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Liebe Leserinnen und Leser,

pünktlich zur re:publica 25 starte ich heute auf Steady mein wöchentliches „Bluesky-Briefing“. Abonniere meinen neuen Newsletter und erhalte jeden Montag die neuesten Nachrichten, Analysen, Hintergrundberichte, Interviews und Tipps rund um Bluesky. Unabhängig, fundiert und gründlich recherchiert.

Obwohl ich ein bekennender Bluesky-Fan bin, bewahre ich mir einen kritischen Blick und schaue über den Tellerrand – zu Mastodon, ins Fediverse, aber auch auf X, Meta und TikTok. Wie soziale Medien in der EU politisch reguliert werden sollten, damit sie mit ihren Blackbox-Algorithmen nicht unsere liberale Demokratie gefährden, wird ebenfalls Thema sein.

Ich beleuchte technische Entwicklungen, erkläre das Bluesky zugrundeliegende AT-Protokoll und zeige spannende Drittanbieter-Apps. Besonders interessieren mich die Menschen hinter Bluesky und ihre Antriebe. Wer sind die Investoren? Ist Bluesky wirklich „billionaire-proof“, wie Chefin Jay Graber behauptet? Auch diesen kritischen Fragen gehe ich nach.

Seit September 2023 bin ich bei Bluesky. Damals war die Plattform noch stark mit dem Namen des früheren Twitter-CEOs Jack Dorsey verbunden, der die Präsidentschaftskandidatur des Verschwörungsideologen Robert F. Kennedy junior unterstützte – Donald Trumps heutigem Gesundheitsminister, der mit wissenschaftlich unhaltbaren Aussagen auffällt. Deshalb war ich misstrauisch und begann zu recherchieren.

Mythen und Wahrheit

Ich fand heraus, dass vieles, was die Leute erzählten, nicht stimmte. Bluesky gehörte nie Jack Dorsey, sondern CEO Jay Graber und ihrem Team. Dorsey war als Twitter-CEO Auftraggeber, nicht Eigentümer. Die 13 Millionen Dollar Startkapital kamen von Twitter, nicht von Dorsey persönlich. Graber verhandelte 2021 monatelang, damit Bluesky ein von Twitter unabhängiges Unternehmen wird. Das war vorausschauend, denn wenig später übernahm Elon Musk Twitter und kündigte den Vertrag mit Bluesky.

Durch diese Recherchen wurde ich zum Bluesky-Experten. Ich bin kein IT-Fachmann oder Programmierer, sondern freier Journalist und Autor. Mein Newsletter richtet sich nicht nur an Nerds und Software-Entwickler:innen, sondern an alle Bluesky-Nutzer:innen und Interessierte, die soziale Medien demokratischer gestalten wollen. Darum schreibe ich so verständlich wie möglich und vermeide es, zu sehr auf technische Details einzugehen.

Eines ist klar: In einer Zeit, in der Eigentümer großer Online-Plattformen offen rechtsextreme Ideologien verbreiten und Autokraten unterstützen, ist die Frage hochpolitisch, welche sozialen Medien wir nutzen und wie wir sie regulieren. Der US-amerikanische Techjournalist Mike Masnick (Abre numa nova janela) schrieb bereits im März, sein Blog TechDirt (Abre numa nova janela) sei nun ein Demokratieblog. Masnick ist auch Mitglied im vierköpfigen Aufsichtsrat von Bluesky PBC. Er hat recht, jeder Social Media Newsletter muss heute auch ein Demokratie-Newsletter sein. Davon hängt unsere Freiheit ab! Ich bin überzeugt, dass offene Netzwerke wie Bluesky oder das Fediverse das Internet revolutionieren könnten. Ob das gelingt, ist noch offen.

Mit über 36 Millionen User:innen ist Bluesky die größte Alternative zu Elon Musks X, die von keinem Milliardär kontrolliert wird. Rund um das Bluesky zugrundeliegende AT-Protokoll entsteht ein offenes Ökosystem aus Apps und Tools von Drittanbietern, die sogenannte ATmosphere. Es gibt bereits Apps, die Instagram oder TikTok ähneln und auf AT-Proto basieren. Bluesky ist mehr als nur ein Kurznachrichtendienst!

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Neben dem Bluesky-Briefing gibt es auf Steady noch einen weiteren Newsletter von mir: Der Newsletter Zukunftsfragen (Abre numa nova janela) ist thematisch wesentlich breiter, es geht um Klima, Demokratie und Gerechtigkeit. Er erscheint in der Regel freitags. Natürlich geht es dort auch gelegentlich um Social Media und Bluesky, aber eben nicht nur. Das Bluesky-Briefing ist dagegen, wie der Name schon sagt, spezieller. Während Zukunftsfragen (Abre numa nova janela) ein Essay-Newsletter ist, ist das montägliche Bluesky-Briefing (Abre numa nova janela) eher ein klassischer Newsletter mit Nachrichten über Bluesky und aus der ATmosphäre. Ob ihr beide Newsletter abonniert oder nur einen davon, bleibt ganz Euch überlassen.

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In diesem Newsletter steckt viel Arbeit. Recherchen kosten Zeit – und auch ich muss meine Miete bezahlen. Darum freue ich mich, wenn Du mich als Mitglied unterstützt. Nur mit genügend Mitgliedern, die meine Arbeit regelmäßig mit einem kleinen Beitrag fördern, kann ich diesen Aufwand auf Dauer leisten. Einige Inhalte sind deshalb exklusiv für zahlende Mitglieder zugänglich. Schon mit 4,50 Euro im Monat hilfst Du mir, unabhängig und gründlich zu recherchieren. Teste die Mitgliedschaft 30 Tage gratis – ohne Risiko!

Herzliche Grüße,

Euer Yves Venedey

P.S.: Sucht Ihr noch ein Vatertags- oder Geburtstagsgeschenk? Vielleicht wäre eine Geschenkmitgliedschaft (Abre numa nova janela) für das Bluesky-Briefing etwas für Bluesky-Fans?

https://steadyhq.com/bsky-briefing/gift_plans (Abre numa nova janela)
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