Liebe Leute,
ich habe Matt genervt.
Ja, das ist keine Neuigkeit. Das ist Dog Bites Man. Aber diesmal ging es um etwas anderes. Es waren Fragen wie “Was muss ich tun, wenn da was von MOK steht?” oder “Ist sudo nicht dieser Rapper?” Fragen, die er mir beantworten konnte, und somit ist, das was ihr hier lest, der erste Produktivtext, den ich unter Linux Mint (Abre numa nova janela) schreibe. Das letzte Mal, dass ich dieses System benutzt habe, war es auf dem 7-Zoll-Displays des allerersten EEE-PCs von Asus (Abre numa nova janela), der noch mit Xandros Linux kam (das mich damals nicht unbedingt zu Begeisterungsstürmen hingerissen hat).
Wer meine siebzehn anderen Newsletter liest (z.B. mein monatliches Blog (Abre numa nova janela)), hat mitbekommen, dass Tech-Firmen mit ihrem KI-Fimmel mir gerade gewaltig auf die Nüsse gehen. Wenn ich morgens aufstehe, rechne ich schon damit, dass Microsoft nachts heimlich Copilot in den Klodeckel installiert hat. Von “Windows Recall” will ich gar nicht anfangen. Nie gehört? Schlagt’s nach. Oder nicht. Auf eigene Gefahr.
Ganz weg komme ich nicht von Windows, weil ich immer noch in dieser Gaemzbrangsche arbeite. Aber wenn ich einen großen Teil meines Arbeitsalltags von Windows und Office wegbewege, ist schon was gewonnen. Gefühlt zumindest. Der Nadella setzt sich deswegen nicht gleich in der Nacht sorgenvoll auf seinen Copilot-Klodeckel.
Ich hatte noch eine 1-TB-SSD aus meinem alten, defekten Rechner rumliegen, ich hatte noch einen freien SATA-Port in meinem aktuellen Desktop, also lag es nahe: Linux Mint druff. Eine Variante, die angeblich besonders leicht handhabbar ist. Und nach dem vierten Installationsvorgang, bei denen ich jeweils immer eine Sache mehr richtig machte (Linux-Installation ersetzt das Roguelike), läuft es nun. Dual Boot mit Windows 11 im PC. Und dann ließen sich all meine Programme des Alltags erstaunlich leicht installieren und … liefen. Hexenwerk! Und Matt hat auch wieder seine Ruhe und muss nicht mehr nachts sorgenvoll auf seinem Raspberry-Pi-Klodeckel sitzen!
Vielleicht ist das Steam Deck schuld. Denn Steam OS ist eine Linux-Variante. Eine, die fluffig läuft und zutraulich ist. Steam ist bei meiner Linux-Installation genauso zugewandt. Einfach installiert, eingeloggt, den Schalter für den Kompatibilitätsmodus umgelegt und wtf - all die Windows-Games laufen auf Linux Mint. Wie auf dem Steam Deck. Noch mehr Hexenwerk!
Ich will damit sagen: ich habe einen ganzen Arbeitstag darauf verwendet, auf einem funktionierenden Rechner mit Steam ein weiteres Betriebssystem mit Steam zu installieren, auf dem ich auch Adventures spielen kann, die ich sowieso lieber auf dem Steam Deck spiele.
Klingt das effizient?
Ich glaube nein.
Aber mental war es das wert.

…
hm
…
MATT SACHMA GEHT DAS AUCH AUF MEIM ZENBOOK?
Apropos Adventures.
Wir haben aufgenommen, Matt und ich, und das Wort “Linux” kommt darin nicht vor, glaube ich. Dafür “Old Skies” ziemlich oft. Neunzig Minuten ist allein dieser Teil schon geworden. Gerade warte ich auf Rückmeldung von Dave Gilbert, wann die Tage ein Interview möglich ist.
Und ich erwarte immer noch eure Audio-Meinungskästen! Zwei habe ich schon erhalten (danke!), zwei weitere sind mir verbindlich versprochen worden, aber es darf gern noch mehr kommen. Die Woche, in der dieser Rundbrief rausgeht, habt ihr noch Luft. Und ihr müsst es auch nicht durchgespielt haben.
Und danach?
Nun, nachdem im Discord und auch sonst sehr positive Vibes über “Kathy Rain 2” zu vernehmen waren, habe ich auch zugeschlagen. Teil 1 in der Originalfassung hatte ich vor Jahren begonnen, irgendwann schlicht vergessen. Spiele nun den “Director’s Cut” (mit exzessiver Lösungshilfe, damit es nicht ewig dauert), um mich dann auf den zweiten Teil zu stürzen. Aber “Lost Records” sollte auch nicht das schlicht-vergessen-Schicksal erleiden, also …
Sagen wir so, es wird zumindest nicht an Mangel an Geräten mit Steam scheitern.
Bleibt abenteuerlich,
Falko