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Tony Hawks aber du bist ein Zugwagon

Hi! Dennis von Indie Fresse hier.

Zwischen unseren Podcast-Folgen gibt’s kluge Gedanken zu schönen Spielen in eurem Postfach.

Wenn ihr uns dabei unterstützen wollt:

Heute: einfach mal ein richtiges gutes Videospiel und eine Extraladung Links zum aktuellen doom und gloom der Spieleindustrie.

Ein schönes (!) Spiel: Denshattack

Ich bin gerade so ein bisschen auf der Suche nach eurem nächsten Lieblings-Indie-Spiel und ich glaube, ich habe es gefunden.

Zumindest für die Menschen, die auch nur ein bisschen ein Faible haben für Tony Hawk’s Pro Skater, Jet Set Radio Future und für…japanische Züge.

Screenshot #12

Denshattack (Abre numa nova janela) ist ein Spiel über krasse Ollies und sicke Grinds und phänomenale Wallrides. Aber: als japanischer Zug. Klingt weird? Ist es auch. Aber so, so gut!

Weil:

  • Die Idee: In einer fernen Zukunft ist Japan verwüstet von der Klimakatastrophe. Die meisten Menschen leben in Städten unter riesigen Kuppeln und werden von einem fiesen Konzern regiert. Aber außerhalb der Städte düsen durchgeknallte Schaffner mit ihren Zügen über die vielen Gleise Japans und performen mit ihren Limited-Express- und Shinkansen-Wagons kranke Tricks, um sich gegenseitig zu beeindrucken. Wir spielen eine junge Schaffnerin, die in der Welt der “Denshattacker” aufsteigen will und nebenbei den großen Konzern stürzt.

Screenshot #6

  • Die Komplexität: Zuerst ist Denshattack supersimpel. Der Zug fährt von allein Gleise entlang. Mit den Analogsticks wechsele ich Gleise, um Hindernissen auszuweichen. In Kurven muss ich bremsen. Ein Spiel für Babys. Und dann wird’s absurd. In kurzer Abfolge kommen Skate-Tricks dazu, die ich für Punkte ausführen muss und Wallrides und Manuals, Herausforderungen und dann auch noch diverse absurde Überraschungen (ein Vulkanausbrauch; ein Kampf gegen einen riesigen Mecha!). Denshattack fordert und belohnt Controller-Akrobatik — ist dabei aber unglaublich nett. Um weiterzukommen muss ich nämlich “nur” durchs Level kommen. Das ist zwar schwer genug, aber dank sehr fair gesetzten Rücksetzpunkten und unendlichen Versuchen, bleibt Denshattack total zugänglich.

Screenshot #3

  • Das Ding mit Japan: Auf eine sehr absurde Art und Weise macht Denshattack mehr aus seinem Japan-Setting als DAS Japan-Spiel des Jahres, Forza Horizon 6. Denn wie James Archer in seiner Rezension (Abre numa nova janela) herausstellt, zelebriert Denshattack japanische Subkulturen. Es geht um Rockabillys (Abre numa nova janela) und Gyaru (Abre numa nova janela), um Gruppen, die aus der japanischen Mehrheitsgesellschaft herausstechen. Das finde ich spannend, denn der Großteil der (westlichen) Darstellungen von Japan idealisiert eine ziemlich konservative Vorstellung japanischer Mainstream-Kultur. Denshattack feiert Rebellen, Weirdos, Punks und Künstler*innen.

Denshattack (Abre numa nova janela) ist erschienen für PC, Nintendo Switch 2, PS5 und Xbox Series S/X. Es kostet knapp 20 Euro und ist aktuell auch im Game Pass spielbar.

Schamlose Selbstpromo und anderes Zeug

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