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#361 Erklär mir sanfte Radikalität, Jagoda Marinić

🗺️ Die Welt ist ungerecht: Wie gehen wir mit der Wut darüber um? Wie tragen wir unseren Teil bei, ohne ständig zu verzweifeln? Darüber habe ich mit Jagoda Marinić gesprochen. Es ist ein Gespräch, das mich persönlich extrem berührt hat. Über die Manipulation unserer Gehirne, warum sich Linke oft selbst sabotieren und wie wir aus der Wutspirale herauskommen. Jagodas Lösung: Sanfte Radikalität. Ich bin überzeugt!

 🙆 Jagoda Marinić ist Schriftstellerin, Publizistin und Podcasterin. Sie schreibt als Kolumnistin für den deutschen »Stern«. Ihr neuestes Buch heißt »Sanfte Radikalität«: https://amzn.to/41ar1X6 (Abre numa nova janela) Ihr Newsletter: https://jagodamarinic.substack.com/ (Abre numa nova janela)

 Diese Bücher empfiehlt Jagoda:

 1.         Digital Minimalism: Choosing a Focused Life in a Noisy World (Abre numa nova janela) von Cal Newport

2.         Der Fremde in uns (Abre numa nova janela) von Arno Gruen

3.         Rayuela. Himmel und Hölle (Abre numa nova janela) von Julio Cortazar

 Jagodas Shoutout für Medien:

 1.         YouTube-Vorträge von Tymothy Snyder (Abre numa nova janela), Sir Ken Robinson (Abre numa nova janela) und Robert Sapolsky (Abre numa nova janela)

2.         Bildungsstätte Anne Frank (Abre numa nova janela) auf Instagram

Was nehme ich mir mit?

1.         Wut ist super. Sie ist ein guter Seismograf, sagt Jagoda. Sie zeigt uns, das etwas falsch ist, ungerecht. Es ist wichtig, das zu fühlen. Aber: Wut darf kein Dauerzustand bleiben. Wir müssen diese Wut in etwas Konstruktives kanalisieren.

2.         Sanfte Radikalität. Radikal in unseren Zielen bleiben, wie etwa Gerechtigkeit, der Kampf gegen Unterdrückung, Armut, Unrecht. Aber: Sanft in unserer Art, dagegen anzukämpfen. In der Kommunikation, in unserer Sprache, im Umgang mit Andersdenkenden.

3.         Kieselsteine versetzen statt Berge. Niemand von uns kann Berge versetzen. Aber wir können alle ein paar Kieselsteine von A nach B bewegen. Wir können im Kleinen viel bewirken und wenn viele Menschen viele kleine Dinge tun passiert gemeinsam etwas Großes.

4.         Mitgefühl bringt uns weiter, Mitleid nicht. Wir müssen nicht mit anderen Menschen mitleiden. Das hilft niemandem etwas. Mitgefühl aber, mit Menschen mitfühlen, die ungerecht behandelt werden, kann aktivieren, macht aktiv, bringt zum Handeln.

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