Saltar para o conteúdo principal

Zeitlang im März: Marinas Feinkost & kleines Stadthotel in Stuttgart

Verzeiht mir! Diesmal kommt der Newsletter mit einem Tag Verspätung, denn ich liege momentan mit einer Erkältung flach. Was ich nicht so ganz verstehe, denn ich war erst im Januar länger krank. So ein bisschen ist der Wurm drin in diesem Jahr. Ich finde bisher noch nicht richtig zu meiner Kraft und Motivation zurück – aber es trifft sich eigentlich eh gut, denn mein Vorsatz für 2026 ist: weniger arbeiten, langsamer machen.

Momentan versuche ich deshalb Tempo rauszunehmen, weniger Pläne, weniger Verabredungen, weniger Deadlines – und das tut verdammt gut. Ich möchte unbedingt zurück zu meiner Vier-Tage-Woche und in diesem Frühling so oft es geht, in der Sonne sitzen. Eine schöne Reise habe ich für Ende April geplant, aber bis dahin habe ich viel freie Zeit in München, schlendere durch die Stadt und esse Sandwiches bei Marinas Feinkost!

Marinas Feinkost

Marinas Feinkost auf dem Viktualienmarkt: Das vielleicht beste Sandwich der Stadt

Geht’s euch auch so? Ich wohne nun mein ganzes Leben in München, aber den Viktualienmarkt verstehe ich immer noch nicht so richtig: Wo kann man einkaufen, wo trinkt man nur Wein? Wer hat den besten frisch gepressten Saft und das leckerste Gemüse? Wie finde ich ein Standl in Abteilung III, wenn ich nicht einmal weiß, wo die Abteilung I ist? Letztens erst habe ich gelesen: Auf Münchens bekanntestem Markt gibt es über hundert Stände – und ich kenne wahrscheinlich gerade einmal zehn davon.

Ein wenig Abhilfe schafft die Übersichtskarte (Abre numa nova janela), die kürzlich in der Nähe vom Szia Szia (Abre numa nova janela) aufgestellt wurde, allerdings nur auf Deutsch. Ich möchte mir also gar nicht vorstellen, was für ein Labyrinth der Markt erst für fremdsprachige Tourist:innen sein muss, wenn schon ich ihn als Einheimische kaum überblicke. Deshalb halte ich an meinen wenigen Viktualienmarkt-Entdeckungen fest, besuche sie immer und immer wieder – so wie Marinas Feinkost (Abre numa nova janela). Das Essen hier ist so lecker und das Standl direkt an der Straße, gegenüber vom Kustermann, also auch leicht wiederzufinden!

Die meisten kommen wegen der unfassbar leckeren Panini vorbei, bei denen wirklich alles stimmt – Qualität, Geschmack, Textur. Das Brot wird extra für das Standl von Julius Brantner gebacken, hinein kommen nur beste italienische Zutaten.

In der Theke liegen allerlei italienische Köstlichkeiten wie Pecorino und Guanciale, frische Gnocchi sowie Antipasti zum Mitnehmen. Wer italienisch kochen oder einen italophilen Freund, eine Freundin beschenken möchte, ist hier genau richtig. Die meisten kommen allerdings wegen der unfassbar leckeren Panini vorbei, bei denen wirklich alles stimmt – Qualität, Geschmack, Textur. Das Brot wird extra für das Standl von Julius Brantner gebacken, hinein kommen nur beste italienische Zutaten.

Momentan bestelle ich am liebsten das „Auf die Faust“ mit cremigem Gorgonzola dolce, Walnüssen, Birne, Rosmarinschinken, Rucola und Feigensenf. Oder die „Trüffelsau“ mit Trüffelpesto, Capra Tartufata (Ziegenkäse mit Trüffel), Artischocken und Porchetta. Mein Freund ist bei der Variante mit Roastbeef, Mayonnaise und Olio al Limone hängen geblieben. Veggies entscheiden sich für das „Caprese“- oder „Futura“-Sandwich (mit Büffelmozzarella und Grillgemüse).

Momentan bestelle ich am liebsten das „Auf die Faust“ mit cremigem Gorgonzola dolce, Walnüssen, Birne, Rosmarinschinken, Rucola und Feigensenf.

Dazu ein Spezi und ein Platz im hinteren Teil des Standls, dort sitzt man recht gemütlich und ruhig, geschützt vor Regen und der Viktualienmarkt-Schickeria, die ab Frühling wieder lautstark den Markt bevölkert – leicht zu erkennen am großen Aperol-Spritz-Glas und der noch größeren Bottega-Veneta-Sonnenbrille. Wer gar nicht weiß, wovon ich spreche, kann das gerne in dieser Viktualienmarkt-Typologie (Abre numa nova janela) nachlesen!

Marians Feinkost, Viktualienmarkt Abt. 1, Stand 22-23, 80331 München (Abre numa nova janela) (oder einfach gegenüber vom Kustermann)

Das Edith

Das Edith: Ein ganz besonderes Stadthotel in Stuttgart

Ich muss gestehen: Bisher bin ich immer nur durch Stuttgart durchgefahren. Irgendwie hat es mich nie hingezogen oder es gab schlichtweg keinen Anlass, endlich einmal auszusteigen. Bis jetzt! Denn im Februar stand ein Konzert in der Porsche-Arena an, auf das ich mich nun fast ein Jahr gefreut hatte. Sobald die Tickets gekauft waren, fiel mir ein, dass ein befreundeter Fotograf zuletzt ein kleines Stadthotel im angesagten Stuttgarter Heusteigviertel empfohlen hatte – nur fünf Zimmer, zentrale Lage, tolles Design.

Das Edith (Abre numa nova janela) wurde 2022 von Claudia Otterbeck eröffnet, die ihr Haus nach der Großmutter benannt hat. Die Gastgeberin war lange in der Tourismusbranche tätig, ihr Mann arbeitet als Architekt – da war ein eigenes Hotel immer schon ein großer Traum. Wie viel Zeit und Liebe hier drinsteckt, spürt man: Das Geschirr wird von einer befreundeten Keramikerin angefertigt, das Granola macht Claudias Mama selbst – und die Gastgeberin steht morgens selbst an der Siebträgermaschine und bereitet Cappuccino für die Gäste zu.

Wie viel Zeit und Liebe hier drinsteckt, spürt man: Das Geschirr wird von einer befreundeten Keramikerin angefertigt, das Granola macht Claudias Mama selbst – und die Gastgeberin steht morgens selbst an der Siebträgermaschine und bereitet Cappuccino für die Gäste zu.

Das macht den Charme des Hauses aus: Alles ist sehr persönlich im Edith, auch weil es mit fünf Zimmern nicht so viele Gäste gibt. Man kommt sofort mit den anderen ins Gespräch, setzt sich morgens an den gemeinsamen Esstisch (wenn man das möchte), schlägt die Zeitung auf und lässt sich von Claudia ein Rührei machen. Dazwischen brennen Kerzen auf dem Tisch, ein französischer Vater kommt mit seinen drei Kindern im Pyjama und in Hausschuhen zum Frühstück. Ich muss sagen: Selten hat sich eine Unterkunft sofort so heimisch angefühlt!

Was mich zudem überrascht hat, war das internationale Publikum im Edith: Claudia berichtet mir, dass sie letztens zwei Schwedinnen zu Gast hatte, die lässig im Bademantel gefrühstückt haben. Ein älteres Paar aus der Schweiz fand das erst etwas anstößig, aber dann kamen sie ins Gespräch, verstanden sich prächtig. An jenem Morgen saßen außerdem noch Gäste aus Australien, Frankreich, Spanien und Israel am Frühstückstisch. Claudias Augen leuchten, als sie davon erzählt und ich kann mir vorstellen: Genau für solche Momente leitet man ein Hotel!

Das Edith, Heusteigstraße 34, 70180 Stuttgart (Abre numa nova janela), DZ ab 140 Euro

Über Zeitlang

Was ist Zeitlang?

Zeitlang ist ein unabhängiger und persönlicher Newsletter, in dem ich sowohl über Lieblingsorte in meiner Heimatstadt München als auch auf der ganzen Welt erzähle. Im Bayerischen bedeutet „Zeitlang“ Heimweh und Sehnsucht. Einmal im Monat schreibe ich hier also über besondere Restaurants, Cafés, Hotels und Orte, nach denen ich Zeitlang habe. Das kann der kleine Park nebenan sein, genauso wie das Designhotel am anderen Ende der Welt.

Wer mehr lesen möchte, kann für einen kleinen Monatsbeitrag Mitglied von Zeitlang werden. Damit unterstützt du meine Arbeit und erhältst Zugang zu den exklusiven Newslettern, die sich einem bestimmten Reiseziel, einem Stadtviertel oder Thema widmen. Bisher sind erschienen:

Wer schreibt hier?

Ich bin Anja Schauberger, geboren in München und arbeite seit über zehn Jahren als Journalistin und Autorin mit dem Schwerpunkt auf Regionales und Reise. Von 2016 bis 2019 habe ich als Redaktionsleiterin das Stadtmagazin Mit Vergnügen München aufgebaut. Seitdem schreibe ich frei unter anderem für die Kolumne „Hotel Europa“ im SZ-Magazin (Abre numa nova janela) sowie über (Sterne)-Gastronomie bei München Tourismus (Abre numa nova janela). Außerdem gebe ich Reise-Tipps im Merian (Abre numa nova janela) und schreibe für das Werde Magazin (Abre numa nova janela) sowie The Weekender (Abre numa nova janela). Mehr zu meiner Arbeit gibt es auf Torial (Abre numa nova janela) oder meiner Website (Abre numa nova janela).

Du hast Tipps, Wünsche oder Feedback? Schreib mir gerne eine Mail an anja.schauberger@gmail.com

Foto: Frank Stolle (Abre numa nova janela)
Design & Logo: Hennes Elbert (Abre numa nova janela)
Tópico Monats-Tipps

0 comentários

Gostaria de ser o primeiro a escrever um comentário?
Torne-se membro de Zeitlang e comece a conversa.
Torne-se membro