Paris bevor sie in Berlin ihren eigenen Club “Chez Romy Haag” eröffnet. Sie erzählt von ihren Partnerschaften und auch von der Beziehung, die sie mit David Bowie geführt hat.

Als ihre Biografie erschien schrieb die taz einen Artikel am 20.8.1999 mit der folgenden Einleitung:

„Bundespräsident Walter Scheel empfängt im Schloss Bellevue Kulturschaffende des Landes, und die vermeintlich feine Gesellschaft Berlins rümpft die Nase, als Romy Haag den Saal betritt: Eine Dame der Halbwelt, eine Nachtclubbesitzerin, und dann auch noch transsexuell. Viele machen Platz oder drücken sich an die Wände, aus Angst, unfreiwillig mit ihr zusammen auf ein Foto zu geraten.“

https://taz.de/Zwischen-Pluesch-und-Playback/!1274920/ (Si apre in una nuova finestra)
Film-Tipp: "Swan Song“ Spielfilm von Todd Stephens (2021) mit dem jüngst verstorbenen wunderbaren Udo Kier. 
https://www.youtube.com/watch?v=heN0JtJu4pE (Si apre in una nuova finestra)

Preise

Unser Angstkatzenhäschen verleihen wir an Personen oder Institutionen, die mit transfeindlichem Verhalten auffallen.

  • Die EMMA ist ein Magazin für Frauen, das sich auf die Fahne schreibt “feministisch” zu sein. Die EMMA und ihre Gründerin Alice Schwarzer haben in den 70er/80er Jahren starke Fortschritte für die Emanzipationsbewegung erzielt (EMMA kommt von “Ema”nzipation). In der jüngsten Zeit wird jedoch regelmäßig gegen trans* Personen gehetzt, immer wieder populistische Parolen geschmettert und Rechtsextremismus für feministische Zwecke instrumentalisiert. Laut Wikipedia zählt die EMMA zu den Zeitschriften mit den “größten Auflagenverlusten” in Deutschland. Im Dezember 2025 titelte die EMMA ihre Ausgabe mit “Die neuen Frauen” und hetzte genüsslich gegen das Selbstbestimmungsgesetz und die trans* Community. queer.de (Si apre in una nuova finestra) hat das in einem Artikel gut zusammengefasst.

https://www.queer.de/detail.php?article_id=56224 (Si apre in una nuova finestra)

Unseren goldenen Blumenstrauß verleihen wir an Personen oder Institutionen, die sich besonders für trans*, intergeschlechtliche oder nicht-binäre Menschen einsetzen.

  • Das Netzwerk geschlechtliche Vielfalt in NRW (NGVT* NRW) ist der Landesverband der lokalen und regionalen Trans*-Gruppen und -Strukturen in Nordrhein-Westfalen und engagiert sich für die Aufklärung und Beratung zu geschlechtlicher Vielfalt. Regelmäßig werden auch Broschüren publiziert. Ganz neu erschienen ist nun die Broschüre “Gut versorgt!? Ganzheitliche Nachsorge für deine Transitions-OP” (Si apre in una nuova finestra). Eine Handlungsempfehlung mit Fachwissen zum Umgang mit Operationen und ihrer Nachsorge.

  • Diesmal haben wir auch noch einen zweiten Blumenstrauß für MacKenzie Scott. Die Ex-Frau des Amazon-Gründers Jeff Bezos ist Milliardärin hat 45 Millionen US-Dollaran das Trevor Project in den USA gespendet (Si apre in una nuova finestra). Der Organisation wurden letztes Jahr 25 Millionen Dollar Förderung aus Bundesmitteln gestrichen. Die Trump-Regierung lehnt Suizidprävention und andere Angebote für queere Menschen ab. MacKenzie Scott hat dieses Defizit ausgeglichen und hat sich damit den goldenen Blumenstrauß mehr als verdient gemacht. Zohran Mamdani ist der neue Bürgermeister von New York und stellt sich schützend vor die trans* Community. Er sagt:„Der Mann mit der größten Macht verfolgt die Schwächsten unserer Gesellschaft“ und er will “hunderte Anwält*innen engagieren um dem Trump Hass etwas entgegenzutreten.” New York soll eine Sanctuary City für trans* Personen werden. Hier das Youtube Video mit seinem Statement

Hinweise

  • Wir sind leider noch keine Profis und kennen uns noch nicht so gut aus. Aber unsere Beiträge waren in der Vergangenheit leider nicht immer für alle lesbar, deshalb haben wir das nun geändert :)

Credits

Ein besonderes Dankeschön geht diesmal an Jasmin Lörchner und ihrem Podcast herstorypod (Si apre in una nuova finestra) für den wichtigen Beitrag zum “Anruf aus der Vergangenheit”.

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