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Deep Dive in “besser Leben auf dem Land” und “Barrierefreiheit in der Kommunikation”

Collage der bisher veröffentlichten Interviews der She Drives Mobility Academy. Die Personen sind wie Spielkarten dargestellt, in drei verschiedenen Farben, mit ihren Namen und Titeln. (Abre numa nova janela)

Hallo ihr Lieben!

Zunächst DANKE an alle von euch, die auf Amazon und anderen Plattformen positive Rezensionen für mein Kinderbuch hinterlassen haben. Auf Amazon sind die vier miesen 1-Sterne-Bewertungen fast schon ausgeglichen, das Buch hat eine 3,8 im Durchschnitt - was immer noch schade ist, aber weit besser, als das zuvor manipulierte Ergebnis durch meine Hater.

Was gibt es Neues für euch!?

Es gibt wieder zwei neue Interviews, die sehr unterschiedlich sind, aber eben mit Menschen geführt werden, die ein besseres Leben für alle gestalten.

„Wenn ich auf den Rollstuhl angewiesen bin, dann bin ich froh, wenn Informationen so detailliert verfügbar sind, dass sie mein Stresslevel senken.“
Viktoria Brandenburg

Viktoria Brandenburg ist Geschäftsführerin eines Designstudios, das Informationsmedien im ÖPNV so gestaltet, dass sie möglichst vielen Menschen zugänglich sind. Der Fokus liegt auf visueller Verständlichkeit, klarer Struktur und inklusivem Denken.

Viktoria wechselte vom BWL-Job im Konzern ins Design – auch inspiriert durch ihren Vater, der Pionier im Bereich Fahrgastinformation war. Die persönliche Verbindung zum Thema Barrierefreiheit entstand über Erfahrungen im Umfeld und führte zur Spezialisierung.

„Ich fand es spannend, dass das ein Thema mit Mehrwert ist – wenn sich Menschen besser orientieren können, habe ich meinen Job gut gemacht.“
Viktoria Brandenburg

Die sogenannte Passenger Journey ist für Viktorias Arbeit zentral: Es geht darum, Informationen vor, während und nach der Fahrt bereitzustellen – analog und digital, klar und nachvollziehbar. Die Perspektive von Menschen mit Einschränkungen wird bewusst mitgedacht.

Ein zentrales Problem in Deutschland ist die mangelnde Einheitlichkeit von Symbolen, Farben, Schriften und Informationsdesign im ÖPNV – ein klarer Nachteil gegenüber dem straßenverkehrlichen Leitsystem. Hier sieht Viktoria großes Potenzial für Effizienz und Nutzerfreundlichkeit.

„Wenn nur die ihre Stimme erheben, die betroffen sind, reicht das nicht. Auch ich muss nerven. Und ich tue das auch.“

Das Studio betreibt qualitative Nutzerforschung – teils aus Eigeninitiative – um echte Bedürfnisse zu erfassen. Ziel ist ein iterativer Prozess mit Feedbackschleifen und konkreten Verbesserungen, besonders bei temporären Lösungen wie Schienenersatzverkehr.

Viktoria fordert, Barrierefreiheit nicht als „nice to have“, sondern als selbstverständlichen Standard zu betrachten. Sie übernimmt Verantwortung - auch als nicht direkt betroffene Person - und setzt sich dafür ein, das Thema dauerhaft auf die Agenda zu bringen.

„Neustart auf dem Land zum gemeinschaftlichen Erlebnis machen – das war der Moment, da habe ich den roten Faden erkannt.“
Frederik Fischer

Frederik begann als Technikjournalist - fasziniert vom Silicon Valley. Ernüchterung stellte sich ein, als er die soziale Realität vor Ort erlebte: Obdachlosigkeit im Umfeld großer Techfirmen. Diese Erfahrung führte zur Abkehr von reiner Startup-Euphorie hin zu sozialer Innovation.

Inspiriert durch das Potenzial des Landes Brandenburgs und den Wunsch nach Gemeinschaft initiierte Frederik die Idee gemeinschaftlichen Lebens auf dem Land. Die KoDorf-Initiative und der Summer of Pioneers wurden geboren, um Stadtflucht sinnvoll zu gestalten. Zentrale Idee: Lebensqualität entsteht durch Gemeinschaft, Kreativität und neue Wohnformen.

„Da habe ich schnell gemerkt, dass an Ernährung und Mobilität ganze Weltbilder und Identitäten dranhängen.“
Frederik Fischer

Gute Schienenanbindung ist essenziell für das Gelingen des Modells. Mobilität wird nicht als technisches, sondern als emotionales und kulturelles Thema verstanden. Frederik plädiert für pragmatische, dezentrale Lösungen, wie Mitfahrbänke, Carsharing und kommunal organisierte Fahrdienste.

Soziale Innovation stößt trotz Bedarf oft auf Skepsis – besonders bei Mobilität und Ernährung. Widerstand entsteht oft aus fehlender Teilhabe, emotionaler Bindung und Misstrauen gegenüber „Großstädtern“. Kommunen seien offen, aber Bürgerbeteiligung sei die eigentliche Hürde.

Frederik denkt sozial-ökologische Innovation aus der Lebensrealität heraus. Projekte wie KoCampus und KoQuartier verbinden studentisches Wohnen, Mehrgenerationenkonzepte und Einsamkeitsbekämpfung. Seine Motivation: Transformation mit Freude, nicht mit Verzicht gestalten.

„Lasst uns vor Ort Leute dafür anständig bezahlen, die Mobilität als Service anbieten – in kommunaler Hand.“
Frederik Fischer

Alle Interviews findet ihr hier (Abre numa nova janela). Ihr müsst ggf. etwas scrollen, damit ihr euch mit euren Zugangsdaten von steady einloggen könnt. Denn nur so kommt ihr zu den geschützten Inhalten.

Viel Freude bei der Weiterbildung und Inspiration!

Und wenn 2025 Mercedes noch mit solchen Trümmern bei LinkedIn Werbung macht, sich in den Kommentaren nur pure Begeisterung findet - außer mein Kommentar, dass ich Umweltzerstörung und Ressourcenverschwendung mies finde - dann ist der Weg noch lang ;-)

Werbeanzeige von Mercedes auf Linkedin. Gezeigt werden zwei Geländewagen, die CO2-Klasse G und damit die schlechtestes Klasse haben.

Schnell was Schönes hinterhergeschoben! Ich habe Natascha Strobl endlich mal wieder in die Arme schließen können. Ich vermisse Twitter NULL, da es für mich bereits vor dem wirren Autoboy kein schöner Ort mehr war. Ich würde aber vermissen, Natascha dort vor vielen Jahren kennengelernt zu haben. Bis heute gehen wir gemeinsam durch manche Täler, die "Frauen mit Meinung" durchschreiten müssen.

Den Newsletter von Natascha gibt es auch hier bei steady. (Abre numa nova janela)

Über den Abend, bei dem dieses Foto entstand, habe ich ein Video gemacht.

Natascha Strobl, Christoph Bautz, Oke Göttlilch, Nancy Faeser. Was tun gegen die Faschisierung!?

Auf YouTube (Abre numa nova janela) - auf Peertube (Abre numa nova janela).

Der Sound ist mies, die Botschaften waren mir aber zu wichtig, als dass ich sie nicht mit euch teilen wollte.

Und damit zu den Links der Woche!

Die Übersichtsarbeit zur Umweltbilanz von E-Autos fasst die Ergebnisse aus mehr als 70 Analysen und anderen wissenschaftlichen Quellen zusammen.

https://www.heise.de/news/Elektroauto-inzwischen-billiger-und-weniger-umweltschaedlich-als-Verbrenner-10391499.html (Abre numa nova janela)

Paris und Barcelona: Autoverbote, die wirken.

https://youtu.be/JcuvjLvgJpc?si=uUpco97W1hN9Fd_K (Abre numa nova janela)

Studie untersucht Zusammenhang von Lärmbelastung durch Straßenverkehr und Fettverteilung.

https://idw-online.de/de/news853327 (Abre numa nova janela)

BYD plans megawatt charging network for electric cars in Europe.

https://www.electrive.com/2025/06/04/byd-plans-megawatt-charging-network-for-electric-cars-in-europe/ (Abre numa nova janela)

Wer Millionen Steuern hinterzieht, kann auf Bewährung davonkommen, aber ein Jahr Knast wegen Fahren ohne Ticket? Klingt absurd, ist in Deutschland aber die Realität. Journalist und Aktivist Arne Semsrott kauft mit dem "Freiheitsfond" Menschen frei, die wegen Bagatelldelikten im Gefängnis sitzen und sagt: Unser System ist echt kaputt. Er fordert eine große Strafrechtsreform.

https://www.ardaudiothek.de/episode/absolute-mehrheit-der-die-da-oben-podcast/arne-semsrott-kein-ticket-vom-bus-direkt-in-den-knast/funk/14488707/ (Abre numa nova janela)

Pick-up-Marke Dodge Ram bringt Achtzylinder mit 125-Liter-Tank zurück. An der Fahrertür der neuen Trucks soll ein »Protestsymbol« angebracht werden: ein Widderkopf auf einem V8-Motorblock. Kuniskis will damit Kunden anlocken, »denen Motortuning wichtiger ist als Klimafragen«. Dafür soll es auch mehr Sound geben, man will den Hemi-Modellen einen besonders lauten Auspuff verpassen.

https://www.spiegel.de/auto/ram-pick-up-marke-von-stellantis-bringt-achtzylinder-mit-125-liter-tank-zurueck-a-7da1da7c-daf0-4a63-bc06-0823872874b4 (Abre numa nova janela)

The household auto fleet is a money pit.

What if wealth wasn’t a driveway full of cars—but the freedom to not need them?

https://www.fastcompany.com/91341903/household-auto-fleet-cars-money-pit (Abre numa nova janela)

‘Carspreading’ is damaging London’s roads, causing congestion on its limited street space, and putting pedestrians, cyclists and other drivers at greater risk of death and serious injury.

The UK’s cars are getting bigger by an average of 1cm every two years, with 52% of cars sold now too large for minimum parking spaces.

https://www.london.gov.uk/who-we-are/what-london-assembly-does/london-assembly-press-releases/mayoral-support-needed-help-tackle-carspreading (Abre numa nova janela)

Als Samenkorn in der Literatur – von Steampunk bis Climate Fiction – hat sich Solarpunk zu einer kulturellen und künstlerischen Bewegung entwickelt, die vom Leben im Wald, Energieautarkie und sozialer Gerechtigkeit träumt. Voller Hoffnung werden die Umrisse einer Welt entworfen, in der sich die Technologie mit der Natur verbindet 

https://www.youtube.com/watch?v=XbyiVtmQ3k8 (Abre numa nova janela)

Rechtsstaatlichkeit verteidigen:
Wir zeigen Dobrindt an

Der Bundesinnenminister hält an den rechtswidrigen Zurückweisungen an der Grenze fest. Deswegen muss sich jetzt die Staatsanwaltschaft mit ihm beschäftigen.

https://fragdenstaat.de/artikel/klagen/2025/06/strafanzeige/ (Abre numa nova janela)Screenshot des Programms vom Social Summmit.

Ich bin nächste Woche auf dem Social Summit in Berlin (Abre numa nova janela).

Am Samstag nächste Woche machen wir vorab des UITP-Kongresses, der Sonntag in Hamburg eröffnet wird, die Mikromobilität sichtbar. Alles, was kleiner als ein Auto ist, wird sich auf der Straße zeigen und beweisen, wie vielfältig Mobilität sein kann.

Hier gehts zur Information über den Micromobility Move. (Abre numa nova janela)

Ich wünsche euch jetzt schöne Pfingsten!

Bleibt gesund und zuversichtlich!

Eure

Katja

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