Es ist soweit, ich stelle euch heute exklusiv die erste Charakterillustration vor: Tamás Bethlen, Protagonist aus “A Darkadian Tale - Tango und Tod” hat endlich einen offiziellen Look ❤️.
Charakterillustrationen ja oder nein?
Die einen lieben und die anderen hassen Charakterdesigns. Ich kenne viele (inklusive mir selbst), die ein Buch lesen und von Charakteren ein eigenes Bild entwickeln. Ich finde es dann tatsächlich schwer, mich auf eine Illustration oder bei Verfilmungen auf einen Schauspieler einzulassen. Stichwort: Aragorn. (Nichts gegen Viggo Mortensen, im Gegenteil, aber es hat ne Weile gedauert, bis ich den markanten Typ mit Adlernase aus dem Buch, den ich mir irgendwie immer als Indianerhäuptling vorgestellt hatte, mit V.M. in Verbindung zu bringen.)
Und dann ist da bei meinem eigenen Buch doch irgendwie der Wunsch da, die Figuren zu visualisieren. Ganz früher - also so vor 20 Jahren - habe ich mir schon Bilder aus dem Internet zusammengesucht und in meinem damaligen Schreibprogramm (Open-Source: ywriter (Abre numa nova janela), den ich sehr als kostenlose Roman-Schreib-Softwareempfehlen kann) hinterlegt.
Heute geht man da andere Wege.
KI?
Vor etwa vier (?) Jahren habe ich dann nach langer Pause wieder mit dem Schreiben angefangen und mit dem Boom der KI auch damit experimentiert, habe das aber auch bald wieder sein lassen, auch wenn es ja sehr einfach ist, sich damit ein Charakterbild erstellen zu lassen.
Inzwischen hat das mit den KI-Bildern aber so Überhand genommen, dass mir da die Individualität einfach fehlt. Manche Instagram-Feeds (sorry) sind so langweilig geworden und wirken wie eine einzige KI-Werbeanzeige. Wenn ich versehentlich drauf lande, bin ich meist schnell wieder weg.
(Schon klar, für meinen Instafeed kann ich es mir auch nicht leisten, echte Zeichnungen zu beauftragen, aber ich habe auch schon vor der KI einen Instafeed befüllt, und ich schaffe das auch im KI-Zeitalter ohne KI.)
Inzwischen bedroht die KI so viele kreative Jobs, dass ich es nicht mit meinem Gewissen vereinbaren kann, auf KI-generierte Charakterbilder zurückzugreifen. Ganz abgesehen davon, dass die Trainingsdaten allesamt geklaut wurden.
Das will ich an dieser Stelle aber gar nicht weiter vertiefen oder jemanden dafür verurteilen, diese Bildgeneratoren zu nutzen. Ich wollte nur meine Perspektive auf das Thema “Charakterillustration” zeigen und irgendwie muss man da ja zum Thema KI Stellung beziehen. Was ich hiermit getan habe.
Drew Black
Schon lange bevor ich mir überhaupt Gedanken über Illustrationen gemacht habe, habe ich auf Instagram Drew Black (Abre numa nova janela)kennengelernt. Sein Zeichenstil hat mich von Anfang an umgehauen; diese Mischung aus Düsternis, Morbidität und Anarchie hat direkt eine Verbindung geschaffen, die sich dann in Gemeinsamkeiten bestätigte, mit denen ich kaum gerechnet habe. Über DMs hatten wir immer mal wieder einen netten Austausch, lange bevor ich ihn dann beauftragt habe, und so stand Drew ganz oben auf meiner Liste potentieller Künstler:innen.
Für “A Darkadian Tale - Tango und Tod” habe ich zwei Charakterporträts in Auftrag gegeben. Inzwischen habe ich auch für das nächste Buch Zeichnungen bestellt. Alle Charakterkarten werde ich als Postkarten zum Sammeln drucken lassen. Demnächst werde ich hier auf Steady auch weitere Pakete freischalten - je nach Paket gibt es dann eine Charakterkarte dazu.
Hier ein kleiner Ausschnitt. Die Fantasy-Mäzene bekommen die ganze Karte ;).

Ob es langfristig eine Nachfrage gibt, wird sich noch zeigen. Ich persönlich hoffe sehr, dass die Karten gut angenommen werden und uns das eine langfristige Zusammenarbeit ermöglicht. Wenn ich mir allein die Charakterliste des Darkadiums ansehe, sind genug Figuren da, um einen ganzen Kühlschrank damit vollzupinnen, und Drew ist bisher willig, alles zu zeichnen.
Beim Druck habe ich mit für einen hochwertigen Chromokarton entschieden. Ich bin gespannt, wie das Ergebnis sein wird!
Tamás Bethlen
Tamás ist ja nun einer meiner absoluten Lieblinge: Er ist smart, gutaussehend, gebildet und steinreich. Dabei ist er ein Philanthrop und in der Lage, Verantwortung zu übernehmen. Innerhalb des Darkadiums tritt er zunächst nur in “Tango und Tod” als POV-Charakter auf, hält aber im Grunde alles zusammen.
Er ist gebürtiger Ungar und aufgewachsen als Sohn einer aristokratisch-druidischen Familie in einer elitären Welt aus ererbtem Geld und Elite-Universitäten.
In “Tango und Tod” hat er sich von alldem abgewandt und arbeitet unter der falschen Identität István Capulet als Anwalt in dem spanischen Provinznest Cala Dorada (ein fiktiver Ort btw), bis er mit der Testamentsvollstreckung der vermögenden Witwe Martha Cayetana beauftragt wird, was seine Tarnung gefährdet. (Lies hier Kapitel 1 (Abre numa nova janela))
Er hat lockige, schwarze Haare, die ihm manchmal in die Stirn fallen, und er trägt eine Brille. Sein typisches Outfit ist ein Anzug. Er fühlt sich darin tatsächlich ganz wohl.

Er sieht hier legerer aus, als er zumindest am Anfang des Buches auftritt, aber ich finde, Drew hat hier eine mega Arbeit geleistet. Das ist natürlich noch nichts gegen Sophia, die ich demnächst vorstelle, aber ich bin sehr, sehr glücklich mit dieser Illustration.
Bald zeige ich Sophia ;).
Liebe Grüße,
Sonja