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Der Purpur-Sonnenhut ist viel mehr als eine Insekten-Pflanze

Der Purpur-Sonnenhut (Echinacea purpurea) kommt nicht von hier, sondern aus Nordamerika, hat sich an seinem Standort, was die Insektenwelt angeht, hervorragend integriert. Insgesamt sind es 52 Wildbienenarten, die von der Pflanze profitieren. Dazu zählen u.a. die stark gefährdete Holz-Blattschneiderbiene und die genauso gefährdete Stängel-Blattschneiderbiene.

Sie bevorzugt sonnige Standorte, sollen aber angeblich auch im Schatten wachsen. Meinen Exemplaren habe ich das dummerweise nicht gesagt, die sind einfach verschwunden. Vielleicht waren aber auch die Schnecken am Werk, die den Sonnenhut ebenfalls auf ihrer Speisekarte haben. Was den Boden angeht, ist sie anspruchslos, verträgt Wind und verträgt in gewissem Maße Trockenheit. Wenn es ihr bei dir gefällt, wird sie bis zu einem Meter hoch und halb so breit. Ihre Blüte bleibt uns noch bis in den September erhalten.

zahlreiche blühende Exemplare des Purpur-Sonnenhutes.
Foto: www.pexel.com

In den USA, wo sie herkommt, wächst sie an steinigen Berghängen und im Unterwuchs der Prärie. Bei uns verwildert der Korbblütler eher selten. Wenn dann findet man ihn nur in der Nähe von Siedlungen.

Die indigenen Völker haben den Purpur-Sonnenhut als Arzneipflanze verwendet. Die “Schlangenwurzel” soll bei Schlangenbissen, Tollwut, Zahnschmerzen, Verbrennungen, Magenkrämpfen und Erkältungen geholfen haben. Bei uns wird es in Medikamenten gegen Atemwegserkrankungen, Erkältungen, Akne, Hauterkrankungen, Insektenstichen, Harnwegs- und Pilzinfektionen, Lippenherpes und Asthma verwendet.

Die Pflanze wirkt immunstärkend, antimikrobiell, entzündungshemmend und wundheilend. Wissenschaftlich soll die Wirkung aber nicht endgültig bewiesen sein.

Quellen:

Purpur-Sonnenhut / Echinacea purpurea (Abre numa nova janela)

Tópico Botanik