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Mehr Daten, bessere Medizin?

Figur aus bunten digitalen Pixeln, die beim Rennen Pixel hinter sich verliert
Bild: ©iLexx_iStock

Daten spielen in der Medizin schon lange eine entscheidende Rolle. Ohne gute Daten wäre zum Beispiel die klinische Forschung (Abre numa nova janela) nicht denkbar. Daten werden in der Medizin immer wichtiger.

Sie bilden die Grundlage für Künstliche Intelligenz (KI), die immer mehr Einzug in Diagnostik und Behandlung hält. Wichtig ist jedoch, dass die KI-Systeme, die dabei zum Einsatz kommen, sorgfältig überprüft werden – und zwar in aussagekräftigen Studien.

In unserem aktuellen Heft berichten wir über KI-Systeme, die nachgewiesenermaßen das Mammografie-Screening verbessern: Sie zeigen eine hohe Genauigkeit und verbessern damit die Sicherheit der Brustkrebsfrüherkennungsuntersuchung.

Die Digitalisierung des Gesundheitswesens schreitet aber auch auf anderen Ebenen voran. Das birgt Chancen, aber auch Risiken. Über das, was in Deutschland mit den Informationen aus den Krankenkaten passiert, berichten wir ebenfalls in unserem aktuellen Heft.

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Künstliche Intelligenz zeigt hohe Genauigkeit bei der Mammografie

Seit Einführung der Untersuchungen zur Früherkennung von Brustkrebs mittels Mammografie ist eine Doppelbefundung durch zwei Radiolog:innen in Deutschland verpflichtend. Dies trägt zur Genauigkeit der Befunde bei und ist somit ein Mittel der Qualitätssicherung. Da ­diese Doppelbefundung nicht nur zur Erhöhung der Trefferquote (richtig unauffällige oder richtig auffällige Befunde) beiträgt, sondern auch erhebliche Personalressourcen bindet und damit Kosten verursacht, könnte der Einsatz von KI möglicherweise helfen. Diese Annahme wurde in Studien überprüft. Dafür wurden zwei Gruppen gebildet: In der Kontrollgruppe wurden die Mammografien wie bisher unabhängig von zwei Radiolog:innen beurteilt. In der KI-Gruppe analysierte zunächst ein KI-System die Aufnahmen und bewertete das Krebsrisiko mit einem Score. Auf Grund­lage dieses Risikos entschied sich, wie viele Radiolog:innen die Mammografie prüfen sollten. Die Ergebnisse sprechen dafür, zertifizierte KI-Systeme in der Mammografie einzusetzen.

Aus unserem aktuellen Heft: KI in der Mammografie (Abre numa nova janela) (€)

KI-gestützte Diagnosen der Drogeriekette dm ernten viel Kritik

Künstliche Intelligenz ist nur so gut, wie die Daten, mit deren Hilfe sie trainiert wurde. Am Beispiel der Drogeriemarktkette dm zeigt sich, was bei kommerziellen KI-gestützten Gesundheitsdienstleistungen schief gehen kann. In einigen Filialen gibt es seit Kurzem Blutanalysen, Augen­screenings und Hautanalysen, für die zum Teil Künstliche Intelligenz genutzt wird. Dafür arbeitet der Markt mit Partnerfirmen zusammen. Verbraucherzentralen und Ärzteverbände kritisieren das Angebot und warnen vor falschen Erwartungen.

Aus Heft 01/2026: Diagnosen aus der Drogerie? (Abre numa nova janela) (€)

Was mit den Informationen aus den Krankenakten passiert

Mit dem Register des Forschungsdatenzentrums Gesundheit wird sichtbar, wer deutsche Krankheitsdaten nutzt. Dahinter verbirgt sich ein veritabler gesundheitspolitischer Umbau: Gesundheitsdaten werden systematisch als auswertbare Dateninfrastruktur organisiert. Die Datengrundlage ist beträchtlich. Sie umfasst die den Krankenkassen vorliegenden Informationen von rund 74 Millionen gesetzlich Versicherten – Diagnosen, Krankenhausaufenthalte, Arzneimittelverordnungen, Therapien. Die Sorge wächst, dass die elektronische Patientenakte zur Schaltzentrale einer immer größeren Dateninfrastruktur wird. Unser Beitrag zeichnet den Weg nach, den Gesundheitsdaten nehmen und zeigt, wer darauf zugreifen darf – und warum.

Aus unserem aktuellen Heft: Das neue Leben der Gesundheitsdaten (Abre numa nova janela) (€)

Was mit Gesundheitsdaten passiert

Alle Daten, die Rückschlüsse auf den Gesundheitszustand eines Menschen zulassen, sind Gesundheitsdaten. Die Krankenkasse erhält einen Teil Ihrer Gesundheitsdaten für Abrechnungszwecke. Wenn Patient:innen an Studien teilnehmen, fließen die Daten in die Forschung ein. Schließlich gibt es gesetzlich verankerte Meldepflichten für 21 medizinische Register. Dazu gehören klinische und epidemiologische Krebsregister, das Transplantationsregister oder das Implantateregister. Diese unterschiedlichen Daten werden schon länger zu Forschungszwecken genutzt. Unser Text zeigt, wie die Nutzung geregelt war, bevor der Europäische Gesundheitsdatenraum (EHDS) entstand und das Gesetz für Daten und digitale Innovation im Gesundheitswesen (GeDIG) in diesem Jahr auf den Weg gebracht wurde.

Aus Heft 03/2023, frei lesbar: Forschung mit Gesundheitsdaten: Was Sie dazu wissen müssen, Teil 1 (Abre numa nova janela)

Wie neue Gesetze die Nutzung von Gesundheitsdaten erleichtern sollen

Damit die Forschung mit Gesundheitsdaten umfassender, einfacher und schneller wird, soll es in Deutschland und auf EU-Ebene mehrere Gesetzesänderungen geben. 2023 beschrieben wir in diesem Artikel die Pläne, was zum Datenschutz diskutiert wurde, was ein digitaler medizinischer Zwilling kann – und was nicht – und wer von den Gesundheitsdaten profitiert. Sie können mit diesem Text nachvollziehen, wie die aktuellen Gesetzesänderungen zustande kamen und was auf dem Weg dahin diskutiert wurde.

Aus Heft 04/2023, frei lesbar: Forschung mit Gesundheitsdaten: Was künftig möglich sein soll, Teil 2 (Abre numa nova janela)

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Viele Grüße, Silke Jäger

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