Meine allertollsten Momente (bisher)
Vamos Schatzi! Die Mutmachpodcaster überwintern in Chile

Hola ihr Lieben,
wir hatten es ja zart angedeutet: Wie auf unserer Winterreise vor zwei Jahren haben wir uns auch diesmal für ein paar Tage getrennt. Überhaupt kein Drama, sondern im Gegenteil, Beweis einer erwachsenen Beziehung. Mit welchem Menschen mag man sich schon ein Vierteljahr lang Tag und Nacht auf der Pelle hängen? Und auf welchen freut man sich nach einer Pause ganz besonders? Eben.
Und dann geschah auch noch Mehrfachmagie. Erster magischer Moment: Ich hatte eine Idee, nur ein Wort, eigentlich zwei, auf jeden Fall diese seltene Sorte Eingebung, wenn man denkt: “Hammer! Ist ja super.” Heftiges Googeln. Gr0ße Freude. “Gibt´s echt noch nicht. Heureka. Warum biste da nicht vorher draufgekommen?“ Am nächsten Tag fand ich die beiden Worte immer noch prima. Suse auch.
Seither grüble ich, murmle vor mich hin, kritzle Dinge. Im Tunnel. Herrlich. Zum ersten Mal seit sechs, sieben Jahren habe ich wieder Bock, ein Buch zu schreiben. Alles über Tunnel, Schreiben und Alleinsein in der Podcastbonusfolge, exklusiv für unsere Steady-Unterstützer.
Der zweite magische Moment: Suse sagte in einer Podcastfolge, als ich ihr ausnahmsweise auf die Nerven ging, sowas wie: “Wann haust du eigentlich mal wieder ab”? War lustig gemeint. Aber passte perfekt. Deswegen hocke ich auf einer Hütte während Suse auf einer Ziegenfarm volontiert. Davon erzählt sie Euch im nächsten Newsletter.
Draußen regnet´s und die Vermieter gucken alle 24 Stunden, ob ich noch lebe. Und wie. Das Manuskript auch. Macht Höllenspaß. It´s my life, um mit Jon Bon Jovi zu sprechen.
Suse und ich haben vereinbart, dass wir in der Trennungsphase (klingt herrlich dramatisch, oder?) auch getrennte Newsletter machen, jede/r einen. Hier ist meiner. Weil ich als Alleinherrscher alles entscheiden darf, gibt´s ein Fotoalbum mit schönen Momenten seit Anfang Dezember 2025 für alle. Unsere steady-Unterstützer bekommen exklusiv die Bonuspostcastfolge.
Viel Spaß.
Herzlich, Hütten-Hajo

Genossen
Da man Karotten hier immer nur in Riesensäcken bekommt, hatte ich bei meiner Woche allein auf der Hütte umgehend zwei neue Freunde. Bei meinem täglichen Läufchen habe ich zwei Vulkane gesehen, sofern die Sicht halbwegs klar war. Zwei Tage lang hat es hart durchgeregnet, und ich hatte größte Freunde, den alten Herdofen rund um die Uhr unter Feuer zu halten.

Bedröppelt
Kleiner Marsch am Vulkan. Ein Wirtschaftsweg führt bergan. Irgendwo rauscht es. Hinter Ästen ein kleiner Wasserfall. Durch die Blätter fallen Sonnenstrahlen auf die Wassertropfen. Magisch, oder?

Gefotoshopt
ist dieses Bild nicht. Gegen Abend nimmt die Sonne offenbar gern mal LSD und leert den Tuschkasten aus.

Gefürchtet
Dieses freche Katzenvieh hatte Freude daran, auf unser Autodach zu springen. Ich habe lieber nicht gemeckert. Die Augen weisen darauf hin, dass das Biest irgendeinen Dämonen in sich trägt. Will man sich ja nicht mit anlegen.

Gekentert
sind wir nicht, aber ein paar Mal war es echt knapp. Wir hatten eine geruhsame Sightseeing-Paddeltour erwartet, die sich dann aber als stramme Wildwasser-Abfahrt auf dem Rio Petrohué entpuppte. Zum Glück haben wir beide das irische Atlantik-Open-Water-Küsten-Zertifikat, wenn auch über 20 Jahre alt.

Gefeiert
American Gothic (1930) von Grant Wood gehört zu meinen absoluten Lieblingsbildern. Wir sind nah dran, oder?

Gedacht
Auf der Insel Chiloé stehen viele tolle Holzkirchen. In Castro zum Beispiel diese hier. Ihr seht die Decke.

Geklaut
Ich habe dieses T-Shirt gesehen, erworben und tief in meinem Rucksack versteckt. Keine Chance. Jetzt gehört´s Suse.

Gedeant
ich rauche ja eigentlich nicht mehr, aber mit Kippe und Feinripp am Pickup, das gefällt mir schon sehr.

Gepodcastet
An diesem Bild ist nix gestellt. Wir haben das Spielgerüst absichtlich gewählt, weil der Wind da oben wenig pfiff, was wiederum der Aufnahme zugute kommt und damit Euch.

Gerollt
Keinen Joint, dafür Disteln. Bei 60 Grad gehen die Samen kaputt. Also fix mal eine Sushi-Rolle des Teufels angefertigt. In der sonnengeheizten Folie wird sich das Distelzeug in Matsche verwandeln, die düngt, aber nicht mehr streut. Die Holzteile sind übrigens ehemalige Zaunpfähle. Durch die Löcher schiebt man die Querbalken. Sehr smart.

Gewartet
Man kann das Glück herausfordern, mit viel Geduld zum Beispiel. Wir haben also ewig lange ausgeharrt und immer wieder geknipst, in der Hoffung, dass just in dem Moment irgendein Meerestier irgendein Kunststück aufführt. Findet ihr vielleicht eins?
Getuckert
Juanin hat uns auf seinem Fischerboot mitgenommen. Sonst taucht er nach Muscheln. Schöner Pulli, oder?

Gegessen
Die Miesmuscheln rund um Chilöe sind riesig. Geschmack? Naja. Sagen wir so: Viel Zwiebeln, Knoblauch, Käse und Wein - dann geht´s. Dieses Monsterexemplar hat uns Juanin gebracht. Ach ja, und deer Knoblauch von CVhiloe ghilt als der größte, bste und teurste der welt. Hier mal als Größenvergleich drei Zehen (nicht Knollen) neben Normallimetten.

Allet Jute und janz viel Spaß mit der Suse-Ausgabe nächste Woche.
Ich schreib dann mal weiter jetzt.
Bis in 14 Tagen, wenn ich hoffentlich durch bin.
Hajo
Ach ja: In ihrem Newsletter Eulenpost teilt Suse Waldwissen, Coaching-Übungen sowie Termine für Waldtage und Workshops. Hier die Eulenpost kosttenlos abonnieren. (Si apre in una nuova finestra)
PS: Letztes Lieblingsbild

Und im Mitgliederteil die Bonusfolge #12
Hajo solo: Über Alleinsein, das Geschenk der Distanz und dem Bibbern vor dem Lektorenurteil.
Gedanken? Fragen? Anmerkungen? Bitte an hello@suseschumacher.de (Si apre in una nuova finestra).