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THE GOOD NEWS

Redaktion free.fem.minds MAGAZIN

Darstellung: KI

Es gibt sie auch in diesen Zeiten.
Die guten Nachrichten rund um
Frauenrechte, Gewaltschutz, Gleichstellung und natürlich Frauen

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Coercive Control – wenn Suizide in Wahrheit Morde sind

Kimberly Milne, eine Betroffene schwerer häuslicher Gewalt, starb 2023, als sie in im schottischen Dundee von einer Brücke in den Tod sprang. Zuvor hatte sie ihr gewalttätiger Ehemann immer wieder angegriffen und unter anderem stranguliert. Ein schottisches Gericht sprach Lee Milne nun wegen Mordes schuldig. Der Fall ist der erste seiner Art und gilt als weltweit wegweisend. Schon seit Jahren existieren Studien zu den Zusammenhängen von Suiziden von Gewaltopfern und der Forderung, diese Selbsttötungen müssten endlich als Morde gewertet werden.

Gänsehaut und ein berührter Bundestag

Das gab es so im Deutschen Bundestag noch nie. Die 28-jährige Linken-Abgeordnete Kathrin Gebel sprach Ende Februar zum Thema Gewalt gegen Frauen anlässlich der Epstein-Akten über ihre eigenen Erfahrungen mit einem sexuellen Übergriff im Alter von 17 Jahren. Es wurde still und die emotionale Rede der mutigen Politikerin brachte vermutlich für so manche:n im Saal die Tragweite näher, als jede Studie es könnte. Minderjährige Frauen gibt es nicht, betonte Kathrin Gebel. Sie kritisiert die häufige Einstellung von Verfahren zu sexueller Gewalt und setzt sich auch für die Aufarbeitung der Epstein-Fälle in Deutschland durch Politik und Behörden ein. Kathrin Gebel zeigt eindrucksvoll, wie die Scham die Seite wechseln kann. Und dass Mut meist weiblich ist.

Hart erkämpft

Am Ende waren es weit über 1,2 Millionen Stimmen, die die europäische Bürgerinitiative My Voice, My Choice für sichere und zugängliche Abtreibungen in der EU sammelte. Die Slowenin Nika Kovač hat drei Jahre darum gekämpft, dass jede Frau in der EU-Zugang zu sicherer Abtreibung erhalten soll. Jetzt hat sie – strellvertretend für die Frauen in Europa – einen Sieg errungen.

Weit über 20 Millionen Frauen sind bislang ohne Zugang zu Abtreibungen. Das soll sich ändern. Die EU-Kommission stimmte den Forderungen im Februar 2026 nun weitgehend zu. Zwar seien die jeweiligen Nationalstaaten am Ende verantwortlich für die Umsetzung, aber die EU gewähre den Mitgliedsstaaten nun offiziell Hilfen für Schwangerschaftsabbrüche aus bestehenden EU-Töpfen. So könnten Frauen davon Reisekosten in benachbarte Länder erhalten, in denen Abtreibungen legal und verfügbar seien oder die Staaten die Mittel auch zum Aufbau von Strukturen im Land nutzen. Ein Meilenstein feministischer Arbeit.

Wenn Frauen Männer einfach auslachen.

Werden Frauen zu erfolgreich, greifen Männer gern in die Macho-Trickkiste. Lächerlich machen, verunsichern, beschämen, steht auf dem Leitfaden für kleine Männer-Egos im Umgang mit starken Frauen. Auch bei den diesjährigen Winterspielen fand sich in der Pressekonferenz-Schublade eine solche Frage. Ein männlicher Reporter fragte bei der US-amerikanisch-chinesischen Freestyle-Skifahrerin Ailing Eileen Gu nach, ob sie denn nun zwei Silber-Medaillen gewonnen hätte. Oder doch zweimal Gold verloren. Die Antwort? Sie lacht ihn erstmal aus. Dann erklärt ihm die Ausnahme-Sportlerin geduldig, was die Frage im Kontext ihrer bisherigen Olympiaerfolge bedeutet. Model, Quantenpysikerin, Schlagfertigkeitskönigin. Da kann man schon mal blöd fragen und charmant belehrt werden.

Neuer Vorstoß: Nur Ja heißt Ja!

Es könnte so einfach sein, ist es in Deutschland aber bisher nicht. Denn noch immer liegt die Beweislast, ausreichend Nein gesagt zu haben, bei Frauen. Eine neue Petition soll das ändern. Nur Ja heißt Ja. Und Sex ohne Zustimmung ist Vergewaltigung, das soll
endlich im deutschen Strafrecht verankert werden. 2025 hat es Frankreich vorgemacht, nun fordern Frauen- und Menschenrechtsorganisationen, dass Deutschland nachziehen muss. Dazu, also alle nicht einvernehmlichen sexuellen Handlungen unter Strafe zu stellen, ist die Bundesregierung auch völkerrechtlich verpflichtet, wissen Rechtsexpert:innen. Passiert ist bisher dennoch nichts. Die Petition u.a. von Lillith Rein (Vorsitzende Vorständin der Feminist Law Clinic) und Alina Kuhl (Veranstalterin The Monday Talks, Podcasterin und feministische Aufklärerin bei Instagram) will das deutsche Sexualstraftrecht nun endlich an internationale Menschenrechtsstandards anpassen. Mehr als 83.000 Menschen und Frauenrechtsorganisationen haben bereits unterschrieben. Jetzt unterzeichnen über den Link.

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Tópico So will ich leben

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