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Drei Gedanken zum Play-off-Tag (27.3.26)

von Bernd Schwickerath und Christoph Fetzer

Zu jedem Play-off-Tag in der DEL gibt es von uns drei kurze Gedanken.

Die Ergebnisse von Freitag, 27. März:
DEL-Viertelfinale:
Kölner Haie - Schwenninger Wild Wings 4:2 (Serie: 2:0)
Fischtown Pinguins - Adler Mannheim 4:5 n.V. (Serie: 0:2)
Eisbären Berlin - Straubing Tigers 2:1 (Serie: 1:1)
ERC Ingolstadt - EHC RB München 1:6 (Serie: 1:1)

95,5 Prozent Fangquote im ersten Play-off-Spiel: Münchens Torwart Simon Wolf. Bild: City-Press

1. Wolf bärenstark

Erstes Play-off-Spiel. Auswärtsderby. Bei 0:1-Rückstand in der Serie. Als junger Torwart. Spontan fallen uns 1000 Dinge ein, die mit weniger Druck verbunden sind. Doch Simon Wolf meisterte die Aufgabe souverän, hielt beim 6:1-Sieg des EHC RB München in Ingolstadt 21 von 22 Schüssen (95,5 Prozent) und vertrat die Münchner Nummer eins Antoine Bibeau hervorragend.

Wolf war in dieser Saison schon alles: Am Anfang die Nummer zwei, nach der Niederberger-Verletzung und vor der Bibeau-Verpflichtung sogar ganz kurz mal die Nummer eins, dann wieder die Nummer zwei, nach Niederbergers Rückkehr Nummer drei (zweieinhalb Monate ohne DEL-Einsatz), nach Niederbergers erneuter Verletzung Nummer zwei – und jetzt für das wichtige Spiel in Ingolstadt die Nummer eins. Sicher nicht ganz einfach für den Kopf. Aber auch damit wusste Wolf umzugehen. 

Nun lag das auch an seinen Vorderleuten. Ingolstadt hatte gerade mal 1,83 Expected Goals, aber Wolf kassierte sogar noch rund eins weniger. Hinten präsentierten sich die Münchner also insgesamt stabiler als in Spiel 1, vorne half ihnen wieder das Powerplay. Schon im ersten Viertelfinale hatten sie zweimal in Überzahl getroffen, im zweiten legten sie drei Powerplay-Tore nach. Fünf von 13, das ist mal eine Ansage. Tobi Rieder im Slot, Chris DeSousa aus dem Bullykreis, Taro Hirose als dritter Torschütze und Vorlagengeber bei den anderen beiden Treffern– die Fünf-Stürmer-Formation, in der neben den drei Genannten noch Yasin Ehliz und Adam Brooks spielen, liefert. In einer Serie, die nicht gerade von Disziplin geprägt ist und in der es schon 22 (!) Powerplays gab, könnten die Special Teams weiter ein sehr wichtiger Faktor bleiben.  

2. Die Antwort des MVPs

Ein Eisbär, der nicht nur schwimmt, sondern vor allem trifft: Doppeltorschütze Ty Ronning.

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