Eine im Juli 2025 veröffentlichte Studie (Abre numa nova janela) im Auftrag des Europäischen Parlaments skizziert ein mögliches Regulierungsszenario für generative KI-Systeme wie ChatGPT, Claude oder Gemini mit weitreichenden Folgen für Plattformbetreiber, Content-Anbieter und Unternehmen in Europa.

Die wichtigsten Erkenntnisse:
Die derzeit geltenden Ausnahmen im Urheberrecht (z. B. Text- und Data-Mining) sind nicht auf generative KI ausgelegt. Die aktuelle Praxis des KI-Trainings widerspricht laut Studie den Grundprinzipien des europäischen Urheberrechts.
Im Fokus steht ein regulatorischer Systemwechsel: Künftig könnten KI-Anbieter verpflichtet werden, Trainingsdaten transparent offenzulegen, Inhalte zu lizenzieren und Urheber zu vergüten. Grundlage wäre ein zentrales Register beim EUIPO.
Vorgeschlagen wird die Einrichtung einer europäischen Aufsichtsbehörde mit Prüf- und Auditbefugnissen. KI-Ausgaben, die Inhalte substituieren oder deren Marktwert mindern, sollen künftig kostenpflichtig sein.
Konsequenzen für SEO und digitale Infrastruktur:
Generative KI ersetzt zunehmend klassische Suchfunktionen. Der Zugriff auf originäre Inhalte erfolgt nicht mehr über Links, sondern über synthetische Ausgaben. Das unterläuft bisherige Mechanismen der Reichweitensteuerung.