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“Meine Tochter lässt sich nur von mir ins Bett bringen”

Bild: Cindy und Kay Fotografie

Hier auf Steady teile ich anonymisiert einige eurer langen E-Mails und meine ausführlichen, empathischen und recherchierten Antworten. Ich bin kein Coach und keine Psychotherapeutin und würde euch bei entsprechenden Fragen bitten, Fachpersonal zu konsultieren. Wenn es bei euch im Alltag an kleinen Dingen hakt und ihr gern meine Einschätzung hättet, schreibt mir gern an anna [punkt] brachetti [at] posteo [punkt| de.

Liebe Anna,

vielleicht hast du ja einen Rat an mich. Meine Tochter ist gerade zwei geworden. Sie wird noch nicht fremdbetreut, allerdings haben wir in 4 Wochen die Eingewöhnung in der Kita (täglich für 3-4 Stunden). Meine Tochter ist recht introvertiert, war lange Zeit sehr schüchtern, ist aber mittlerweile aus sich heraus gekommen. Wir haben ihr die Zeit gelassen, die sie braucht, und auch noch mal die Kita verschoben. Sie ist recht feinfühlig, mag es nicht, wenn andere Kinder laut und wild sind, und ist sensibel, evtl. auch hochsensibel.

Ich war von Anfang an mit ihr zu Hause. Mein Mann hat die (leider) "klassischen" 2 Monate Elternzeit genommen und arbeitet Vollzeit. Allerdings ist er seit letztem November konstant zu Hause im Home Office. Unsere Kleine hängt sehr an mir, wird auch noch gestillt (auch wenn ich nicht glaube, dass da notwendigerweise ein Zusammenhang besteht), und lässt sich auch nur von mir ins Bett bringen. Zum Papa hat sie eigentlich eine gute Beziehung und freut sich auch, wenn er Zeit und Feierabend hat.

Nun zu meiner Frage. Meine Kleine lässt sich, wenn sie sich weh getan oder erschrocken hat, nicht von ihm (oder jemand anderem) trösten, nur von mir. Selbst wenn ich nicht direkt vor Ort, sondern nur irgendwo anders im Haus bin, weint sie so lange, bis ich sie auf den Arm nehme. Dann beruhigt sie sich sofort. Generell soll Mama eigentlich immer mit dabei sein, sie ist auch nur ungern mit meinem Mann allein unterwegs. Eigentlich so gut wie nie. Und wenn doch einmal, fängt sie auch unterwegs an, nach mir zu weinen, wenn sie sich weh tut oder traurig ist. Sie hört dann nicht auf, bis sie wieder bei mir sind. Das belastet mich, weil ich nur Zeit für mich habe, wenn sie schläft. Abends lässt sie sich auch nur von mir ins Bett bringen. Bei meinem Mann schreit sie dann so lange, bis sie hyperventiliert. Ich hielt das immer nur für eine Phase, frage mich aber, ob das nicht ein grundsätzliches Problem darstellt, an dem wir arbeiten sollten. Und natürlich habe ich auch ein bisschen Bedenken, was in der Kita passiert, wenn sie sich da mal weh tut.

Vielen Dank fürs Lesen.

Liebe Grüße

Fiona*

Tópico Elternschaft

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