Saltar para o conteúdo principal

Gute Worte für schlechte Gefühle

Hallo,

gerade beschäftige ich mich mit der Geschichte der Emotionen. Und vielleicht denkst du im ersten Moment genau wie ich: Hä, wieso Geschichte?

Wut, Angst, Freude, Ekel, Traurigkeit, das ist doch alles angeboren, quasi biologisch. Das fühlt jedes Baby und jeder Opa, Nomaden in der afrikanischen Wüste und Unternehmensberaterinnen in Tokio, Putzfrauen und Mathematikprofessoren, heute wie vor tausend Jahren.

Tja. Nein.

Was wir fühlen, ist abhängig von unseren Gedanken, die sind stark gesprägt von der Kultur und den Werten der Gesellschaft um uns herum - und die wiederum: verändern sich ständig.

💌 Neu dabei? Hier kannst du "Innen & Außen" abonnieren.💌 (Abre numa nova janela)

Nostalgie zum Beispiel. Heutzutage verstehen wir darunter eine milde Sehnsucht nach vergangenen Zeiten. Als der Schweizer Arzt Johannes Hofer 1688 den Begriff zum ersten Mal verwendete, bezeichnete er damit aber einen Zustand, an dem ein junger Student in Basel beinahe gestorben wäre. Erst als der Betroffene in sein 60 Kilometer entferntes Heimatdorf zurückgebracht wurde, wurde er wieder gesund. Ärzte in ganz Europa erkannten daraufhin Nostalgie - oder auch Heimweh - bei ihren Patienten. Zum letzten Mal verschied eine Person während des Ersten Weltkriegs daran, zumindest laut Totenschein.

Tópico Newsletter

0 comentários

Gostaria de ser o primeiro a escrever um comentário?
Torne-se membro de Barbara Vorsamer e comece a conversa.
Torne-se membro