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Lehrjahre der Unmenschlichkeit

Ein Band mit gesammelten Essays und eine große Studie - ausnahmsweise ein Hinweis in ganz eigener Sache.

Liebe Freundinnen und Freunde, Kolleginnen und Kollegen,

ich möchte Sie auf diesem Weg auf meinen eben erschienenen Essayband „Die Kunst des Widerstands“ (Picus-Verlag, Wien) hinweisen – und Ihnen auch schon mein Buch „Erziehung zur Grausamkeit“ ankündigen, welches im Sommer in der Edition Suhrkamp erscheinen wird. Ich stehe natürlich für alle Arten von Debatten zur Verfügung, hoffe auf kontroverse Rezensionen und lebendige Lesungen/Veranstaltungen.

Über die „Kunst des Widerstand“ heißt es im Klappentext: „Angesichts einer Welt, die in Tyrannei und neuem Autoritarismus zu versinken droht, heißt die Kunst der Stunde Widerstand. Es gilt, der Versuchung zu trotzen, eine komplexe Welt in lächerliche Eindeutigkeiten aufzulösen, und die Falle übergroßer Gemäßigtheit zu vermeiden… Mit Verve setzt sich der Autor zwischen alle Stühle. Misik stemmt sich gegen die »Zerstörung der Vernunft« durch den neuen Faschismus und nimmt zugleich manche Verrücktheiten der heutigen Linken aufs Korn. Die politischen Verwüstungen unserer Zeit beschreibt er mit kulturellem Tiefgang, so wie er die politische Radikalität von Künstlern wie Annie Ernaux, Franz Kafka, Pier Paolo Pasolini oder George Orwell für unsere Zeit freilegt.“

In „Erziehung zur Grausamkeit. Die Massenpsychologie des Neuen Faschismus“ wird untersucht, wie sich Menschen verwandeln, wenn Agitation, Propaganda, Diskurse Passionen und Emotionen schüren. In der Ankündigung heißt es dazu: „In Brechts Mann ist Mann aus dem Jahr 1926 wird erprobt, ob man Menschen mitsamt ihrer Einstellungen beliebig formen kann. Der Arbeiter Galy Gay wird binnen einer Woche in eine gefühllose Kampfmaschine der britischen Kolonialarmee »ummontiert«. Keine zehn Jahre später geschah genau das im nationalsozialistischen Deutschland mit einer ganzen Gesellschaft. Im Zuge der Eskalation des Rechtspopulismus zum Rechtsradikalismus und schließlich zu einem neuen Faschismus vollzieht sich vor unseren Augen etwas ganz Ähnliches. Akteure wie Trump und ihre medialen Verstärker bombardieren ihre Gefolgsleute mit einem Trommelfeuer von Skandalisierungen, Häme und Hass. Die US-Heimatschutzministerin Kristi Noem zelebriert einen Kult der Kälte, Björn Höcke träumt von »wohltemperierter Grausamkeit«. Um zu verstehen, wie diese Agitation die Anhängerschaft verändert, befasst Robert Misik sich mit sozialpsychologischen Einsichten von Freud, Adorno und Leo Löwenthal. Er ergänzt sie um hochaktuelle Forschungsergebnisse und zeigt, wie Menschen zur Bestialität erzogen werden können.“ Wer meinen Großessay "Die falschen Freunde der einfachen Leute" mit Gewinn gelesen hat, wird diese - in gewissem Sinne - Fortsetzung sicherlich auch gerne lesen.

„Die Kunst des Widerstands“ können Sie jederzeit über den Picus Verlag erhalten: presse@picus.at (Si apre in una nuova finestra)

„Erziehung zur Grausamkeit“ ab August im Suhrkamp-Verlag. 

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