Hallo,
diese Woche war ich auf zwei Elternabenden und habe mich gefragt, auf wie vielen ich schon war. Mit zwei Kindern, die seit zehn beziehungsweise 13 Jahren pädagogische Einrichtungen besuchen, ist 50 wahrscheinlich eine zurückhaltende Schätzung.
Die für mich interessantere Frage ist aber gerade, wie oft ich noch hin muss. Mein Gefühl diese Woche: Das hat sich bald erledigt. Während vorne die Lehrkräfte referierten , wie viele Schulaufgaben es dieses Jahr geben und was der Stoff in Physik/Geschichte/Latein sein werde, dämmerte ich vor mich hin und dachte: Eigentlich muss ich nicht wissen, wie man Jamben skandiert. Ich habe mein großes Latinum schon (und habe alles vergessen, wer wissen will, was der vorletzte Satz bedeutet, frage bitte wen anders).
So langsam, langsam geht die Verantwortung für all things Schule von unseren Schulten auf die der Kinder über, auch wenn die das noch nicht so einsehen. Mein Sohn war heute jedenfalls erbost, dass er seinen ersten Strich bekommen hat, weil er ein Buch vergessen hat. “Das kommt nur daher, dass du meinen Ranzen nicht mehr packst!”
Exakt daher kommt es, mein Schatz. Nächstes Mal denkst du dran. Und wenn nicht, passiert auch nix Schlimmes. Das weiß ich aus Erfahrung, denn im Hausaufgaben und Bücher vergessen war ich in meiner Schulzeit auch ganz groß.
Die beiden Elternabende waren jedenfalls harmlos, in beiden Klassen scheint es gerade keine größeren Konfliktthemen zu geben, und, Halleluja: Wir haben uns gegen eine Eltern-WhatsApp-Gruppe entschieden. Über diese Chat-Hölle habe ich das erste Mal vor ungefähr acht Jahren in einem Newsletter geschrieben. Mein Text darüber (Abre numa nova janela) erschien dann vor zwei Jahren in der SZ.
(Abre numa nova janela)Ich versuchte darin, herauszuarbeiten, was an diesen Gruppen so schrecklich ist und habe folgende Gründe identifiziert: