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Was hilft der Leber – und was schadet ihr?

Vier Holzlöffel mit bunten Pillen sind im Kreis angeordnet
Fragwürdiges Versprechen: Pflanzenstoffe zum Schutz der Leber Bild: ©Mykola Sosiukin/iStock

Die Leber hat viele Aufgaben: Sie wandelt Nährstoffe um in Stoffe, die der Körper braucht, speichert sie und gibt sie an die Zellen ab bei Bedarf. Aber auch mit Stoffen, die dem Körper schaden, kann sie umgehen: Sie macht Giftstoffe unschädlich, indem sie so verändert, dass der Körper sie ausscheiden kann.

Die Leber ist nicht nur eines der größten Organe des Menschen, es ist auch eines der wichtigsten. Schließlich hilft sie uns, gesund zu bleiben, indem sie Nahrung verfügbar macht und den Körper entgiftet, zum Beispiel wenn wir Alkohol trinken. Sie spielt auch eine wichtige Rolle beim Verstoffwechseln von Medikamenten.

Immer wieder berichtet GPSP von pflanzlichen Produkten, die für die Lebergesundheit angepriesen werden, ihr aber schaden können. In unserem aktuellen Heft schauen wir uns ein neues Arzneimittel an, das bei Leberentzündungen helfen soll.

Unser Newsletter widmet sich heute der Leber – was ihr schadet und was ihr hilft.

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Nutzen des Lebermedikaments Resmetirom noch zweifelhaft

Resmetirom ist EU-weit zur Behandlung von Erwachsenen mit einer stoffwechselbedingten – nicht durch Alkohol ausgelösten – Leberentzündung (NAFLD) zugelassen und ist seit September 2025 in Deutschland verfügbar. Infolge der Leberverfettung kommt es zu einer Fibrose (Vermehrung des Bindegewebes), die zu Leberfunktionsstörungen führt. Später kann sich daraus eine Leberzirrhose entwickeln. In Studien zeigte sich, dass Resmetirom Entzündungswerte und Leberschädigungen bessern kann. Allerdings treten auch Nebenwirkungen auf. Ob das Mittel wirklich einen Zusatznutzen hat, lässt sich nach Einschätzung der zuständigen Behörde noch nicht feststellen.

Aus unserem aktuellen Heft: Resmetirom bei nichtalkoholischer Fettleber (Abre numa nova janela) (€)

Neu – aber auch besser?

In unserer Rubrik „Neu – aber auch besser?“ stellen wir regelmäßig neue Arzneimittel vor und berichten, was man zu ihrem Nutzen und Schaden weiß. So können Sie besser einschätzen, ob neue Medikamente, die häufig als Fortschritt für die Behandlung angepriesen werden, wirklich unter dem Strich Vorteile bieten. In 2026 veröffentlichten wir neben der Analyse zum Lebermittel Resmetirom auch welche zum Alzheimer-Mittel Lecanemab (Abre numa nova janela) und zum Medikament Guselkumab (Abre numa nova janela), wenn es zur Behandlung der Darmerkrankung Colitis ulcerosa eingesetzt wird.

Aus unserer Rubrik „Neu – aber auch besser?“ (Abre numa nova janela)

Warnung vor Leberschäden: Curcuma und Ashwagandha

Natürliche Zutaten sind nicht per se harmlos. So können zum Beispiel curcumahaltige Nahrungsergänzungsmittel der Leber schaden. Und auch die Einnahme von Ashwagandha (Schlafbeere, Withania somnifera) kann die Leber schädigen. Davor warnte das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) bereits 2021. Trotzdem werden Ergänzungsmittel mit diesen Substanzen weiterhin stark vermarktet. Das liegt auch daran, dass eine EU-Verordnung fehlt, die seit circa 20 Jahren angekündigt wird: eine Liste erlaubter pflanzlicher Zutaten in Nahrungsergänzungsmitteln, einschließlich der zulässigen Höchstmengen.

Aus Heft 02/2024: Curcuma und Ashwagandha: Leberschäden möglich (Abre numa nova janela) (€)

Die Leber schützen: Helfen Pflanzenstoffe?

In einem Leserbrief wurde die Redaktion gefragt, ob Tabletten mit Artischocke, Mariendistel, Löwenzahn und anderen Pflanzenstoffen dazu geeignet sind, die Leber zu schützen. Eine Recherche später können wir sagen, dass die Versprechen nicht nur übertrieben sind, sondern die Mittel oftmals auch auf illegale Weise vermarktet werden.

Aus Heft 05/2023, frei lesbar: Schützt das Nahrungsergänzungsmittel Liver Ignite die Leber? (Abre numa nova janela)

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Viele Grüße, Silke Jäger

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