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Körperorientierte Psychotherapie

Wie unser Körper den Weg aus dem Überlebensmodus findet

Überblick
  • Physiologische Hintergründe der Körperorientierten Psychotherapie

  • Arbeitsweise

    • Ziele der therapeutischen Begleitung

    • Klopfakupressur

    • Körperarbeit

  • Wissenswertes aus der Forschung zur Wirksamkeit

Physiologische Hintergründe der Körperorientierten Psychotherapie

Blockierte Lebensenergie, innere Unruhe oder anhaltender Stress sind oft Ausdruck unverarbeiteter Erfahrungen – diese können bis hin zu tief sitzendem, unverarbeitetem Trauma reichen, das mitunter über Generationen hinweg weitergegeben wurde.

Traumatische Ladung entsteht durch alle Arten von überwältigenden Erfahrungen. Unser Körper mobilisiert Überlebensenergie, um unsere Sicherheit zu gewährleisten.

Wenn die Überwältigung als zu groß erlebt wurde, blieb diese Energie als „gehaltene Ladung“ im Körper gespeichert, da die natürliche Reaktion – Kampf, Flucht, Erstarrung oder Unterwerfung – nicht vollständig zu Ende geführt werden konnte.

Heute zeigt sich diese Energie oft als:

  • chronische Anspannung oder Schmerzen

  • Schlaflosigkeit und tiefe Erschöpfung

  • Ängste oder eine ständige innere Getriebenheit

  • hohe Empfindlichkeit gegenüber Reizen (Geräusche, Licht, Emotionen)

Das Nervensystem verharrt in ständiger Wachsamkeit. In der körperorientierten Psychotherapie bekommt der Körper Raum, diese Erfahrungen sicher zu verarbeiten.

Über die Verbindung mit den eigenen Ressourcen wird Regulation möglich – die eingeschlossene Ladung kommt ins Fließen und steht wieder als Lebensenergie zur Verfügung. So wird die Fähigkeit zur Selbstregulation gestärkt und das Nervensystem schwingt nach und nach vom Überlebens- in den Lebensmodus zurück.

Meine Arbeitsweise

In der Begleitung verwebe ich die körperorientierte Traumatherapie der Schöpferischen Transformation nach Danielle Christoph mit meinem persönlichen Erfahrungsschatz zu einem liebevollen, achtsamen und wertschätzenden Therapieansatz.

Danielle gehört zu jenen seltenen Menschen, die allein durch die Tiefe ihrer Arbeit und rein durch Weiterempfehlungen eine Warteliste füllen, die weit über das übliche Maß hinausgeht – ein Qualitätsmerkmal, das für sich selbst spricht.

Meine Arbeitsweise ist integrativ und inspiriert von Somatic Experiencing®. Danielle Christoph war Schülerin und langjährige Assistentin von Peter Levine, dem Begründer von Somatic Experiencing®. Dass ich dieses Wissen direkt von ihr erfahren durfte, prägt die Qualität und Tiefe meiner heutigen Begleitung.

Ziele der therapeutischen Begleitung:

  • Lösung von Blockaden und eingeschlossenen Emotionen.

  • Abfließen von gehaltener Ladung und Stärkung der Selbstregulation.

  • Nachreifen und Nachnähren von frühen Bindungsbedürfnissen.

  • Das Nervensystem erfährt Sicherheit als Basis für das Ankommen im Hier und Jetzt.

» You don’t think your way out of trauma. You sense your way out.« — Peter A. Levine

Weitere Elemente meiner Arbeit

Klopfakupressur

Der Kampf gegen das, was gerade ist, kostet uns Kraft. Die Klopfakupressur unterstützt dabei, innere Widerstände sanft aufzulösen. Indem wir dem, was ist, die Erlaubnis geben, da zu sein, kann sich unser Nervensystem regulieren. Die blockierte Energie wird frei, und die Blockade kann sich lösen.

Körperarbeit

Durch sanfte Berührungen und liebevolles Gehaltenwerden erleben Körper, Nervensystem und Zellen:

Ich bin jetzt in Sicherheit.

Wissenswertes aus der Forschung zur Wirksamkeit

Ein wesentlicher Pfeiler meiner Arbeit ist die synergetische Verknüpfung von körperorientierten Verfahren und modernen Ansätzen der Klopfakupressur. Diese Kombination zielt auf eine tiefgreifende neuronale Re-Organisation ab.

Körperorientierte Psychotherapie

In Anlehnung an Peter Levines Somatic Experiencing® sowie die Erkenntnisse von Bessel van der Kolk („The Body Keeps the Score“) stützt sich die Wirksamkeit auf:

  1. Bottom-Up-Regulation: Klassische Gespräche arbeiten oft vom Verstand zum Gefühl. Da bei Stress das Sprachzentrum oft gehemmt ist, setzen wir „Bottom-Up“ an: Durch das Nachspüren von Körperempfindungen erreichen wir die tieferliegenden Hirnareale, die kognitiv oft nicht zugänglich sind.

  2. Die Polyvagal-Theorie (nach Stephen Porges): Die Arbeit basiert auf der Förderung der ventralen Vagus-Aktivität. Die Menschen in meiner Begleitung lernen, aus der Erstarrung oder Übererregung zurück in den Zustand der Sicherheit zu finden.

  3. Titration und Pendulation: Durch Titration (Arbeiten in kleinsten Einheiten) wird Energie schrittweise entladen, ohne das System zu überfordern. Die Pendulation trainiert die Resilienz, indem wir bewusst zwischen Ressourcen und belastenden Empfindungen pendeln.

Klopfakupressur

Die Wirksamkeit erklärt sich neurobiologisch durch die bilaterale Stimulation beider Gehirnhälften. Dr. Michael Bohne konnte nachweisen, dass das Klopfen spezifischer Punkte bei gleichzeitigender mentaler Fokussierung auf ein belastendes Gefühl die Amygdala (das Alarmzentrum) deaktiviert. Belastende Emotionen werden „entkoppelt“ (Bohne 2023): Klient*innen können sich anschließend an das Ereignis erinnern, ohne von der damit verbundenen Panik oder Hilflosigkeit überflutet zu werden. Dies führt überraschend schnell zu einer spürbaren Erleichterung und emotionalen Stabilisierung im Alltag.

Wissenschaftliche Belege schaffen Vertrauen in eine Methode, doch Heilung geschieht durch Fühlen und Erleben.

Wenn Sie spüren, dass Ihr Nervensystem sich nach Entspannung sehnt und bereit ist für neue Lebendigkeit, freue ich mich darauf, Sie ein Stück auf Ihrem Weg zu begleiten.

Ebenso freue ich mich, wenn Sie mich einem Menschen empfehlen, der Ihnen am Herzen liegt.

Rufen Sie mich gerne an oder schreiben Sie mir eine Nachricht – ich freue mich darauf, Sie oder einen Menschen, der Ihnen am Herzen liegt, ein Stück auf dem Weg zu begleiten. Besuchen Sie mich gerne auf meiner Website (Abre numa nova janela), um mehr über meine therapeutische Arbeit zu erfahren.

Sie wollen noch mehr wissen?

Hier (Abre numa nova janela) geht es zu meinem Artikel darüber, was es mit Rest & Digest auf sich hat.

Eines vorweg: Ohne ein reguliertes Nervensystem bleibt selbst die beste Ernährung wirkungslos, da unser Körper im Stressmodus die Nährstoffaufnahme blockiert.

Quellen

Bohne, M. (2023): Klopfen mit PEP: Prozess- und Embodimentfokussierte Psychologie in Therapie und Coaching. Carl-Auer Verlag.

Levine, P. A. (2010): Sprache ohne Worte: Wie unser Körper ein Trauma verarbeitet und uns in die innere Balance zurückführt. Kösel-Verlag.

Porges, S. W. (2011): Die Polyvagal-Theorie: Neurophysiologische Grundlagen der Therapie. Junfermann Verlag.