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In der Liebe und im Krieg ist alles erlaubt

Sprichwort

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Liebe Kunstfreundin, lieber Kunstfreund,

die komplexe Beziehung zwischen Liebe, verkörpert durch die Göttin Venus (die griechische Aphrodite), und Krieg, verkörpert durch den Gott Mars (oder Ares), hat im Laufe der Jahrhunderte viele Künstler inspiriert. Sie symbolisiert die Spannung zwischen Leidenschaft und Konflikt, Begehren und Konfrontation.

In den Gemälden sind die beiden die Hauptfiguren, werden aber oft von zwei anderen Nebenfiguren begleitet: Amor, der kleine Gott der Liebe und des Verlangens, der die beiden durch seine unsichtbaren Pfeile aneinanderbindet, und Vulkan, der Gott des Feuers und Ehemann der Venus, der für Strafe und Gerechtigkeit steht.

Die Geschichte enthält mehrere attraktive Elemente für Künstler: Erotik, Sinnlichkeit, Kontraste zwischen den Figuren, einen verletzlichen Moment und die Möglichkeit einer allegorischen Darstellung des Konflikts zwischen Liebe und Krieg.

Ich lade dich ein, mit mir einen Blick auf einige Momente dieser Geschichte in den Werken von Botticelli, Lavinia Fontana, Rubens und Guillemot zu werfen. Eine Reise, die vom 15. bis zum 19. Jahrhundert reicht.

Der Triumph der Liebe

(Abre numa nova janela)
Sandro Botticelli. Venus und Mars, 69 × 173 cm. 1485, National Gallery, London.

Dieses wunderschöne Werk von Sandro Botticelli (1445-1510) ist ein Beispiel für die Florentiner Renaissance. Mars erscheint schlafend, nackt und unbewaffnet, während Venus ihn zärtlich und heiter beobachtet. Um ihn herum spielen kleine Satyrn mit Waffen, um seine wehrlose Haltung zu unterstreichen.1

Das Bild ist ein gutes Beispiel dafür, wie die Renaissance die klassische Mythologie neu interpretierte, um ihre Ideale auszudrücken. Mit diesem Werk wollte Botticelli den Triumph der Liebe über den Krieg zeigen. Mars, der brutale Gott, erscheint vor Venus verletzlich, während sie selbstbewusst als Friedensstifterin auftritt.

Die Atmosphäre ist zart, und die Satyrn verleihen dem Bild einen Hauch von Verspieltheit und Unschuld. Die sanften Farben und die ausgewogene Komposition laden zum Nachdenken ein. Es ist eine Ruhe, die die Versöhnung zwischen solch gegensätzlichen Kräften ausdrückt.

Du kennst Botticelli durch seine Werke „Die Geburt der Venus” (Abre numa nova janela) und „Der Frühling” (Abre numa nova janela). Der Künstler war davon überzeugt, dass Liebe und Schönheit der Weg zur spirituellen Erhebung sind, weshalb seine zarten Figuren Allegorien der Seele und der Tugend sind. Obwohl er die meiste Zeit seiner Karriere sehr erfolgreich war, starb er in Armut und geriet in Vergessenheit.

Erotik als Protagonist

(Abre numa nova janela)
Lavinia Fontana. Mars und Venus. 140 × 116 cm. 1595, Stiftung Casa de Alba, Madrid.

Fast ein Jahrhundert später bietet die ebenfalls italienische Lavinia Fontana (1552–1614), eine der ersten professionellen Malerinnen Europas, eine ganz andere Vision des Themas: einen intimen Moment zwischen einem Mann und einer Frau. Die Frau wird nicht idealisiert, sie ist aus Fleisch und Blut und sehr nah. Er ist ein aktiver, leidenschaftlicher Mann, der seine Hand auf ihre Pobacke legt.2

Tópico Ikonografie - Mythologie

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