Hallo und herzlich Willkommen zur Event-Edition vom „Mediapreneur“ mit handverlesenen Ideen für deine nächsten Fortbildungen + Begegnungen.
Hier schreiben David Reiter und Sören Mannschitz jede Woche abwechselnd für Medienschaffende, die unabhängig publizieren.
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(Abre numa nova janela)Keine ewig-lange Link-Liste
Was bleibt von einem Event? Nicht die Slides. Nicht die Mitschnitte, die man sich „später noch mal in Ruhe anschauen will“. Sondern die Momente, die sich nicht aufzeichnen lassen.
Die re:publica liegt jetzt zwei Wochen zurück. Und in der Rückschau wird mir das wieder klar: Ich fahre wegen des Programms hin – und bleibe wegen der Gespräche.
Wobei – ganz so einfach ist es nicht. Denn ein paar Talks von der diesjährigen #rp haben mich wirklich erwischt. Zum zwölften Mal war ich dabei und die Bühne war stark besetzt: Ob Alma Spribille (Abre numa nova janela), Marina Schakarian (Abre numa nova janela), Felix Schwenzel (Abre numa nova janela), Bob Blume (Abre numa nova janela), Jessica Burbank (Abre numa nova janela), Florian Grischkat (Abre numa nova janela) oder Arne Semsrott (Abre numa nova janela) – es lohnt sich den einen oder die andere in der nächsten Mittagspause noch als Tischgespräch mitlaufen zu lassen.
Diese Talks hallen nach, keine Frage. Aber drei ganz andere Beobachtungen möchte ich heute mit dir teilen.
1. Kontext statt Content
Der Schnack im Innenhof, bevor das Programm weitergeht. Das physische Kennenlernen mit jemandem, dem ich online überall hin folgen würde. Der Lass-mal-auswärts-nen-Happen-Essen-gehen-Deep-Dive. Die kurze Unterhaltung mit dem Bekannten eines Bekannten, der die selbe Haltung auf einem ganz anderen Terrain vertritt.
Das ist es, wofür ich meine Tickets kaufe.
Nicht für den Content, sondern für den Kontext, in dem solche Gespräche passieren können.
Ich zahle quasi dafür, dass für drei Tage die Dichte an Menschen, die über dieselben Dinge nachdenken, ungewöhnlich hoch ist. Zugegeben, ein gutes Gespräch braucht kein Programm. Aber wenn es ein Event schafft eine Art Schwerkraft zu erzeugen, welche die richtigen Menschen an einen Ort zieht, liegt es nur noch an uns, offen genug zu sein, um ins Gespräch zu kommen.
Was ein gutes Event für mich ausmacht – unabhängig von Programm und Headliner:
Genug Leerraum im Tagesablauf, damit Gespräche überhaupt entstehen können. Wer sich jeden denkbaren Slot vollpackt, kommt nur als Zuschauer:in nach Hause.
Eine Crowd, die nicht nur konsumiert. Die besten Gespräche habe ich mit Menschen geführt, die eigene Ideen mitgebracht haben.
Räume, in denen man sich wiederfindet. Nicht die große Bühne – sondern der Innenhof, der Kaffeestand, die ruhige Sitzecke neben der Kunst.
💬 Ich bin neugierig, was ein gutes von einem herausragenden Event für dich unterscheidet. Schreib mir einfach zurück.
2. Was auf keiner Bühne stand
Auf einer Konferenz, die sich Gemeinwohl und Zivilgesellschaft auf die Fahnen schreibt, haben erschreckend wenige auf der Bühne gefragt, was diese Arbeit eigentlich trägt. Etwa:
Wer finanziert unabhängigen Journalismus?
Wer bezahlt für die Stimmen, die wir brauchen, damit diese Debatten überhaupt stattfinden können?
Wie geht das, was wir demokratiestärkend nennen, in nachhaltig?
Das ist genau das, wofür wir mit Mediapreneur antreten. Denn wirtschaftliche Unabhängigkeit ist keine Ablenkung von journalistischer Integrität. Sie ist ihre Voraussetzung.
Das Projekt ohne Einkommen wird als erstes gestrichen, egal wie sehr du dafür brennst. Deshalb bist du hier. Deshalb machen wir, was wir machen.
Für die nächste re:publica haben Sören und ich uns vorgenommen, jeder einen dazu passenden Themenvorschlag einzureichen.
Und bis dahin? Bauen wir unsere eigene Bühne.
3. Was wir daraus machen
Einen Tag nach der re:publica haben wir „zum großen Recap“ mit Stanley Vitte eingeladen…
Aber niemand ist erschienen. 😅
Kurz saßen wir da – Stanley, Sören und ich – und haben uns angeschaut. Sprechen wir jetzt trotzdem miteinander?
Haben wir. Es war eine launige Stunde, denn Stanley hatte eine Menge zu erzählen über seine Arbeit am und im Journalismus, der Magie von Barcamps im Allgemeinen und der Orga vom Podcamp NRW (Abre numa nova janela) im Speziellen (siehe Event-Liste unten).
Den Mitschnitt droppen wir irgendwann nochmal.
Ich glaube hier zwei Dinge fundamental unterschätzt zu haben:
Wer gerade auf der #rp war, hat seine frischen Eindrücke mit nach Hause genommen und wollte sie erstmal sacken lassen.
Und wer nicht dabei war, dem reicht ein „Recap“ als Aufhänger allein nicht.
Für unsere Live-Talks nehme ich mir vor, dass nicht nur die Gästeliste stimmt, sondern ein eigenständiges Thema gesetzt wird, unter dem man sich auch etwas vorstellen kann.
Nächste Gelegenheit, das zu testen:
🔴 Save the date:
Was bisher geschah bei „Was bisher geschah“: Von null auf 2.500 Mitglieder in einer Kampagne – über den fulminanten Wechsel von Audible in die Community-Finanzierung
Live-Talk mit Simone Terbrack (Abre numa nova janela), der Produzentin des History-Podcasts
Wann? 📅 DO, 11.06. ab 20:15h
Wo? https://meet.google.com/uvk-hskk-qpg (Abre numa nova janela)
➽ Über diesen Link (Abre numa nova janela) lädst du dir diese und alle zukünftigen Live-Gespräche mit unabhängigen Medienschaffenden in deine Kalender-App (einfach kopieren und als neues Abo hinzufügen).
Coming up:
09.07. mit Jeanne Drach (Abre numa nova janela) von „Oh Wow Podcasts“ darüber, warum wir mehr rumspinnen sollten

Auf dem Schirm
Spannende Dates für unabhängige Medienschaffende:
Events
Kostenlos
🎒 Growth Day Barcamp (Abre numa nova janela) (06. Juni in Graz)
Steady (Abre numa nova janela) hat’s erfunden – Andreas Sator bringt nun schon die zweite Ausgabe der Creator-Unkonferenz mit freier Sessionplanung nach Österreich. Alle Infos zum Format und der kostenlosen Anmeldung im Link oben
🎒 Podcamp NRW (Abre numa nova janela) (19.-20. Juni in Düsseldorf)
Barcamp mit Fokus auf alle Themen rund um’s Podcasten (Produktion, Hosting, Vermarktung, Reichweite…)
☝️ Sören ist am Freitag auch dabei. Sieht er dich dort?
🎒 Lokalmedientage (Abre numa nova janela) (24.–25. Juni in Nürnberg)
Austausch zu crossmedialen Geschäftsmodellen und der Frage, wie aus einem Sender ein Content-Haus wird
🔜 Scoopcamp (Abre numa nova janela) (09. September in Hamburg)
Wie finanzieren wir den Journalismus der Zukunft?
💡 Freust du dich auf weitere öffentliche Workshops oder Konferenzen? Teile sie gerne mit den anderen Media-Makern, die hier mitlesen (einfach als Antwort auf diese Mail rumschicken).
Wir sehen uns
David

🎒 Mediapreneur ist Ambassador der Berliner Mitgliedschafts-Plattform Steady. Wenn du dich über unseren Affiliate-Link anmeldest (Abre numa nova janela), können wir dir eine 60-minütige, individuelle Beratung zu deiner Community-Finanzierung anbieten. Für dich entstehen keine zusätzlichen Kosten. Du sparst sogar die Steady-Provisionen in den ersten drei Monaten nach Launch.
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